Weltweiter Naturschutz kann Risiko künftiger Seuchen verringern

Im Rahmen einer Bundespressekonferenz Anfang April wies Bundesumweltministerin Svenja Schulze darauf hin, dass der Zustand der Natur in Zusammenhang mit dem Risiko von Krankheitsausbrüchen steht.

70 Prozent der menschlichen Infektionserreger stammen ursprünglich aus dem Tierreich. Die Übertragung von Krankheiten vom Tier auf den Menschen wird dann wahrscheinlicher, wenn Ökosysteme durch menschlichen Eingriff aus dem Gleichgewicht geraten. Aus diesem Grund betont Bundesumweltministerin Svenja Schulze, wie wichtig der weltweite Naturschutz auch in Bezug auf die Gesundheit des Menschen ist.

 

„Jetzt ist die Zeit für akute Krisenbekämpfung. Aber es wird eine Zeit nach der Pandemie geben. Spätestens dann sollten wir die Ursachen dieser Krise verstanden haben, um für die Zukunft besser vorbeugen zu können. Die Wissenschaft sagt uns, dass die Zerstörung von Ökosystemen Krankheitsausbrüche bis hin zu Pandemien wahrscheinlicher macht. Das zeigt: Die Naturzerstörung ist die Krise hinter der Coronakrise. Umgekehrt gilt: Gute Naturschutzpolitik, die vielfältige Ökosysteme schützt, ist eine wichtige Gesundheitsvorsorge gegen die Entstehung neuer Krankheiten. Ich würde es sehr begrüßen, wenn der Weltbiodiversitätsrat den globalen Wissensstand zu diesen Fragen sammelt, aufarbeitet und der Politik weltweit zur Verfügung stellt. Denn die Weltgemeinschaft hat nach der Pandemie die Chance, eine neue globale Biodiversitätsstrategie zu beschließen – und so zu zeigen, dass sie aus den Pandemien der Vergangenheit gelernt hat.", so Schulze.

 

Hier geht es zur Pressemeldung des Bundesumweltministeriums.

Gesunde Ökosysteme verringern das Risiko von Krankheitsübertragungen. | © iStock/Armastas

Gesunde Ökosysteme verringern das Risiko von Krankheitsübertragungen. | © iStock/Armastas

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