Klimawandel als Katalysator der Evolution

Forschern ist es erstmals gelungen, die „Evolutionäre Geschwindigkeitshypothese“ zu belegen. Sie ist ein Erklärungsansatz dafür, dass mit dem Temperaturanstieg auch die Artenvielfalt von den Polen bis zum Äquator kontinuierlich zunimmt. Demzufolge beschleunigt der Klimawandel voraussichtlich die Evolution.

Anhand der Zuckmücke Chironomus riparius wiesen Wissenschaftler nach, dass höhere Temperaturen die Generationszeit verkürzen und die Mutationsrate steigern - weil Wärme die physiologischen Prozesse ankurbelt. Bei den untersuchten Mücken zwischen Norddeutschland und Südspanien gab es bei denen aus wärmeren Gegenden bis zu drei Generationen mehr. Diese unterschieden sich auch genetisch stärker voneinander (u. a. durch Mutation). Da alle anderen Faktoren ausgeschlossen werden konnten, stand fest: Die Temperatur bewirkt die unterschiedliche Geschwindigkeit der Evolution. Das Forscherteam prognostizierte auf dieser Basis, dass die Klimaerwärmung die Entstehung neuer Arten in kalten wie warmen Regionen antreiben wird. 

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Zuckmücken wie diese halfen, die Evolutionäre Geschwindigkeitshypothese zu belegen. | ©Senckenberg/Pfenniger

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