Das Birkwild in der Rhön

Die Wiederansiedelung des Birkhuhns als Leitart im Naturschutzgebiet „Lange Rhön“ hat sich das Projekt „Birkwild in der Rhön“ zur Aufgabe gemacht. Nun wurde es als Projekt der UN-Dekade ausgezeichnet. Das Projekt selbst gibt es schon seit den 70er Jahren und wurde beständig weiterentwickelt.

Die Anforderungen an einen passenden Lebensraum für das Birkhuhn sind so vielfältig wie anspruchsvoll. Sie benötigen ganzjährig ein großes Areal mit viel Deckung und wenig Störung, artenreiche Bergwiesen, die spezielle Insekten anlocken, beerentragende Zwergsträucher als Nahrungsquelle sowie eine geringe Dichte an Fressfeinden in Herbst und Winter. Diesen anspruchsvollen Aufgaben stellt sich das Projekt „Birkwild in der Rhön“ und sorgt mit zahlreichen Maßnahmen für die Schaffung passender Lebensräume: Fichtenriegel werde für eine offene Landschaft geräumt, eine mosaikartige Bewirtschaftung von Bergwiesen initiiert, Besucher werden gezielt gelenkt und vieles mehr. So wird nicht nur die Population des Birkhuhns erhalten, sondern „nebenbei“ auch für den Erhalt zahlreicher weiterer Rote-Liste-Arten gesorgt. Wachtelkönig, Raubwürger, Karmingimpel, Orchideen und Arnika haben hier ebenfalls eine Heimat gefunden. So ist die „Lange Rhön“ zu einem Hotspot der biologischen Vielfalt geworden.

Eine ausführliche Projektbeschreibung finden Sie hier sowie auf der Seite der Wildland Stiftung Bayern.

Wiesenlandschaft in der Rhön | © Wildland Stiftung Bayern

Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld