Könnte Bäume „ausreißen“: Klimawandel vs. Redwoods

Ein Forscherteam hat auf der Grundlage historischer Klimadaten und globaler -modelle untersucht, welche Auswirkungen der Klimawandel lokal haben kann. Untersuchungsgegenstand waren die bedrohten Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) Kaliforniens. Deren Verbreitungsgebiet könnte sich verändern.

Globale Klimamodelle sind zu ungenau, wenn es darum geht, lokale und klimatisch bedingte Änderungen in der Tier- und Pflanzenwelt zu prognostizieren. Hinzu kommt, dass der Klimawandel häufig schneller voranschreitet als die Arten sich anpassen können.

 

Aus diesem Grund hat ein Team der Uni Berkeley und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung historische Klimadaten herangezogen, um kurz- und mittelfristige Änderungen ermitteln und besser darauf reagieren zu können. Angewandt auf die Verbreitung des höchsten Baums der Erde (Küstenmammutbaum oder Redwood) ergaben sich drei Szenarien, von denen das dritte am wahrscheinlichsten ist:

 

1. In Kalifornien wird es trockener und wärmer; die Redwood-Wälder schrumpfen.

2. Es wird feuchter und kälter in Kalifornien; die Wälder dehnen sich aus.

3. Es wird wärmer, die Niederschlagsmenge bleibt ungefähr gleich und die Redwoods verschieben sich nach Norden.

 

Mit dieser Erkenntnis könnte die Ausbreitung der Redwoods Richtung Norden rechtzeitig durch gezieltes Umsiedeln der Bäume unterstützt werden.

 

Abstract (Engl.) beim Magazin Global Change Biology lesen.

Der Klimawandel „verschiebt“ die höchsten Bäume der Erde: Küstenmammutbäume. | ©Save The Redwoods League

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