Tote Bäume für das Leben!

„Tote Bäume für das Leben" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg, das den Schutz von Alt- und Totholz als Lebensraum zahlreicher teils stark bedrohter Arten unterstützt. Nun erhielt es die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Alte knorrige Laubbäume mit Totholzanteilen beherbergen hochspezialisierte Lebensgemeinschaften aus Käfern, Schmetterlingen, Pilzen, Flechten und Moosen. Diese wiederum dienen dem Specht als reichhaltiges Nahrungsangebot und in verlassenen Nisthöhlen siedeln sich Fledermäuse, Wildbienen und andere Insekten- und Vogelarten an. Reptilien und Amphibien finden unter morschen Wurzeln ihr Winterquartier.

Zum Schutz solcher Biotopbäume mit ihren teilweise stark gefährdeten Bewohnern und damit der biologischen Vielfalt wurde das Projekt von den Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg initiiert. Waldbauern und Privatwaldbesitzer können sich durch den Nutzungsverzicht an ihren Biotopbäumen an der Erhaltung der Biodiversität in unseren heimischen Wäldern beteiligen. Die Bäume werden so ihrem natürlichen Alterungs- und Zerfallsprozess überlassen. Bisher konnten 143 ökologisch wertvolle Bäume durch freiwillige vertragliche Vereinbarungen mit den Eigentümern gesichert werden.

Unterstützt wird das Projekt vom Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Waldbauernverband NRW, dem Regionalforstamt Bergisches Land und der HIT Umwelt- und Naturschutzstiftungs-GmbH

Weitere Informationen zum Projekt und den Teilnahmekriterien finden sich im Flyer (PDF) der Initiative, sowie in den Projektbeschreibungen der Biologischen Station Oberberg und der UN-Dekade.

Totholz im Herbstwald ©H.D.Volz/pixelio.de

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