Neue UN-Dekade-Projekte im Überblick

Seit dem letzten Newsletter sind zahlreiche neue Projekte ausgezeichnet worden, auch aus dem Sonder-Wettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“. Hier ein Überblick für Sie

Ein Blütenmeer für Schleswig-Holstein

Arnika, Heidenelke, Klappertopf und Co – Jahrhundertelang gehörten bunte Wildblumenwiesen zum Landschaftsbild Schleswig-Holsteins. Heute sind sie nur noch selten zu finden. Mit dem Projekt "BlütenMeer 2020" setzt sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein dafür ein, dass sich die heimischen Wildpflanzen wieder ausbreiten können. 

 

Auf Safari in der Großstadt

Wildschweine in Berlin, Feldhasen hinter dem Stuttgarter Hauptbahnhof und Füchse in Köln: Wilde Tiere haben längst gelernt, unsere Städte als Lebensraum zu nutzen. Das Multivisionsprojekt „Großstadt WILDNIS - Auf Safari in urbaner Natur“ öffnet nicht nur die Augen, sondern weckt auch die Begeisterung für die versteckte Wildnis in der Stadt.

 

Nachhaltig die Faszination Natur erleben

Für immer mehr Menschen nimmt das aktive Erleben von Natur einen hohen Stellenwert ein. Um die Naturlandschaften in Deutschland noch attraktiver zu machen und gleichzeitig ihre biologische Vielfalt zu erhalten, unterstützen der Verband Deutscher Naturparke e.V. und EUROPARC Deutschland e.V. die Entwicklung nachhaltiger Naturerlebnisangebote.

 

Kita-Kinder im Einsatz für die Natur

Nisthilfen, ein Insektenhotel, kleine Wasserbiotope und vieles mehr: Im Rahmen des Projekts „Bienen- und Schmetterlingsgarten“ wird das Gelände der Kneipp Kita Spatzennest ökologisch umgestaltet. So lernen schon die Kleinsten einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

Rinder als Naturhelfer

Mit einer kleinen Herde von Galloway-Rindern startete das Auenweideprojekt Röcklingen an der Sieg. Durch die extensive Beweidung sollen hier struktureiche Kleinstbiotope entstehen. Davon profitieren viele Pflanzengesellschaften, Insekten und selten gewordene Vogelarten wie das Schwarzkehlchen. 

 

In Lüneburg findet Integration im Garten statt

Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“

Der Kulturgarten Lüneburg steht allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und auch den Bewohnern der Flüchtlingsheime offen. Regelmäßig trifft sich eine bunt gemischte Gruppe verschiedener Nationalitäten, Generationen und Kulturen zur gemeinsamen Gartenpflege. Die Hobby-Gärtner bringen ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit ein und können so viel voneinander lernen.

 

Biologische Vielfalt in der Stadt

Unsere Städte haben eine wichtige Funktion für den Erhalt und die Förderung biologischer Vielfalt. Parks, Grünflächen und Gärten weisen oft eine hohe Artenvielfalt auf. Doch diese Flächen sind meist begrenzt. Das Projekt „Urban NBS“ entwickelt Handlungsempfehlungen und konkrete Maßnahmen, um Kommunen bei der Förderung von biologischer Vielfalt im städtischen Raum zu unterstützen.

 

Outdoor-Unterricht

Vier Tage lernen mit allen Sinnen: Das AOK-Schulprojekt Projekt „natürlich erleben“ bietet Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klassen einen erlebnisorientierten Unterricht draußen in der Natur. An vier Projekttagen stehen für die Klassen Natur- und Umweltbildung, Bewegung, Entspannung und Reflexion in der Natur im Mittelpunkt. Statt Mathe und Englisch heißen die Fächer dann „Moorpfad“ oder „Hütten bauen“.

Wälder für den Klimawandel fitmachen

Die Wälder in Deutschland sind gefährdet: Aktuelle Prognosen sagen für Teile des Landes zukünftig länger anhaltende Trockenperioden voraus. Das Projekt „Fit für den Klimawandel“ der NABU Naturschutzstation Münsterland und des Landesbetriebs Wald und Holz NRW bereitet die Wälder in Feuchtgebieten im Süden von Münster auf die sich ändernden Klimabedingungen vor.

Guck mal, wer lebt im Wald?

Der Naturführer der Deutschen Wildtierstiftung bringt Kindern zwischen vier und sechs Jahren die Bewohner des Waldes näher. Anhand von Bildern und Symbolen können sich die Kinder die Merkmale von zehn Waldtieren selbst erschließen. Der Naturführer kommt ganz ohne Text aus und eignet sich damit auch für Kinder ohne Deutschkenntnisse sowie für Menschen mit Behinderungen. 

Mehr Lebensraum für Europas größte Schlange

Die Äskulapnatter ist die größte Schlange Europas. In Deutschland ist sie vom Aussterben bedroht. Der Rheingau ist eines der letzten Verbreitungsgebiete der bis zu zwei Meter großen Schlange. Um die bedrohte Natter zu schützen schaffen Naturefund und das Naturschutzhaus Wiesbaden ein über 3000 Quadratmeter großes Schutzgebiet in Wiesebaden-Frauenstein.

Eine bunte Wildblumenwiese inmitten von Schleswig-Holstein. | ©Björn Rickert

Ein Stadtfuchs auf dem Weg zu seinem Bau | ©Sven Meurs

Die Faszination für Natur kann auch an mystischen Herbsttagen wie diesem geweckt werden. | ©VDN/Gerhard Albicker

Aus Löwenzahn flechten die Kinder nicht nur Kränze, sondern bereiten auch schmackhaften Honig aus den Blüten. | ©Projektträger

Die Biotoppflegerinnen Paula und Rosa | ©Projektträger

Auch das Kräuterbeet im Kulturgarten Lüneburg ist bunt. | ©Robin Dirks

Teich im Grünzug am Schlosshofbach in Bielefeld. | ©Arnt Becker, Stadt Bielefeld

Toolbox für die vier Projekttage | ©Projektträger

Die feuchten Wälder im Münsterland haben wichtige Klimafunktionen. | ©Projektträger

Der Naturführer „Guck mal, wer lebt im Wald?“ | ©Projektträger

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