Arten in Europa reagieren bereits auf den Klimawandel

Forschungsteams des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) haben auf der Basis von Langzeitdaten untersucht, wie der Klimawandel den Bestand verschiedener Tiergruppen beeinflusst. So konnten die Teams Gewinner und Verlierer des Klimawandels identifizieren.

Die Untersuchungsergebnisse der beiden Studien beziehen sich vor allem auf Vögel. Aber auch die Bestandszahlen von Schmetterlingen und Käfern haben sich als Folge des Temperaturanstiegs bereits verändert („klimatischer Fingerabdruck“). Das steht in engem Zusammenhang mit Entwicklungen in der natürlichen Temperaturbedingung der Arten (Temperaturnische). Kennt man diese Änderungen, können für besonders betroffene Arten wie Uferschwalbe und Birkenzeisig Schutzmaßnahmen zielgerichteter entwickelt werden.

 

Ein Blick auf die europäische Vogelwelt zeigt, dass der Klimawandel dieser langfristig zusetzt und seine Folgen eng mit den Brutzeiten verknüpft sind. Dabei gibt es jedoch auch Arten, denen wärmere Winter oder längere Frühjahre nutzen, z. B. Türkentaube und Stieglitz (seines Zeichens Vogel des Jahres 2016). Für Zugvögel hingegen wird es eher schwerer; u. a., weil sie immer weniger Rastplätze finden.

 

Für die Studie zu Tier- und Pflanzengruppen in Deutschland wurde erstmals die Bestandsentwicklung sehr unterschiedlicher Arten miteinander verglichen – WissenschaftlerInnen verschiedener Institutionen arbeiteten hierfür zusammen. In der Studie zur europäischen Vogelwelt konnten die ForscherInnen auf Daten zurückgreifen, die freiwillig von 50.000 Bürgerwissenschaftlern aus 18 Ländern gesammelt wurden.

 

Artikel auf der Senckenberg-Website zu Gewinnern und Verlierern des Klimawandels und zur Veränderung der Vogelwelt.

Der Stieglitz könnte zu den Gewinnern des Klimawandels gehören. | ©Peashooter/pixelio.de

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