„Umbrella-Effekt“ beim Schutz des Goldenen Scheckenfalters

Eines der neusten Projekte im Bundesprogramm Biologische Vielfalt widmet sich dem Goldenen Scheckenfalter und besonders dessen Lebensräumen: Sie sollen gesichert, erweitert und vernetzt werden.

Der Falter Euphydryas aurinia gehört zu den Verantwortungsarten Deutschlands, hier lebt seine weltweit größte Population. Er kommt vor allem auf Feucht- und Nasswiesen vor; neben der Art selbst werden durch die Maßnahmen des Projekts auch gefährdete Biotoptypen erhalten. Als Spezialist ist der Goldene Scheckenfalter auf den Gemeinen Teufelsabbiss (Succisa pratensis) angewiesen. Die Pflanze wird vielerorts von der Vielblättrigen Lupine verdrängt, einem Neophyten. Gezieltes Flächenmanagement soll den Gemeinen Teufelsabbiss stärken und den Lebensraum für den Goldenen Scheckenfalter aufwerten.

Zwei Besonderheiten

Von diesem Projekt profitieren neben dem Falter zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten sowie ganze Biotoptypen (Umbrella-Effekt). Zudem ist das Projekt durch seine Lage eng mit dem Grünen Band sowie Naturschutzgroßprojekten und FFH-Gebieten verbunden und reicht damit (bundes-)länderübergreifend bis nach Tschechien – eine gute Voraussetzung für einen Lebensraumverbund. Das Projekt kann auf bestehende Erkenntnisse aus anderen Projekten aufbauen, soll aber auch selbst neue Impulse beim Schutz des Grünen Bands setzen.

Ausführliche Projektbeschreibung beim Bundesamt für Naturschutz

Scheckenfalter an einer Skabiose ©Angelika Wolter/pixelio.de

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