Flüsse im Fokus: Gewässertyp des Jahres und neues Projekt zur biologischen Vielfalt

Donau, Rhein, Weser, Main, Neckar und Elbe (oder Abschnitte von ihnen) gehören zu den kiesgeprägten Strömen, dem Gewässertyp des Jahres 2016. Die Mulde, ein Nebenfluss der Elbe, steht im Mittelpunkt des Revitalisierungsprojekts „Wilde Mulde“ aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt.

Kiesgeprägte Ströme – Gewässer des Jahres 2016

Das Umweltbundesamt (UBA) hat die kiesgeprägten Ströme zum Gewässertyp des Jahres ernannt, weil es darauf aufmerksam machen will, dass Bund, Länder und Verbände für einen erfolgreichen Gewässer- und Auenschutz zusammenarbeiten müssen. Vor allem ausgedehnte Auen, die charakteristisch für diesen Gewässertyp sind, können sehr artenreich sein – im Naturzustand. Derzeit gibt es nur noch 10–20 % der ursprünglichen Auen. Durch gezielten Schutz könnten diese wieder zu Hotspots der biologischen Vielfalt werden.

 

Revitalisierung der Mulde

Das Projekt „Wilde Mulde“ unter der Leitung des WWF will den Unterlauf des Elb-Nebenflusses Mulde in Sachsen-Anhalt revitalisieren und dabei die natürliche Dynamik wiederherstellen. Neue Erosions- und Ablagerungsprozesse werden in Gang gesetzt. Dabei entstehen naturnahe Strukturen und neue Lebensräume für zahlreiche Arten.

 

Infos zum Gewässertyp des Jahres 2016 beim UBA. Zur Beschreibung des Projektes „Wilde Mulde“ auf der Website zur Forschung und Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. 

Totholz am Ufer – eine Maßnahme zur Revitalisierung des Unterlaufs der Mulde. | ©Projektträger

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