Das eigene Land entdecken – Roadtrip durch die Nationalparks in Deutschland

16 sind es inzwischen – so viele Nationalparks wie Bundesländer. Außer den beiden Stadtstaaten Bremen und Berlin hat jedes Bundesland mindestens einen Nationalpark oder Anteil an einem. Die 16 Nationalparks sind sogar recht gleichmäßig verteilt und spiegeln die wunderbare Vielfalt der Lebensräume in unserem Land wieder. Wie wär’s, alle 16 zu erleben? Wir laden Sie ein zu einem (virtuellen) Roadtrip von Nord nach Süd.

Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (SH): Der größte Nationalpark Deutschlands ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Hier leben besonders viele Schweinswale und Brandgänse, auch wachsen hier viele Seegräser. Interessante Links für den Urlaub in diesem Nationalpark.

Jasmund (MV): Deutschlands kleinster Nationalpark. Kennzeichnend sind hier, im Nordosten von Rügen, die für die Insel typischen Kreidefelsen und der Buchenwald, von dem ein Teil sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Zur offiziellen Website.

Vorpommersche Boddenlandschaft (MV): Karibik-Gefühl an der Ostsee: Im größten Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns finden Besucher eine artenreiche Lagunenlandschaft. Diese verändert sich ständig durch die natürliche Dynamik der Landschaft, das Abtragen und Anschwemmen von Sand durch das Meer. Wissenswertes für Touristen.

Hamburgisches Wattenmeer (HH): Der Nationalpark liegt im Mündungsgebiet der Elbe und gehört mit den anderen beiden Watt-Nationalparks zum UNSECO-Weltnaturerbe. Hier bestehen gute Chancen, Seehunde und Kegelrobben zu sehen! Außerdem ist der Nationalpark ein wichtiges Rastgebiet für Vögel. Zu den Urlaubstipps.

Niedersächsisches Wattenmeer (NI): An der Grenze zu den Niederlanden liegt dieser Nationalpark, der ebenfalls Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ist. Er umfasst u. a. die Ostfriesischen Inseln Norderney, Borkum und Juist. Was man beim Watturlaub alles erleben kann, erfahren Sie hier.

Müritz (MV): Ein Wasserreich ist dieser Nationalpark, der auch „Land der Tausend Seen“ genannt wird. Hier entwickelt sich die Natur ungestört in Wäldern, Seen und Mooren, hier sind See- und Fischadler zu Hause. Infos für Urlauber auf der Nationalpark-Seite.

Unteres Odertal (BB): Der Nationalpark bildet mit zwei Landschaftsschutzparks in Polen eine grenzübergreifende Schutzzone entlang der Oder. In dieser Auenlandschaft, Heimat von Bibern und Eisvögeln, liegt der Oderbruch, der einzige intakte Polder (ein Schutzgebiet mit Deichen) in Deutschland. Alles zu Aktivitäten und Unterkünften finden Sie hier.

Harz (NI/ST): Der bundesländerübergreifende Nationalpark ist zu ca. 96 % von Wäldern bedeckt; daneben prägen Moore die Landschaft. Er ist Quellgebiet mehrerer Flüsse, u. a. der Oder. Wildkatzen und Luchse streifen durch seine Wälder. Erholungssuchende werden hier fündig.

Kellerwald-Edersee (HE): Der Nationalpark im Mittelgebirge Kellerwald gehört zum UNESCO-Welterbe Buchenwälder. Der Rotbuchenwald hier ist in seiner Größe und Unberührtheit einmalig in Westeuropa. Auf dem Urwaldsteig erlebt man die ganze Wucht dieser majestätischen Landschaft. Mehr Urlaubstipps.

Hainich (TH): Wie auch der Kellerwald gehört der zentral gelegene Nationalpark Hainich zum UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder. Er ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands, langfristig soll hier wieder Urwald entstehen. Davon profitiert u. a. die Wildkatze. Zu den Hauptattraktionen gehört der Baumkronenpfad. Zur Website.

Sächsische Schweiz (SN): Charakteristisch für diesen Nationalpark sind die typischen Felsen des Elbsandsteingebirges mit ihren canyonartigen Schluchten. Wanderfalken, Gämsen und Mufflons wurden erfolgreich (wieder)angesiedelt. Der Park ist ein Paradies für Wanderer und Kletterer. Weitere Erlebnismöglichkeiten entdecken.

Eifel (NW): Hauptziel des Nationalparks ist der Schutz der heimischen Buchenwälder; bis 2034 sollen 75 % der Fläche der Natur überlassen sein. (Hobby-)Astronomen haben hier im „Sternenpark“ einen kunstlichtfreien Blick auf den Sternenhimmel. Ein Wildnis-Trail führt durch den gesamten Nationalpark. Auch Ranger-Führungen gibt’s. Mehr für Urlauber.

Hunsrück-Hochwald (RP/SL): Der jüngste deutsche Nationalpark liegt in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Auf 75 % der Fläche soll wieder Wildnis entstehen. Das Gebiet gehört zu den Hotspots der biologischen Vielfalt. Wanderer können den Park u. a. über den Saar-Hunsrück-Steig erkunden. Zu Gast im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Bayerischer Wald (BY): Er war der erste Nationalpark Deutschlands. Zusammen mit dem Böhmerwald in Tschechien bildet er das größte unzerschnittene Waldgebiet in Mitteleuropa. Wie sich wilder Wald entwickelt, erlebt man hier live. Lehr- und Erlebnispfade sowie ein Waldspielgelände sind nur einige Angebote für Besucher.   

Schwarzwald (BW): Zwei Einzelbereiche bilden diesen Nationalpark: Der eine liegt um den Hohen Ochsenkopf (1008 m), der Bereich Ruhestein reicht bis zur Hornisgrinde, dem höchsten Berg im Nordschwarzwald. Auf Erlebnispfaden entdeckt man neben Waldwildnis auch Wasserfälle und markante Felsen. Den Nationalpark erleben.

Berchtesgaden (BY): Im einzigen Nationalpark in den deutschen Alpen geht es um den Schutz der gesamten Natur, der auch typischen Bergbewohnern zugute kommt (Alpensteinbock, Murmeltier). „Berühmtheiten“ im Park sind der Watzmann (2713 m) und der Königssee an seinem Fuß, einer der saubersten Seen Deutschlands. Linkliste für Urlauber.

  

Übrigens: Das UN-Dekade-Projekt „Fahrtziel Natur“ ist eine Kooperation der Umweltverbände BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn. Ihr Ziel: aktives Naturerlebnis mit ökologisch verträglichem Reisen zu verbinden.

Hier geht’s zur Beschreibung des UN-Dekade-Projekts auf unserer Website; hier zur Website von Fahrtziel Natur

Karte der Nationalparks in Deutschland | © Lencer - "own work", Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

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