Neue UN-Dekade-Projekte im Überblick

Seit dem letzten Newsletter sind eine ganze Reihe neuer Projekte in den beiden UN-Dekade Wettbewerben ausgezeichnet worden. Hier ein Überblick für Sie.

Bremen summt

Das Unternehmen Dierker Brandschutz hat sein Betriebsgelände in Bremen naturnah gestaltet und so Lebensräume für Bienen und viele andere Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Die neue grüne Umgebung kommt nicht nur der biologischen Vielfalt zugute, sondern auch der Belegschaft. 5.000 Samentütchen wurden an Lieferanten, Kunden und Freunde der Firma verteilt, um Bremen noch ein bisschen vielfältiger zu machen.

 

Naturerfahrung in der großen Pause

Die Bio-AG des Christophorus-Gymnasiums Altensteig hat das Schulgelände in ein naturnahes Areal mit vielen Kleinbiotopen umgewandelt. Das ein Hektar große Gelände wird in den Unterricht eingebunden und bietet mit seinen Erlebnispfaden und Sitznischen auch einen attraktiven Aufenthaltsort für die Pausen und Freistunden.

 

Vielfalt auf der Baar 

Auf der Hochebene Baar findet man große Moore und Wälder – wichtige Lebensräume also für viele Tier- und Pflanzenarten. Der Schwarzwald-Baar-Kreis sichert diese Biotope und verbessert sie, zum Beispiel durch neue Waldbewirtschaftungskonzepte. Da Moore und Wälder auch wichtige CO2-Senken sind, leistet das Projekt zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz.

 

Munteres Flattern im Weinlandkreis Kitzingen

Das Flatterhaus Hellmitzheim macht sich zur Aufgabe, neue Fledermausvorkommen ausfindig zu machen und sich für den Schutz der bestehenden Fledermausquartiere einzusetzen. Mit Führungen, Workshops und einer Dauerausstellung wecken die Projektbeteiligten bei Jung und Alt ein Bewusstsein für die Schutzwürdigkeit heimischer Arten.

 

Gärtnern im ehemaligen Klostergarten

Soziale Natur – Natur für alle

Einst wurde der Garten am ehemaligen Kloster Bad Tölz von den Franziskanermönchen genutzt – heute ist er Gemeinschaftsgarten, Klassenzimmer sowie Erholungs- und Bewegungsraum. Im TölzaGarten finden neben gemeinsamem Gärtnern auch zahlreiche Feste, Picknicke und Kindergeburtstage statt.

 

Aus Liebe zur Biene

Die Stadt Köln schafft neue Lebensräume für Wildbienen, legt im Stadtgebiet Blühflächen und Nisthilfen an und pflegt sie. Die Maßnahmen helfen nicht nur den Bienen, sondern auch zahlreichen anderen Arten. Mit Infokampagnen sensibilisiert der Projektträger die Bürger zusätzlich für den Wert der biologischen Vielfalt in der Stadt.

 

Gemeinsam Deutschlands Naturparks erkunden 

Soziale Natur – Natur für alle

„Natur erleben verbindet“: Das findet auch der Verband Deutscher Naturparke und bietet im Rahmen seines gleichnamigen Projekts Naturerlebnis- und Mitmachaktionen sowie Waldexkursionen, Paddel-Touren und Landschaftspflegeaktionen für alle Bevölkerungsgruppen. Das stärkt nicht nur das Miteinander, sondern sensibilisiert auch für den Erhalt der Biodiversität.

 

100 Bäume für die Zukunft 

Der Verein „Netzwerk Fachwarte“ engagiert sich gemeinsam mit der Fruchtsaftkelterei Bentele für die Erhaltung von Streuobstwiesen. Diese sind unersetzliche Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen und liefern Rohstoffe für regionale Produkte. In verschiedenen Kursen und Seminaren können sich Obstbaumbesitzer in der Baumpflege schulen lassen.

 

Bahrenfelder Luthergarten

Soziale Natur – Natur für alle

Flächen zum Gemüseanbau nach Permakultur-Prinzipien, Tauben- und Hühnergehege, eine Außenküche, einen Bauwagen als „Ort der Stille“ und drei Katen, die Geflüchteten im Kirchenasyl Wohnraum bieten – das alles finden Sie im Luthergarten Bahrenfeld. Der Gemeinschaftsgarten schafft Naturbewusstsein und bietet Raum für soziales Miteinander.

 

„Grüne Kirchen“ in der Schwäbischen Alb

Sechs Kirchengemeinden im Biosphärengebiet Schwäbische Alb setzen Naturschutzmaßnahmen um. Naturnah gestaltete Pfarrgärten sowie Brut- und Niststätten an Gebäuden und Kirchtürmen kommen insbesondere Wildbienen und Fledermäusen zugute. In Workshops können sich Interessierte über Artengruppen und geeignete Schutzmaßnahmen informieren.

 

Tümpel für den Froschkönig

In Thüringen die Populationen des Laubfrosches und der Geburtshelferkröte stabilisieren und das Verbreitungsgebiet dieser Amphibien vergrößern – diese Aufgabe hat sich der dortige NABU auf die Fahnen geschrieben. Ehrenamtliche Helfer haben bisher elf Teiche entschlammt, sechs neu angelegt und 20 freigeschnitten.

 

Eine Biene kommt selten allein

Der Verein Hofzeit e.V. nutzt von Landwirten vor Ort zur Verfügung gestellte Landparzellen, um sie mit Saatgut insektenfreundlicher Blütenpflanzen zu versehen und Insektenhotels zu errichten. Damit trägt der Verein zum Schutz von Wildbienenarten bei. Besuche an Kindergärten und Schulen fördern zudem die Begeisterung junger Menschen an Insekten.

Garten der Firma Dierker Brandschutz | Projektträger

Der Schulhof des CGA: ein Kalkschotterbiotop mit Sitznischen aus Trockenmauern. | Projektträger

Wachsende Moospolster unter Birken-Bruchwald im Naturschutzgebiet Schwenninger Moos | Projektträger

Graues Langohr aus dem Weinlandkreis Kitzingen | C. Söder

Gemeinsam Natur erleben im „TölzaGarten“ | Projektträger

Blattschneiderbiene als Maskottchen | B. Küchenhoff

Paddeltour auf der Unstrut | Matthias Henniger, Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland e.V.

Fleißige Helfer bei der Pflanzaktion | Netzwerk Fachwarte

Kinder auf Entdeckungstour im Garten | Projektträger

Flächen der katholischen Kirchengemeinde Westerheim schließen an das Landschaftsschutzgebiet Sellenberg an | NABU / Kathrin Baumann

Der Laubfrosch ist der einzige Baumfrosch Europas - dank seiner Haftscheiben kann er sehr gut klettern. | Projektträger

Schmetterlingstankstellen | Projektträger

Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld