Neue UN-Dekade-Projekte im Überblick

Seit dem letzten Newsletter wurden sehr viele neue UN-Dekade-Projekte ausgezeichnet. Wir stellen Sie Ihnen in den nächsten Newslettern kompakt dosiert alle kurz vor.

Ansprechpartner für Naturschützer und -nutzer

Von der Rhön bis zum Chiemsee, vom Bodensee bis ins Fichtelgebirge sind sie unterwegs: die 42 Gebietsbetreuer des Projekts: Gebietsbetreuer in Bayern: Naturschutz. Für Dich. Vor Ort. Sie vermitteln die Einzigartigkeit von 37 Schwerpunktgebieten zur biologischen Vielfalt in Bayern, sind Ansprechpartner für Akteure aus Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus und Bildung und suchen Lösungen bei Konflikten.

 

 

Anlaufstelle mitten im Naturschutzgebiet

Inmitten einer von Mönchen geschaffenen naturnahen Teich-, Wiesen- und Waldlandschaft liegt das Naturerlebniszentrum Haus Entenfang. Besucher können der Natur hier auf vielfältige Weise ganz nah kommen: Eine Dauerausstellung informiert über die Geschichte und Bedeutung des Naturschutzgebietes, die Lebensräume sowie die dort lebende Tier- und Pflanzenwelt. Von hier aus starten zahlreiche Wanderrouten durch das Naturschutzgebiet.

 

 

Einmal durchs Apfeljahr

Was gehört eigentlich alles zu einer Streuobstwiese? Ziel des Projektes Schule auf der Streuobstwiese ist, den Wert dieses Lebensraums als wertvolles Biotop mit reicher biologischer Vielfalt zu vermitteln und zu erhalten. Schüler, v. a. aus der 3. Klasse, können hier an einem außerschulischen, erlebnisorientierten Lernortverschiedene Stadien des Apfeljahres begleiten. 

 

Woher kommt eigentlich der Apfelsaft?

Antworten auf solche Fragen finden Kinder im Naturpark Saar-Hunsrück mit dem Projekt Streuobstwiesen-Rucksack. Es vermittelt, dass Streuobstwiesen neben ihrem wirtschaftlichen Nutzen auch einen ökologischen, kulturellen und ästhetischen Wert haben. Der Rucksack enthält Untersuchungs- und Lehrmaterialien sowie Anleitungen rund um den Lebensraum Streuobstwiese.


Auf Du und Du mit den Kobolden der Nacht

Sieben Stationen sind es geworden: Der Fledermauslehrpfad für Kinder an der Jugendburg Hessenstein informiert Kinder und Jugendliche über die Kobolde der Nacht, ihre Lebenswelt und die Verknüpfung mit anderen Tier- und Pflanzenarten. Jugendliche können sich auch für Fledermaus-Erlebnisabende ausbilden lassen. Bei dem Gemeinschaftsprojekt haben viele Ehrenamtliche aus dem sozial-ökologischen Bereich mitgearbeitet.

 

Inneneinrichtung mal anders

Hecken und andere Feldgehölze sind wichtige Strukturelemente für biologische Vielfalt in Agrarlandschaften. Als Schäfer Markus Schenk diese in einigen Regionen der Oberpfalz vermisste, rief er kurzerhand das Projekt Wiedereinräumung der Landschaft – Hecken zurück auf die Hochflächen ins Leben. Er konnte seine Pächter davon überzeugen, Hecken und Bäume zu pflanzen und so die Vielfalt der Landschaft wieder zu erhöhen.

 

Starthilfe für Ackerwildkräuter

Hoffnung für Acker-Rittersporn, Echter Frauenspiegel und Acker-Lichtnelke: Im Projekt Neue Heimat auf dem Bioacker säen Landwirte auf Bioäckern genau die Pflanzen wieder aus, die andernorts mit Herbiziden bekämpft werden: Ackerwildkräuter. Als Grundlage wird regionales Saatgut genutzt. Erste Erfolge der Wiederansiedelung sind bereits sichtbar.

 

Sprengen für den Alpenbock

Der Alpenbock kommt in Deutschland nur auf der Schwäbischen Alb und in den Alpen vor, u. a. auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Für Eiablage und Brut ist der Käfer auf Totholz angewiesen. Ziel des Projekts Totholz in sonniger Lage für den prächtigen Alpenbock ist daher, diesen Lebensraum zu erhalten bzw. zu schaffen. U. a. werden dafür Sprengübungen des THW genutzt. 

 

 

 

Die Artenvielfalt vor lauter Bäumen sehen

Auf 17.000 ha Staatswald will das Projekt 100.000 Biotopbäume – Wir machen Lebensräume sichtbar mindestens 10 Biotopbäume pro Hektar einrichten – für mehr Artenvielfalt. Absterbende Bäume werden nicht mehr wirtschaftlich genutzt, bleiben im Wald und sind von enormer ökologischer Bedeutung: als Lebensraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Die Biotopbäume sind online kartiert; eine passende App liefert Informationen.

 

Hippiemotto für mehr Biodiversität

Das Lebendige Bienenmuseum fördert mit seinem Projekt Flowerpower die biologische Vielfalt, indem es blütenreiche Biotope anlegt. Hinzu kommen Niststätten für Wildbienen und ihre Verwandten, ein Teich, Sumpfbeete und ein Nutzgarten mit zahlreichen alten Gemüse- und Obstsorten. Neben der Imkerkunst vermittelt das Projekt in Führungen und Kursen für Besucher jeden Alters die Schönheit artenreicher Lebensräume.

Inzwischen engagieren sich 42 Betreuer in 37 Gebieten für die Vermittlung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. | ©Projektträger

Ausstellungsraum im Naturerlebniszentrum Haus Entenfang. | ©Projektträger

Drittklässler erkunden als Naturdetektive einen Obstbaum auf einer Streuobstwiese im Oberland. | ©Unser Land

Der Streuobstwiesen-Rucksack und seine Inhalte. | ©Projektträger

Entlang des Fledermauslehrpfades stehen Quiztafeln. | ©Projektträger

Eine Hecke, ein Steinhaufen und ein Großbaum bringen neue Strukturvielfalt in die Landschaft. | ©M. Schenk

Der Echte Frauenspiegel ist ein Kandidat für die Wiederansiedlung. | ©K. Schertler

Der Alpenbock entwickelt sich in Totholz über mehrere Jahre vom Ei zum erwachsenen Tier. | ©Lydia Nittel

Mit einem eigenen Schild werden die Biotopbäume im Projektgebiet gekennzeichnet. | ©Projektträger

Eine Steinhummel inmitten von Rapsglanzkäfern auf dem Blütenkopf der Großköpfigen Flockenblume. | ©Projektträger

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