Die neuen UN-Dekade-Projekte auf einen Blick

Folgende Initiativen wurden seit dem letzten Newsletter zum offiziellen UN-Dekade-Projekt ernannt:

Wettbewerb "Schüler schützen Regenwälder" (Wiederauszeichnung): Der jährlich stattfindende Wettbewerb ist in einen Aktions- und einen Plakatwettbewerb unterteilt. Er richtet sich an Kinder und junge Erwachsene zwischen 5 und 26 Jahren sowie Kindergartengruppen. Gesucht werden mitreißende Ideen zu den Themen Regenwald und biologische Vielfalt.

 

Genetische Vielfalt beim Haushuhn bewahren: Um das genetische Potenzial bei Haushühnern langfristig zu erhalten, friert der Wissenschaftliche Geflügelhof (WGH) des Bunds Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) Hahnensperma ein – von zwölf in ihrem Bestand bedrohten Hühnerrassen, darunter Bergische Schlotterkämme, Cochin und Sundheimer. Bemerkenswert ist die deutschlandweite Zusammenarbeit mit Züchtern und Vereinen.

 

 

Umwandlung von Fichtenwald auf dem Selsberg/Beverungen durch bedrohte Baumarten (Wiederauszeichnung): Seit 1999 pflanzen Schüler in diesem Waldprojekt Wildobstbäume wie Elsbeere, Speierling, Wildbirne und Wildapfel. Damit sichern sie den Bestand dieser seltenen Baumarten und erreichen eine größere Vielfalt in ihrem „Klimawald“. Seit der letzten Auszeichnung wurden kontinuierlich weitere Flächen umgewandelt und im Sinne einer Biotopvernetzung miteinander verbunden.

 

 

GBOL entschlüsselt DNA-Barcodes der deutschen Artenvielfalt: Seit 2011 sammelt das Netzwerk German Barcode of Life (GBOL) die genetischen Fingerabdrücke (DNA-Barcodes) der Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland. Die individuellen DNA-Barcodes fließen in eine nationale Referenzdatenbank, mit der unbekannte DNA-Spuren von Organismen abgeglichen und zugeordnet werden können.

 

 

Kulturimkerei: Einheimische Jugendliche kümmern sich in der „Kulturimkerei“ gemeinsam mit jungen Geflüchteten um Bienenvölker. Sie lernen dabei viel über das wechselseitige Verhältnis zwischen Bienen und Biodiversität und über kulturelle Unterschiede im Umgang mit Natur und Schöpfung. Das Projekt verbindet Jugendpflege und Integrationsarbeit mit Aktivitäten für die biologische Vielfalt.

 

 

Regionalmarke Eifel (Wiederauszeichnung): Die Regionalmarke fördert seit 2001 regionale Produkte und Dienstleistungen von Anbietern aus der Eifel, die nachhaltig und transparent wirtschaften. Die Eifel-Produkte tragen dazu bei, artenreiche Lebensräume wie Streuobstwiesen und Wacholderheiden zu erhalten und naturgerecht zu bewirtschaften, z. B. durch Beweidung mit Schafen. Die Marke wird kontinuierlich weiterentwickelt.

 

Das OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel: Die Forschungs- und Naturbildungseinrichtung ist ein einmaliges Schutz- und Informationszentrum für Otter und einheimische Marderarten. Es setzt sich für deren Schutz ein und informiert über die Bedeutung der biologischen Vielfalt. Im Freigelände mit zehn naturnah gestalteten Gehegen können die Tiere beobachtet werden. Schaufütterungen, interaktive Klapptafeln und Lernspiele vermitteln Wissenswertes über die Tiere und deren Lebensräume.

 

Indisches Springkraut als Delikatesse für Weidevieh: Das Projekt setzt Charolais-Rinder gegen das wuchernde Indische Springkraut ein. Die eingewanderte Pflanze hatte sich großflächig in der Aue des Wiedbachs ausgebreitet und heimische Pflanzen verdrängt. Nun können sich hier wieder artenreiche Wiesen entwickeln. Das Projekt zeigt, dass sich Neophyten durch extensive Beweidung bekämpfen lassen und die biologische Vielfalt durch eine naturnahe Nutzung wiederhergestellt werden kann.

Der Plakatentwurf aus dem Wettbewerb thematisiert den Artenschwund durch den hohen Fleischkonsum und die damit verbundene Abholzung des Regenwalds. | ©OroVerde

Kükentrio aus dem Projekt „Genetische Vielfalt beim Haushuhn bewahren“. | ©Projektträger

Eine Anpflanzung nach 2 Jahren Wachstumszeit. | ©Projektträger

Übersicht der 15 GBOL-Naturkundemuseen und -Forschungseinrichtungen sowie Beispiele für DNA-Barcodes. | ©Projektträger

Ein Schaukasten der Kulturimkerei zieht zahlreiche Gruppen an, die sich mit Bienen und ihren Bestäubungsleistungen beschäftigen. | ©Dennis Feser

Apfelsaft von Streuobstwiesen ist nur ein Produkt aus einer breit gefächerten Palette. | ©Regionalmarke EIFEL GmbH

Neben Ottern geht es im OTTER-ZENTRUM auch um die anderen heimischen Marderarten. | ©Harald Schottner / pixelio.de

Charolais-Rinder befreien die Aue vom Indischen Springkraut. | ©Projektträger

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