Wussten Sie schon, warum Wildbienen bei der Nahrungssuche nicht so weit fliegen wie Honigbienen?

Forscher haben im Rahmen einer Studie im Botanischen Garten München-Nymphenburg über 2600 Wildbienen markiert und beobachtet, wie weit sie sich bei der Futtersuche von ihrem Nest entfernten. Anders als die Honigbiene, die durchaus mehrere Kilometer zurücklegen können, flogen die Wildbienen im Durchschnitt nur 70 bis 120 Meter weit.

Aber warum tun sie das? Während Honigbienen in Völkern mit Arbeitsteilung zusammenleben, sind die allermeisten der rund 580 heimischen Wildbienenarten Solitärbienen. Das bedeutet: Ein einzelnes Weibchen versorgt alleine ihren Nachwuchs. Je länger sie vom Nest wegbleibt, desto größer die Gefahr, dass das Nest geplündert oder von Parasiten befallen wird. Wissenschaftler haben zudem festgestellt, dass die Zahl der aufgezogenen Larven umso geringer ist, je weiter die Wildbienenweibchen fliegen müssen.

 

Die Erkenntnisse aus der Studie sind besonders für den praktischen Naturschutz relevant. Sie zeigen, dass Wildbienen in erreichbarem Umfeld zu ihren Nistplätzen, die sich häufig im Bereich von Totholz oder offenen Bodenstellen befinden, die passenden Nahrungspflanzen finden müssen.

 

Zur Pressemitteilung geht’s hier: https://www.snsb.mwn.de/index.php/de/aktuelles/919-flugdistanz-wildbienen

Für die Studie wurden im Botanischen Garten München-Nymphenburg Hunderte von Wildbienen markiert. © Dr. Andreas Fleischmann, SNSB-Botanische Staatssammlung München

Für die Studie wurden im Botanischen Garten München-Nymphenburg Hunderte von Wildbienen markiert. © Dr. Andreas Fleischmann, SNSB-Botanische Staatssammlung München

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