Meeresspiegel und Klima beeinflussen die biologische Vielfalt

Historische Faktoren sollen in der Forschung zur biologischen Vielfalt stärker berücksichtigt werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam unter Leitung der Uni Göttingen. Denn Eiszeiten beeinflussen bis heute die Eigenschaften von Lebensgemeinschaften.

Das Team untersuchte, wie sich klimatische Veränderungen seit der letzten Eiszeit auf die Biodiversität von Inseln auswirkten. Durch den deutlich niedrigeren Meeresspiegel waren damals einige Inseln über Landbrücken miteinander verbunden, z. B. Lanzarote und Fuerteventura. Auf Inseln, die damals größer waren und isoliert blieben, ist die Zahl endemischer Arten (Arten, die nur dort vorkommen) noch heute deutlich höher. Die neuen Erkenntnisse über diese Inseln können als Modell für die Entstehung und Verbreitung von Arten gesehen werden. Sie zeigen, wie langsam neue Arten entstehen und wie schnell sie im Vergleich dazu aussterben. Das gilt nicht nur für Inseln, sondern lässt sich auch auf das Festland übertragen.

 

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Der Baum Erythrina sandwicensis kommt ausschließlich auf Hawaii vor. | ©Holger Kreft

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