Öko-Landwirtschaft fördert die Schmetterlingsvielfalt

Eine Studie von Forschern aus München zeigt, dass ökologische Landwirtschaft zur Artenvielfalt von Insekten und dem Schutz bedrohter Arten beitragen könnte. Die Ergebnisse der Forschung wurden in der Fachzeitschrift „Ecology and Evolution“ veröffentlicht.

Forscher/innen der Zoologischen Staatssammlung München haben das Insektenvorkommen auf landwirtschaftlichen Flächen untersucht und verglichen. Hierzu haben die Wissenschaftler/innen Insektenfallen auf einem ökologisch und einem konventionell bewirtschafteten Hof installiert. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Anzahl und Vielfalt der Insekten auf dem ökologischen Bauernhof deutlich höher ausfallen. Das bestätigte sich vor allem bei den Schmetterlingen: Auf dem Öko-Hof konnten etwa 60 Prozent mehr Arten nachgewiesen werden.

 

Außerdem wurden beim ökologisch bewirtschafteten Hof mehr als die doppelte Menge an gefährdeten Schmetterlingsarten erfasst. Damit unterstützt die Untersuchung die Vermutung, dass ökologische Bewirtschaftung die Insektenfauna fördert und dazu beiträgt, den Artenverlust in landwirtschaftlich geprägten Gegenden zu verringern.

 

Zur Pressemitteilung geht’s hier.

Der Purpurbär (Rhyparia purpurata) wurde auf dem Biohof nachgewiesen und ist in Bayern recht selten geworden. Er steht auf der Roten Liste in der Gefährdungsstufe 3 ("gefährdet"). | © Thomas Greifenstein

Der Purpurbär (Rhyparia purpurata) wurde auf dem Biohof nachgewiesen und ist in Bayern recht selten geworden. Er steht auf der Roten Liste in der Gefährdungsstufe 3 ("gefährdet"). | © Thomas Greifenstein

Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld