Forscher entwickeln Konzept für Naturschutzgebiete unter Wasser

In einer Studie, die im „Journal of Applied Ecology“ erschienen ist, plädieren Forscher/innen für die Errichtung von Naturschutzzonen in der Tiefsee.

Die Tiefseeebene in der Clarion Clipperton Bruchzone im Zentralpazifik gilt als potenzielles Abbaugebiet für Manganknollen, die neben Mangan auch wertvolle Rohstoffe wie Nickel und Kobalt enthalten. Forscher/innen von Senckenberg am Meer und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe befürchten durch den geplanten Unterwasser-Bergbau eine starke und dauerhafte Zerstörung der Lebensräume in der Tiefseefauna. Aus diesem Grund hat das Team aus Wissenschaftler/innen ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Schutzzonen für die Tiefseearten errichtet werden können. Besonders das Vorkommen der Meiofauna – Tiere, die kleiner als 1 Millimeter sind und im Sediment vorkommen – soll durch das Schutzkonzept gezielt gesichert werden.

 

Mit dem „random forest“-Algorsyithmus werden Verbreitungsmodelle des Vorkommens der Meiofauna berechnet. Anschließend werden mithilfe einer Clusteranalyse, der Bathymetrie des Meerensbodens und der modellierten Manganknollenabdeckung ähnliche Gebiete innerhalb des Explorationsgebietes aufgespürt. Auf diese Weise sollen geeignete Positionen von Schutzgebieten ausgewählt und die Lebensräume von Tiergruppen wie Muschelkrebsen oder Fadenwürmern geschützt werden.

 

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Wie lassen sich Lebensräume unter Wasser schützen? Damit haben sich Forscher/innen auseinandergesetzt. | © iStock/MathalieGermain

Wie lassen sich Lebensräume unter Wasser schützen? Damit haben sich Forscher/innen auseinandergesetzt. | © iStock/MathalieGermain

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