IPBES-Bericht – Weltweit 1 Million Arten vom Aussterben bedroht

Am 6. Mai hat der Weltbiodiversitätsrat IPBES nach mehrtägigen Beratungen in Paris eine 39 Seiten umfassende Kurzfassung seines Berichts zum weltweiten Zustand der Biodiversität veröffentlicht.

Demnach sind weltweit eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Die Rate des Artensterbens ist zehn bis hundert Mal höher als im Durchschnitt der vergangenen 10 Millionen Jahre und wächst weiter, so der Bericht. Wichtiger Faktor für das Artensterben sind neben der Bevölkerungszunahme, Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung auch die Auswirkungen einer zu wenig nachhaltigen Landwirtschaft. 

 

Der Bericht wurde in den vergangenen drei Jahren von 145 Autoren aus 50 Ländern und Beiträgen weiterer 310 Expertinnen und Experten erstellt. Er bewertet die Veränderungen der Biodiversität und Ökosystemleistungen in den letzten fünf Jahrzehnten und zeichnet ein umfassendes Bild der Beziehungen zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und ihren Auswirkungen auf die Natur. Der Bericht liefert damit erstmals eine umfassende wissenschaftliche Grundlage für politische Entscheidung und ein neues UNO-Rahmenprogramm zur Bewahrung der biologischen Vielfalt.  

 

Prof. Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Umweltforschungszentrum Halle äußert sich als einer der beteiligten deutschen Wissenschaftler zu den Ergebnissen der Studie:„Ökosysteme, Arten, Wildpopulationen, lokale Sorten und Rassen domestizierter Pflanzen und Tiere schrumpfen, verschlechtern sich oder verschwinden. Das wesentliche, miteinander verbundene Netz des Lebens auf der Erde wird immer kleiner und zerfetzt immer mehr. Dieser Verlust ist eine direkte Folge menschlicher Aktivitäten und stellt eine direkte Bedrohung für das Wohlergehen des Menschen in allen Regionen der Welt dar.“

 

Eine Kurzfassung der Ergebnisse des Berichts finden Sie hier.

Der IPBES-Bericht liefert wissenschaftliche Grundlagen für politische Entscheidungen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt. | © IPBES

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