Flurfunk – Neues aus dem Wald

Wald ist für viele Natur schlechthin. Aus der Wissenschaft kommen nun neue Erkenntnisse zur Bedeutung der Artenvielfalt in Wäldern sowie zur Anpassungsfähigkeit von Bäumen im Klimawandel.

Artenreiche Wälder sind leistungsfähiger

Wir haben es an dieser Stelle schon mehrfach berichtet und nun hat eine große internationale Studie es auch für Wälder bestätigt: Je artenreicher ein Ökosystem, desto leistungsfähiger ist es auch. Untersucht wurden Wälder in verschiedenen Klimazonen und sechs europäischen Ländern. Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums empfehlen dringend, Wälder artenreich zu gestalten. Möglich ist das u. a., indem die natürliche Verbreitung der Samen und der Jungwuchs gefördert, weitere Arten angepflanzt werden. In der Praxis sieht das bislang oft anders aus: Hier gibt es eher einen Trend zur Vereinheitlichung.

 

Zur Meldung beim Senckenberg Institut.

 

Bäume anpassungsfähiger als bisher vermutet

Bäume scheinen sich doch recht gut an einen Temperaturanstieg anpassen zu können, wie er im Zuge des Klimawandels erwartet wird. Bisher ging man davon aus, dass Bäume mehr CO2 abgeben würden und nicht mehr so viel davon binden. Forscher der Uni Minnesota machten hierzu eine Langzeitstudie unter realistischen Bedingungen: Im Wald simulierten sie steigende Temperaturen und beobachteten, wie viel mehr CO2 die Bäume abgaben. Anstelle der erwarteten +25 % waren es nur +5 %. Die Bäume haben ihren Stoffwechsel also angepasst. Zumindest die positive Klimaleistung von Wäldern der mittleren und höheren Breiten dürfte daher annähernd gleichbleiben. Wie jedoch (Sub-)Tropenwälder reagieren, ist bisher noch unerforscht.

 

Artikel beim Deutschlandfunk lesen.

Der Wald ist anpassungsfähiger als gedacht und leistungsfähiger, wenn hier mehr Arten leben. | ©Heinrich Linse / pixelio.de

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