Artenvielfalt der tropischen Ozeane sinkt durch globale Erwärmung

Wissenschaftler/innen am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen dokumentieren den Rückgang der Artenvielfalt in den tropischen Ozeanen. Die Forschungsarbeit wurde im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Anhand von gut erhaltenen Mikrofossilien in Meeressedimenten rekonstruierte das Forschungsteam die globalen ozeanischen Biodiversitätsmuster für die letzte Eiszeit und die Zeit vor dem Beginn der aktuellen Erderwärmung. Auf Basis der erhobenen Daten erstellten die Wissenschaftler/innen Prognosen für die nahe Zukunft (2090er-Jahre). Das Ergebnis: Die ozeanische Artenvielfalt in den Breiten des Äquators ist eingebrochen und könnte bis zum Ende des 21. Jahrhunderts auf ein Niveau zurückgehen, das seit Millionen Jahren nicht beobachtet wurde.

 

Die Publikation macht darauf aufmerksam, dass sich die Artenvielfalt weiter verringern könnte, wenn die menschenverursachte Klimaerwärmung nicht ausreichend begrenzt wird. Als Folge befinde sich nicht nur der Ozean als größter Lebensraum der Erde in Gefahr, auch Nahrungsketten bis hin zum Menschen könnten durch die verringerte Artenvielfalt beeinflusst werden.

 

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Schalen von planktonischen Foraminiferen aus eiszeitlichen Sedimenten im Atlantik. | © MARUM

Schalen von planktonischen Foraminiferen aus eiszeitlichen Sedimenten im Atlantik. | © MARUM

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