...dass Termiten helfen können, ausgetrocknete Böden wieder fruchtbar zu machen?

Als während einer Dürreperiode in den 80er Jahren viele Menschen die Sahelzone in Nordafrika verließen, besann sich ein alter Bauer auf eine traditionelle Methode zurück:

Er hackte tausende sogenannte Zai-Löcher in die Erde, füllte diese mit Kompost und schaffte es so, die Austrocknung zu bekämpfen. Doch es war nicht sein alleiniger Verdienst: zahlreiche Bodenorganismen, vor allem Termiten, halfen ihm bei der Rekultivierung seiner Landflächen.

ForscherInnen der Universität Würzburg haben nun genauer untersucht, welchen Anteil die Tiere bei dieser Methode haben und stießen dabei auf faszinierende Ergebnisse: Die Termiten werden durch den Kompost angezogen und schichten den Boden komplett um. Durch diese massenhaften Erdbewegungen kann Niederschlag wieder in den Boden eindringen und Pflanzen schlagen wieder Wurzeln.

Durch diese einfache wie geniale Methode können voraussichtlich große Bodenanteile in Afrika wieder nutzbar gemacht werden. Sie ist außerdem ein Beispiel dafür, wie traditionelle Methoden die biologische Vielfalt nutzen anstatt sie zu bekämpfen. Aus diesem Grund ruft der Weltbiodiversitätsrat dazu auf, neben der klassischen Wissenschaft auch traditionelles, altes Wissen bei Lösungsansätzen mit einzubeziehen.

Die vollständige Meldung mit weiteren Links zum Thema finden Sie beim Informationsdienst der Wissenschaften.

Zai-Loch mit Laubfüllung. Foto: D. Kaiser/Uni Würzburg

Zai-Loch mit Laubfüllung. Foto: D. Kaiser/Uni Würzburg

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