Biodiversität in Städten: Pläne, Prozesse und Projekte

Wie können Kommunen ihre Städte über das richtige Grünflächenmanagement vielfältiger machen? Wie kann man Stadtkinder für Natur begeistern? Wie wild können Städte sein? Antworten auf diese Fragen geben neue Projekte und Publikationen rund um das Thema Natur in der Stadt.

Viele davon stehen in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Grünbuch des Bundesumweltministeriums oder der Charta „Zukunft Stadt und Grün“. Neben der biologischen Vielfalt geht es dabei um mehr Lebensqualität durch Stadtgrün. 

 

Kinder zu Naturfans machen

 

Das Modellprojekt „Naturerfahrungsräume in Großstädten am Beispiel Berlin“ erforscht noch bis 2018 wie man Kindern in Großstädten den Zugang zur Natur ermöglichen kann. Anfang Juni waren die ersten Flächen fertig, auf denen Berliner Kinder nun Natur für sich entdecken können. Eine positive Mensch-Natur-Beziehung ab dem Kindesalter kann dazu führen, dass Natur im Erwachsenenalter mehr geschätzt und geschützt wird. 

Meldung beim Bundesamt für Naturschutz lesen

 

Broschüre „Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt“

 

Stadtgrün steht auch in direktem Zusammenhang mit Sozialem und Gesundheit. Die neue Broschüre des Bundesumweltministeriums (BMUB) verdeutlicht die Verbindungen der Themen und will das Bewusstsein dafür steigern. Gute Beispiele aus der Praxis sollen zum Mitmachen anregen.

Zur Meldung und zum Download der Broschüre beim BMUB. 

 

Projekt will Label für Stadtgrün entwickeln

 

Neu im Bundesprogramm Biologische Vielfalt ist das Projekt „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“. Ziel ist es, Städte und Gemeinden zu motivieren, ihre Frei- und Grünflächen naturnah zu gestalten. Mithilfe eines Labels sollen einheitliche ökologische Standards hierfür entwickelt werden. Das Labelling-Verfahren wird zunächst in 5 Pilotkommunen erprobt. 

Zur Projektbeschreibung auf der Website der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. 

 

Für mehr Wildnis in der Stadt

 

Ebenfalls ein Neuzugang im Bundesprogramm Biologische Vielfalt: „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“. Im Mittelpunkt des Projekts steht das Anliegen, ein neues ästhetisches Leitbild zu entwickeln. Dieses soll die Akzeptanz wilder (= extensiv bewirtschafteter) Flächen in der Stadt steigern. Vorerst darf sich Stadtwildnis in den drei Modellstädten Frankfurt a. M., Hannover und Dessau-Roßlau entwickeln. 

Mehr zum Projekt erfahren – auf der Website der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt.

Natur im Stadtgebiet steigert die Lebensqualität. | ©Stadt Wernigerode

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