Nussmakronen, Kaffeeklatsch und O-Saft adé? Wie der Klimawandel das Lebensmittelangebot ändert

Anfang November veröffentliche der WWF eine Fallsammlung zum Thema Klimawandel und Lebensmittel: Sie zeigt am Beispiel von Kaffee, Haselnüssen, Orangen und Bananen, dass der Klimawandel Ernteausfälle versursacht, die sich selbst in Deutschland spürbar auf das Lebensmittelangebot auswirken.

Durch die Klimaerwärmung nehmen Wetterextreme wie Dürre und Überschwemmung zu. In Europa waren es in den 1990er Jahren doppelt so viele wie noch in den ’80ern. Sie können Anbaugebiete verschieben, Ernteerträge minimieren oder Ernten vernichten.

 

Grund hierfür sind jedoch neben dem Wetter auch Monokulturen. So haben zum Beispiel Bananen eine geringe genetische Vielfalt und können daher weniger gut auf Krankheiten und auch veränderte Lebensbedingungen reagieren (s. auch Artikel „Artenreiche Ökosysteme stecken extreme Klimaereignisse besser weg“ in diesem Newsletter).

 

Konfliktpotenzial hat zudem die Verschiebung von Anbaugebieten. Das ist beispielsweise in Brasilien der Fall, wo Orangen bereits heute zunehmend südlicher angebaut werden. Sie treten nicht nur mit Flächen für andere Pflanzen wie Zuckerrohr in Konkurrenz, sondern auch mit solchen, auf denen eigentlich der Schutz der Biodiversität Vorrang haben sollte.

 

Die WWF-Fallsammlung „Ruhe vor dem Sturm“ bezieht sich auf Genussgüter. Doch Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Mais sind ebenfalls betroffen. Mit strengeren Klimazielen könnten die Auswirkungen des Klimawandels aber noch begrenzt werden.

 

WWF-Artikel „Klimawandel erreicht Supermärkte“ lesen. Fallsammlung „Die Ruhe vor dem Sturm“ beim WWF runterladen (Veröffentlichung vom 05.11.2015). 

Die Fallstudie des WWF bezieht sich auf Genussgüter; die Ergebnisse sind jedoch auf Grundnahrungsmittel übertragbar. | ©WWF.

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