... dass Algen sehr produktive Impfstofffabrikanten sind?

Zur Produktion medizinischer Wirkstoffe werden häufig Pflanzen herangezogen (Molecular Pharming), z. B. Mais oder Kartoffeln. Forscher wollen hierfür nun auch Algen nutzen. Diese brauchen weniger Ressourcen und wachsen schnell. Erprobt wurden die Abläufe mit einem potenziellen AIDS-Impfstoff.

Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie haben nach einer ressourcenschonenden Alternative zu Bakterien, Hefe und Nutzpflanzen gesucht, um Medikamente herzustellen. Der Grund: Kartoffeln und Co. werden als Nahrungs- bzw. Futtermittel benötigt. Und sie brauchen viel Pflege und Anbaufläche. Algen hingegen sind anspruchslos.

 

Dem Forscherteam ist es gelungen, einen Algenstamm von Chlamydomonas reinhardtii zu schaffen, der fremde Gene besser lesen kann. In diesen wurde ein Protein-produzierendes Gen integriert, das zu einem AIDS-Impfstoff beitragen könnte. Die Alge war danach in der Lage, das Protein anzureichern. Falls das Verfahren erfolgreich ausgebaut wird, würde das durch die schnellere und effizientere Produktion in der Alge die Kosten für die Arzneimittelherstellung senken.

 

Mehr zu Algen als Impfstoffproduzent lesen – beim Max-Planck-Institut

Testsituation mit der einzelligen Alge Chlamydomonas reinhardtii | ©Rouhollah Barahimipour

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