... dass (auch) Vögel fremd gehen?

Der Seitensprung im Vogelreich hat einen guten Grund: möglichst viel Nachwuchs zu zeugen, um die eigene Art zu erhalten.

Zwar leben 90 % der Vogelarten vorrangig und tendenziell monogam, jedoch werden zahlreiche Nachkommen außerhalb der festen Partnerschaft gezeugt. So baut der Zaunkönig pro Sommer bis zu zwölf Nester, in dem je ein anderes Weibchen auf ihn wartet. Je mehr Nistplätze der Herr baut, desto attraktiver ist er für die Damenwelt, da er offensichtlich in der Lage ist, auch genug Futter herbei zu schaffen, um die Familien zu ernähren.

Besonders wild geht es bei den Spatzen zu: Sie betreiben eine regelrechte Gruppenbalz und entscheiden sich schließlich nach einigen Minuten für einen Partner. Danach begatten sich die Paare täglich bis zu 12-mal. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass die Spatzendame mit dem Nachbarn fremdgeht. Treu hingegen ist der Seeadler: Wenn Männchen und Weibchen zusammengefunden haben, vergehen teilweise einige Jahre bis sie ihr gemeinsames Brutnest bauen.

Zum Radiointerview mit dem Ornithologen und Autor Dr. Ernst Paul Dörfler.

Zaunkönig. Foto: Alexander Erdbeer – Fotolia.com

Zaunkönig. Foto: Alexander Erdbeer – Fotolia.com

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