Friedliche Bomben (DIY)

Eine simple Anleitung zur Herstellung von Seedbombs.

Schnell & einfach geht's. Hier probiert die deutsche Jugenddelegation für biologische Vielfalt das Saatbomben-Rezept aus. ©A. Meister

Ein friedliches Bombardement scheint im ersten Moment ein Widerspruch in sich selbst zu sein.

Doch diese Bomben bringen ausnahmsweise etwas Schönes mit sich: eine schnelle Portion bunter Blüten und Grün für die Stadt. Die sogenannten Seedbombs (dt. Saatbomben) werten nicht nur optisch die Umgebung auf, sondern bieten Nahrung für allerhand fliegende Nützlinge.

Unschlagbar macht sie auch der minimale Aufwand. Die Kugeln aus Erde, Ton und Samen müssen nicht einmal eingepflanzt werden, sondern erbringen schon den erwünschten Effekt, sobald sie nach dem „Abwurf“ mit Wasser in Kontakt gekommen sind.

Leichter kann ein Naturschutzbeitrag kaum sein!

 

Hier ein simples Rezept:

Benötigte Utensilien

- Eimer

- Blumenerde, torffrei

- Katzenstreu aus Ton

- Wildblumensamen (optimal: regionaltypische Arten)

- Wasser

 

Los geht’s!

1. Blumenerde und Katzenstreu im Verhältnis 3 zu 2 in den Eimer füllen (d.h. jeweils 3 Hände Erde auf 2 Hände Streu)

2. Samen dazu (0,1g pro Saatbombe reichen aus) und vermischen.

3. Langsam Wasser hinzugeben, bis eine gut knetbare Masse ohne große Klumpen entsteht.

4. Kugeln formen, die etwa den Durchmesser eines 2€-Stücks haben. Diese an einem warmen, dunklen Platz gut trocknen lassen.

 

Fertig! Nun die Samenbomben dort abwerfen, wo etwas blühende Vielfalt vermisst wird.

 

Viel Spaß beim Nachmachen wünscht

Eure Zarah

 

Die Anleitung ist angelehnt an jene der NAJU Hamburg. Auf ihrer Seite gibt es auch weitere Infos, z.B. Tipps zur Ausbringung der Seedbombs und Argumente für torffreie Blumenerde: www.naju-hamburg.de/projekte-aktionen/urban-gardening/

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