Vielfalt News Nr. 71 | 31. Juli 2014

Begrüßung

Liebe Leserinnen und Leser,

Heute berichten wir über die folgenden Neuigkeiten: Das Bundesumweltministerium fördert die Biotopvernetzung für wandernde und durch den Klimawandel bedrohte Tierarten in Costa Rica. Zwei globale Konsortien wurden ausgewählt, um bis Ende 2015 ein Rahmenwerk für die Bewertung von Naturkapital in Unternehmensbilanzen zu erstellen. Die Anrainerstaaten des Nordostatlantiks wollen mit einem Aktionsplan gemeinsam gegen die Vermüllung der Meere vorgehen.

Ausgezeichnet wurden in den letzten Wochen außerdem vier neue UN-Dekade-Projekte und ein neuer UN-Dekade-Beitrag: In Hessen sorgen NABU, Land und die Stiftung Hessischer Naturschutz dafür, dass an privaten und öffentlichen Gebäuden neue Quartiere für Fledermäuse entstehen. Pädagogen von der Hochschule Heidelberg begeistern Schülerinnen und Schüler mittels neuer Medien und durch Experimente vor Ort für heimische Moore. Im Niedersächsischen Landkreis Northeim schaffen Ehrenamtliche mit einem neuartigen Konzept von Pflegearbeiten und Wildniszyklen eine hohe biologische Vielfalt auf kleinem Raum. In Baden-Württemberg setzt sich der ehrenamtliche Arbeitskreis Brunnengraben Mengen für den Naturschutz entlang eines Fließgewässers und für eine entsprechende Bewusstseinsbildung bei den Schülerinnen und Schüler des Ortes ein. Der BUND versorgt rund 10.000 Kinderbetreuungsstätten mit Wildblumensamen und kindgerechten Bildungsmaterialien, um die "Biene Maja" und ihre wilden Verwandten, die Wildbienen, zu unterstützen.

Unter Termine und Publikationen berichten wir heute über die erste von drei UN-Dekade-Veranstaltungen, die am 27. Juni in Osnabrück stattfand. Gerne können Sie sich noch für die kostenfreien Folgeveranstaltungen im Herbst in Leipzig oder Stuttgart anmelden. Zusätzlich möchten wir Sie aufmerksam machen auf das UN-Dekade-Faltblatt mit Tipps für Konsumentinnen und Konsumenten. Wussten Sie schon, dass Biowachse eine vielversprechende Alternative zu Mikroplastik sind? Dass das Fleisch von Bio-Weiderindern einen sehr hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweist? Dass Honigbienen berufsabhängige Schlafplätze haben und wie Sie Wildbienen unterstützen können?

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Herzliche Grüße,

Dr. Natalie Bergholz
für das UN-Dekade-Team

Neues zur biologischen Vielfalt

  • 25.07.14. Das Bundesumweltministerium fördert ein neues Projekt zur Erhaltung der einzigartigen Naturwelt und biologischen Vielfalt in Costa Rica mit bis zu 6 Millionen Euro. Costa Rica hat sich zum Ziel gesetzt, als eines der ersten Länder die Ziele des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt zu erreichen. Es verfügt über eine Vielzahl verschiedener Mikroklimazonen und eine Fülle unterschiedlicher Ökosysteme. Das kleine Land, das ungefähr so groß ist wie Niedersachsen, gehört zu den artenreichsten Ländern der Erde. Seine reiche Naturwelt und biologische Vielfalt ziehen jährlich rund 1,5 Millionen Touristen an. Rund ein Viertel der Landesfläche steht bereits unter Naturschutz. Die etwa 160 Schutzgebiete, die über das ganze Land verteilt sind, umfassen Küstenstreifen, Inseln, Regen-, Nebel- und Trockenwälder, Vulkane, Reliefs, Flüsse und Wasserfälle. Eine Herausforderung stellt die Vernetzung dieser Gebiete dar. Bestimmte Tierarten wandern im jährlichen Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit, andere sind in isolierten Lebensräumen durch den Klimawandel bedroht. Für diese Arten sollen durch eine bessere Biotopvernetzung Wanderkorridore entstehen, über die sie in neue Areale ausweichen können. Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt unterstützt Costa Rica dabei. Die Projektpartner erarbeiten Richtlinien und Verfahren zur Ausweisung von Ökokorridoren und zur Identifizierung von Schutzmaßnahmen. Die lokalen Verwaltungen, die Bevölkerung, die Privatwirtschaft, landwirtschaftliche Produzenten und Waldbesitzer werden in die Planungsprozesse eingebunden. Zudem sollen nachhaltige Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung der Maßnahmen entwickelt werden (Quelle: BMUB).
  • 08.07.14. Der Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung und die Internationale Vereinigung für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (International Union for Conservation of Nature, IUCN) wurden ausgewählt, um den Wert von natürlichen Ressourcen und Ökosystemsdienstleistungen für Unternehmen zu bilanzieren. Sie arbeiten dazu mit Partnern aus Wirtschaft, Wirtschaftsprüfung, Beratung, Finanzsektor und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Die Arbeitsgruppe unter Leitung des Weltwirtschaftsrates führt verschiedene Methoden, Systeme und Ideen zusammen, um bis Ende 2015 ein konsistentes Rahmenwerk für die Bewertung von Naturkapital in Unternehmensbilanzen zu erstellen. Die IUCN-geführte Gruppe erarbeitet zwei spezifische Leitfäden für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie für die Bekleidungsindustrie. Weitere Informationen zu diesem Prozess und den Beteiligten finden Sie in englischer Sprache hier. Unter Naturkapital versteht man den Wert der Natur, der auf der Nutzung von natürlichen Ressourcen beruht. Jedes Unternehmen hat Auswirkungen auf die Natur und ist gleichzeitig von ihr abhängig. Daher ist es im eigenen Interesse der Unternehmen, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen und die Zerstörung von Ökosystemen aufzuhalten.
  • 27.06.14. Die Anrainerstaaten des Nordostatlantiks wollen gemeinsam gegen die Vermüllung der Meere vorgehen. Dazu einigten sie sich auf einen "regionalen Aktionsplan". Er beinhaltet Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass künftig deutlich weniger Abfälle in den Nordostatlantik gelangen und ein Teil des bereits im Meer befindlichen Mülls entfernt wird. Zum Nordostatlantik gehört auch die Nordsee. Verpackungsmaterialien aus Kunststoff, die über Flüsse vom Land aus ins Meer gelangen, Abfälle an Stränden, herrenlose Fischereigeräte und Abfälle aus der Schifffahrt tragen zur Vermüllung der Meere bei. Die Abfallmengen in den Meeren werden derzeit auf über 100 Millionen Tonnen geschätzt. Dreiviertel dieses Mülls besteht aus Kunststoffen, deren Abbau Jahrhunderte benötigt. Millionen Seevögel und weitere rund 100.000 Meereslebewesen kommen jährlich um, weil sie durch Plastikteile ersticken oder verhungern. Zudem schaden ihnen die giftigen Nebenprodukte, die das Plastik beim Zersetzen entwickelt. Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Gunther Adler betonte: “Die ständig zunehmende Vermüllung stellt eine massive Bedrohung für unsere Meeresökosysteme dar. Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit konkreten Schritten der Bekämpfung des Mülls widmen. Der regionale Aktionsplan ist ein wesentlicher sichtbarer Schritt in die richtige Richtung.“ Zu den beschlossenen Maßnahmen gehören die angemessene Entsorgung von Schiffsabfällen in Häfen und die Reduktion des Einsatzes von Mikroplastik. Zu den Reinigungsmaßnahmen zählt vor allem die Fishing-For-Litter-Initiative, bei der Fischer mit ihren Netzen aufgefangenen Abfälle nicht wieder über Bord werfen, sondern in den Häfen entsorgen. Aus Sicht der Bundesregierung ist zudem die geordnete Abfallentsorgung an Land wesentlich für die Verringerung des Meeresmülls. (Quelle: UBA 26.06.14 und 07.01.13).

UN-Dekade-Projekte und -Beiträge

  • Am 22. April zeichnete die hessische Umweltministerin Priska Hinz die Aktion "Fledermausfreundliches Haus" als offizielles UN-Dekade-Projekt aus. Dabei hob sie die nachhaltige Wirkung der seit acht Jahren gemeinsam vom NABU Hessen, dem Land Hessen und der Stiftung Hessischer Naturschutz durchgeführten Aktion hervor. „Ich finde es toll, dass wir mit der Familie Funke hessenweit schon über 800 Gebäude auszeichnen konnten. Mehr als die Hälfte der hessischen Fledermausarten ist auf Unterschlupfe in Kirchen, Schlössern, Klöstern, Mühlen, aber auch ganz normalen Wohnhäusern angewiesen.“ Die Ehrung "Fledermausfreundliches Haus" wird an Bürgerinnen, Bürger und Institutionen verliehen, die Fledermausquartiere an ihren Gebäuden anbieten und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der faszinierenden Flugsäuger leisten. So wie die Familie Funke, deren Haus eine Wochenstube von Zwergfledermäusen beherbergt, in der die Weibchen im Sommer ihre Jungtiere großziehen. Der Biologe und UN-Dekade-Botschafter Florian Möllers begrüßt die Aktion: „Durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume sind Fledermäuse zunehmend auf Verstecke und Ruheplätze in Dachstühlen oder in Hohlräumen von Gebäuden angewiesen. Aufgrund von Sanierungen und Abrissen werden diese Quartiere jedoch immer seltener. Die Plakette "Fledermausfreundliches Haus" ist eine schöne Idee, um Hausbesitzer dafür zu belohnen, dass sie Fledermäusen unter ihrem eigenen Dach Unterschlupf gewähren.“ Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier.
  • Schülerinnen und Schüler mittels neuer Medien und durch Experimente vor Ort für die Natur zu begeistern, das ist das Ziel der "Expedition Moor" unter der Leitung von Professor Ulrich Michel von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seine Kolleginnen und er freuten sich am 30. April sehr über die Auszeichnung ihres Vorhabens als UN-Dekade-Projekt: „Wir wollen dazu beitragen, die biologische Vielfalt - die immerhin unsere natürliche Lebensgrundlage ist - zu beschützen. Dafür müssen wir insbesondere bei den jungen Menschen ein nachhaltiges Bewusstsein für ihren Wert vermitteln“, erklärt Professor Ulrich Michel. „Die Auszeichnung zeigt, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind!“ Das Ziel der Wissenschaftler liegt auch dem Jugendbotschafter und Moorexperten Justin Müller sehr am Herzen: „Moore sind einzigartige Ökosysteme mit einer erstaunlichen biologischen Vielfalt. Ich finde es deshalb wichtig, dass schon junge Menschen für ihre Bedeutung sensibilisiert werden. Den Einsatz neuer Medien, wie zum Beispiel Smartphones in Kombination mit einer Expedition ins Moor, finde ich einen tollen und innovativen Ansatz, um Schülerinnen und Schüler an das Thema heranzuführen und für die freie Natur zu begeistern. Es freut mich, dass das Projekt die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt erhält und ich gratuliere allen Beteiligten!“ Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier.
  • Im Landkreis Northeim wird seit 15 Jahren ein neuartiges Naturschutzkonzept auf kleinen Flächen innerhalb der intensiv genutzten Landwirtschaft umgesetzt. Pflegeeingriffe zur Erhaltung besonders artenreicher Entwicklungsstadien werden mit kleinen Wildniszyklen, während der sich die Natur ohne menschliche Eingriffe entwickeln kann, kombiniert. Die Pflegearbeiten werden von ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für allgemeine und angewandte Ökologie e. V. und weiteren Ehrenamtlichen durchgeführt. Auch Kinder und Jugendliche werden eingebunden. Die engagierten Akteure zeigen mit ihrem am 8. Mai ausgezeichneten UN-Dekade-Projekt "Schaffung von Biodiversitätszentren", wie sich mit vertretbarem Aufwand eine hohe strukturelle und biologische Vielfalt auf kleinem Raum entwickeln lässt. Die Projektleiterin der UN-Dekade-Geschäftsstelle, Dr. Ute Magiera, beglückwünschte die Freiwilligen herzlich zu ihrem Einsatz: „Mit der Kombination von gezielten Pflegeeingriffen und längeren Zyklen, in denen die Natur sich selbst überlassen bleibt, verfolgen Sie einen innovativen Pflegeansatz bei der Betreuung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen. Dadurch wird nicht nur die Biodiversität der Kulturlandschaft aufrechterhalten, sondern auch der Boden geschützt und das Landschaftsbild bereichert. Ich hoffe, dass die Erfahrungen dieses nachhaltigen Flächenmanagements auf viele weitere Flächen übertragen werden.“ Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier.
  • Am 8. Mai übergab die Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer dem Arbeitskreis Brunnengraben Mengen die offizielle Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt. Seit 2006 setzen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Mengen unter der Leitung von Leonhard Siegwolf und Caspar von Fürstenberg gemeinsam für den Naturschutz entlang des Fließgewässers Brunnengraben ein. Unterstützt werden sie sowohl von der Gemeinde Schallstadt als auch von den Ortsverbänden der Naturschutzverbände NABU und BUND. Durch gemeinsame Aktionen mit dem Arbeitskreis lernen auch die Schülerinnen und Schüler aus Mengen die biologische Vielfalt vor Ort kennen, schätzen und schützen - beispielsweise beim Anlegen eines Naturlehrpfades, einer Kräuterspirale und einer Streuobstwiese. Dieser Einsatz begeisterte nicht nur die Jury, sondern auch Angela Krumme aus der UN-Dekade-Geschäftsstelle: „Der Arbeitskreis ist ein erfolgreiches Beispiel, wie die Zusammenarbeit von Gemeinde, formalen Bildungseinrichtungen und tatkräftiger Verbandsarbeit zu Gunsten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt Früchte tragen kann. Getragen durch das Engagement der Bürger wurde hier eine vorbildhafte Renaturierung entlang eines Bachlaufes geschaffen, die der Feldlerche, der Helm-Azurjungfer oder dem Laubfrosch wieder ein Zuhause anbietet. Die Geschäftsstelle gratuliert sehr herzlich zur Auszeichnung!“ Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier.
  • Neu ausgezeichnet wurde am 3. Juni auch ein vorbildlicher UN-Dekade-Beitrag: "Dings... Maja Vergiss die Bienen nicht – wir brauchen sie." So steht es auf den 10.000 Samentütchen mit Wildblumensamen, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und "Die Biene Maja" im Mai an rund 10.000 Kindergärten und Kindertagesstätten verschickten. Die nektarreichen Blüten der ausgesäten Wildblumen bieten wichtige Nahrung für Honigbienen und Wildbienen. Zugeschickt wurden den Einrichtungen außerdem kindgerechte Bildungsmaterialien rund um die Biene Maja und ihre wilden Verwandten, die Wildbienen. Während von der Honigbiene wohl jedes Kind zumindest weiß, sind die Wildbienen noch wesentlich unbekannter. Sie sind jedoch für die Bestäubung vieler Blütenpflanzen und damit für die heimische biologische Vielfalt überaus wichtig. Leider ist über die Hälfte der deutschen Wildbienenarten bedroht - besonders durch Monokulturen, Lebensraumvernichtung und Pestizideinsatz. Die Kinder erfahren, dass jeder einzelne einiges für ihren Schutz tun kann. Neben der Entscheidung für ökologisch angebaute Lebensmittel ist das vor allem wildbienenfreundliches Gärtnern und das Bereitstellen von Nisthilfen. Worum es dabei geht, warum es wichtig ist, dass es kinderleicht sein kann und wie man es anstellt, das alles zeigen die Bildungsmaterialien, die kostenlos von der BUND-Webseite heruntergeladen werden können. Mehr über diesen Beitrag erfahren Sie hier.

Termine und Publikationen

  • Über fünfzig Akteure aus den Bereichen UN-Dekade-Projekte, Politik, Naturschutz und Unternehmen trafen sich am 27. Juni in Osnabrück zur ersten der drei UN-Dekade-Veranstaltungen. In Diskussionen, Workshops und der Ausstellung von UN-Dekade-Projekten wurden Erfahrungen rund um die biologische Vielfalt ausgetauscht. Am Vormittag berichtete Dr. Christiane Schell vom Bundesamt für Naturschutz über den aktuellen Stand der Umsetzung der UN-Dekade und Henning Osmers führte als Umweltmanager von Lebensbaum aus, wie ein Unternehmen im Sinne der biologischen Vielfalt wirtschaften kann. Anschließend wurden die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion, Dr. Christiane Schell, Henning Osmers, Dr. Thomas Hövelmann (NABU-Station Münsterland) sowie die UN-Dekade-Botschafterin und Unternehmerin Sarah Wiener, nach den Chancen und Herausforderungen eines naturverträglichen Konsums befragt. Die Teilnehmenden hielten insbesondere die starke Orientierung der Konsumenten am Preis für ein Problem, solange die Kosten für Umweltschäden bei der Preisgestaltung von Produkten nicht berücksichtigt werden. Seitens der Verbraucherinnen und Verbraucher setzen sie daher auf mehr Aufklärung und Bewusstseinsbildung, etwa durch frühe Naturerfahrungen und eine Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Teilnehmenden sahen zudem sowohl die Politik in der Pflicht, die Weichen für ein nachhaltiges Wirtschaften zu stellen, als auch die Unternehmen in der Verantwortung, naturverträglich zu produzieren. Nach der Podiumsdiskussion zeichnete Sarah Wiener zwei neue UN-Dekade-Projekte aus. Die Kölner GartenClubs des Vereins Querwaldein gestalten mit Kindern und Jugendlichen Gemeinschaftsbeete in der Stadt und kultivieren dabei auch seltene einheimische Gemüsesorten. Je nach Jahreszeit wird in den Gartenclubs gepflanzt, gesät und gejätet und die Ernte gemeinsam verspeist. Sarah Wiener begrüßte diesen Ansatz zur Bewusstseinsbildung der urbanen Jugend: „Die Kinder haben Spaß und Bewegung an der frischen Luft und lernen, dass sie selbst aktiv etwas zum Naturschutz beitragen können.“ Ausgezeichnet wurde auch der Einsatz der Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald für die Kirschsortenvielfalt. Der seit dem 16. Jahrhundert betriebene Kirschanbau in der Region hatte im Laufe der Jahre immer stärker an Bedeutung verloren. Nun erleben mehr als 300 Kirschsorten, die teilweise als verschwunden galten, ihre Rückkehr. Begleitet wird das Projekt von Lehrpfaden, Veranstaltungen und der Vermarktung der traditionellen Früchte in der Region. Profi-Köchin Sarah Wiener freut sich: „Kirschbäume verzaubern mit ihrer Blütenpracht jedes Frühjahr unsere Landschaft. Die Früchte schmecken toll in Chutneys, als Marmelade, in Form von Kirschwein oder ganz einfach pur.“ In drei parallelen Workshops hatten die Teilnehmenden der Konferenz anschließend die Möglichkeit, weitere Kompetenzen für ihre eigenen Projekte zu erwerben. So erfuhren sie im Workshop zur Umweltethik von Dr. Uta Eser, wie sich Themen rund um die biologische Vielfalt mit verschiedenen Argumentationstypen begründen lassen. In dem Workshop zur Gewinnung von Sponsoring-Partnerschaften von Hans-Christoph Neidlein lernten sie den Unterschied zwischen Sponsoring und Fundraising kennen und erhielten einen Einblick darin, wie sich Sponsoring-Partner für eigene Ideen gewinnen lassen. Im Workshop zur Kampagnenarbeit von Prof. Markus Grosse Ophoff erarbeiteten sie Wege und Strategien für die Kommunikation ihrer Projekte und Themen. Weitere Informationen zu den UN-Dekade-Veranstaltungen einschließlich der Anmeldemöglichkeit für die kostenlose Teilnahme am 10.10.14 in Leipzig und am 07.11.14 in Stuttgart finden Sie hier.
  • In dem Faltblatt der UN-Dekade Biologische Vielfalt zum aktuellen Schwerpunktthema "Vielfalt nutzen - die Angebote der Natur" finden Verbraucherinnen und Verbraucher Tipps für einen naturverträglichen Konsum. Sie erfahren, was sie im eigenen Alltag zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt, unserer Lebensgrundlage, beitragen können. Angefangen beim Einkauf saisonaler und regionaler Lebensmittel über den Urlaub in Deutschland oder anderen europäischen Ländern, die mit Fahrrad oder Zug erreichbar sind, reichen die Vorschläge bis hin zu bunten Bienenweiden und Nisthilfen im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon. Auch ausgewählte UN-Dekade-Projekte zu diesen Themen wie "Deutschland summt!" und "Fahrtziel Natur" werden vorgestellt und vier UN-Dekade-Botschafterinnen und -Botschafter berichten, was sie selbst für die biologische Vielfalt tun. Der Kinderreporter Willi Weitzel erklärt beispielsweise: „Wenn ich in der Natur spazieren oder wandern gehe, habe ich immer einen Müllsack dabei und sammle alles auf, was nicht in die Natur gehört, so Sachen wie Flaschendeckel, Zigarettenkippen oder Getränketüten. Das ist eine echte Lebensaufgabe, aber wenn alle mithelfen würden, könnten wir unseren heimischen Tieren und Pflanzen bessere Verhältnisse bieten.“ Zu guter Letzt geben Links zu Labeln und Qualitätssiegeln eine Orientierungshilfe für den Einkauf von Produkten, die mit Rücksicht auf die biologische Vielfalt und soziale Aspekte erzeugt wurden. Das Faltblatt ist hier in digitaler Form erhältlich und kann über dekade-biologische-vielfalt@dbu.de kostenlos in der Print-Version bestellt werden.

„Wussten Sie schon, dass…?“

  • ... Biowachspartikel als Alternative zu Mikroplastik in Kosmetikprodukten in Frage komme? Mikroplastik ist leider im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Die kleinen Plastikkügelchen sind aber nicht nur in Zahncremes sondern auch in Dusch- und Waschgelen, Gesichtscremes und Peelings zu finden. Sie können in Kläranlagen nur schwer herausgefiltert werden und gelangen mit dem Abwasser in Flüsse, Seen und Meere. Wenn die winzigen Plastikpartikel hier von den Wassertieren verschluckt werden, können sie dazu führen, dass diese bei vollem aber nur mit Plastik gefülltem Magen verhungern. Viele Kunststoffe geben beim Zersetzen zudem giftige Chemikalien frei und an den kleinen Teilchen lagern sich häufig Schadstoffe, etwa Insektizide, an. Nehmen Tiere diese belasteten Partikel auf, kann dies zu Entzündungen und Krankheiten führen. Letztlich geraten die schädlichen Partikel auf Umwegen auch wieder in unsere Nahrungskette. Mikroplastik wurde schon in Honig, Trinkwasser und Bier nachgewiesen. Daher möchte die Kosmetikindustrie auf den Einsatz von Mikroplastik verzichten. Einige Firmen verwenden bereits neuentwickelte, umweltfreundlichere Partikel. Besonders vielversprechende Alternativen sind Bienenwachs, Karnaubawachs oder Candelillawachs. Sie sind nachwachsende Rohstoffe und – im Gegensatz zu Kunststoffen und Biokunststoffen – im Wasser relativ schnell biologisch abbaubar. Wer auf Mikroplastik verzichten möchte, sollte in der Liste der Inhaltsstoffe auf Angaben wie Polyethylen PE, Polypropylen PP oder Polyamid PA achten und entsprechende Produkte meiden. Gute Nachricht und Tipp zugleich: Benutzen Sie Naturkosmetik, denn darin ist Mikroplastik tabu. (Quellen: idw, Deutschlandfunk, scinexx, nachhaltigleben.de).
  • ... das Fleisch von Bio-Rindern gesünder ist? Das ist nun zumindest für die Weiderinder des Guts Klepelshagen im südöstlichen Mecklenburg-Vorpommern wissenschaftlich belegt. Die natürliche Ernährung der Bio-Rinder im Freien mit Klee, Kräutern und Gras anstatt mit Mais- oder Grassilage im Stall kommt nicht nur den Tieren zugute. Bei der Laboranalyse wurde in ihrem Fleisch eine bis zu dreifach höhere Konzentration der gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen. Diese Fettsäuren senken das Risiko für Herzerkrankungen, gelten als vorbeugend in der Krebsprophylaxe und bei Übergewicht, sind wichtige Komponenten beim Aufbau der Zellmembranen und beeinflussen zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper positiv. Sie werden bislang vor allem mit dem Verzehr von Seefisch in Zusammenhang gebracht. Dass auch Bio-Rinder in so hohem Maße Träger der lebenswichtigen Fettsäuren sind, überrascht Ernährungsexperten. (Quelle: idw).
  • ... Honigbienen nicht nur unterschiedliche Aufgaben sondern auch unterschiedliche Schlafplätze haben? Waben in Stand halten, die Königin füttern, Nektar sammeln – in einem Bienenstock sind die Aufgaben klar verteilt. Und dieser "Arbeitsplatz" bestimmt auch auf den Ort, an dem sich die Tiere regelmäßig schlafen legen. Junge Bienen, die im Inneren des Stocks arbeiten, gönnen sich dort mehrmals am Tag und in der Nacht ein kurzes Nickerchen. Ältere Sammelbienen, die regelmäßig auf Pollen- und Nektarsuche sind, suchen sich meist einen ruhigeren Schlafplatz am Rand der Waben. Ihre Ruhephasen verbringen die Insekten bisweilen in einer ungewöhnlichen Position: Sie klemmen sich zwischen zwei Waben und lassen Beine und Fühler nach unten hängen. Rund eine halbe Stunde lang können sie so regungslos verharren (Quelle: Spektrum.de). Schlafen müssen natürlich nicht nur Honig-, sondern auch Wildbienen. Die Honigbiene ist zwar der bekannteste Blütenbestäuber, würde diese Aufgabe aber niemals ohne eine Armada unterschiedlichster Wildbienen  erledigen können. Doch selbst früher allgegenwärtige Wildbienenarten finden heute kaum noch ausreichend Nistplätze und Blüten (Quelle: Spektrum.de). Bieten Sie diesen Tieren doch ein lauschiges Plätzchen in einem Bienenhotel in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon – am besten samt Bienenweide für ein nahrhaftes Frühstück. Wie das geht, lesen Sie zum Beispiel hier. Viele Wildbienenarten sind auf offene Bodenstellen und so genannte Pionierpflanzen angewiesen. Lassen Sie daher etwas Unordnung und offene Stellen im eigenen Garten zu. Pflanzen Sie bienenfreundliche, einheimische Arten wie Glockenblumen und Natternkopf oder lassen Sie einfach einen Gartenteil verwildern – Pionierpflanzen wie Disteln oder Königskerzen kommen dann ganz von selbst.

Bienenfresser im Flug © Franz Wierer
Bienenfresser im Flug © Franz Wierer
Biotopverbund ist nicht nur in Costa Rica ein wichtiges Thema. Die Stiftung Naturschutz und ihre Partner schaffen beispielsweise in Schleswig-Holstein Lebensraumkorridore für die auf durchgängige Gehölzstrukturen angewiesene Haselmaus. © Stiftung Natu
Biotopverbund ist nicht nur in Costa Rica ein wichtiges Thema. Die Stiftung Naturschutz und ihre Partner schaffen beispielsweise in Schleswig-Holstein Lebensraumkorridore für die auf durchgängige Gehölzstrukturen angewiesene Haselmaus. © Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Auch die Waldbewohnerin Wildkatze braucht Wanderkorridore. Diese errichten Naturschützer in dem UN-Dekade-Projekt "Rettungsnetz für die Wildkatze". © Thomas Stephan/BUND
Auch die Waldbewohnerin Wildkatze braucht Wanderkorridore. Diese errichten Naturschützer in dem UN-Dekade-Projekt "Rettungsnetz für die Wildkatze". © Thomas Stephan/BUND
Naturkapital Deutschland TEEB DE Einführungsbericht
Naturkapital Deutschland TEEB DE Einführungsbericht
Besonders Kunststoff-Abfälle belasten die Meere, da sie nicht verrotten. © Heike Scheub
Besonders Kunststoff-Abfälle belasten die Meere, da sie nicht verrotten. © Heike Scheub
Sogenannte "Hemdchenbeutel" finden sich als Plastikmüll häufig an den Küsten und in den Meeren. © Francesca Schellhaas / photocase
Sogenannte "Hemdchenbeutel" finden sich als Plastikmüll häufig an den Küsten und in den Meeren. © Francesca Schellhaas / photocase
Edelstahlplakette für ausgezeichnete "Fledermausfreundliche Häuser" © NABU Landesverband Hessen e.V.
Edelstahlplakette für ausgezeichnete "Fledermausfreundliche Häuser" © NABU Landesverband Hessen e.V.
(V.l.n.r.): NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler, hessische Umweltministerin Priska Hinz, Katja und Markus Funke, Engagierte mit "Fledermausfreundlichem Haus" und Projektleiterin Petra Gatz. © NABU Landesverband Hessen e.V.
(V.l.n.r.): NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler, hessische Umweltministerin Priska Hinz, Katja und Markus Funke, Engagierte mit "Fledermausfreundlichem Haus" und Projektleiterin Petra Gatz. © NABU Landesverband Hessen e.V.
(V.l.n.r.:): Prof. Dr. Ulrich Michel (Projektleiter), Prof. Dr. Jäkle und Dr. Christina Fiene (Projektmitarbeiterin) freuen sich über die Auszeichnung von "Expedition Moor". © Universität Heidelberg
(V.l.n.r.:): Prof. Dr. Ulrich Michel (Projektleiter), Prof. Dr. Jäkle und Dr. Christina Fiene (Projektmitarbeiterin) freuen sich über die Auszeichnung von "Expedition Moor". © Universität Heidelberg
(v.l.n.r., 1. Reihe:) Fachbereichsleiter Ralf Buberti, Projektleiter Matthias Herkel, Mitarbeiterin Heike Langholz, (2. Reihe:) Frank Rethemeier (Landkreis Northeim), Klaus Meyenberg und Eckhardt Joecks (Langenholtensen) sowie Karl-Heinz Hagerodt (Landkre
(v.l.n.r., 1. Reihe:) Fachbereichsleiter Ralf Buberti, Projektleiter Matthias Herkel, Mitarbeiterin Heike Langholz, (2. Reihe:) Frank Rethemeier (Landkreis Northeim), Klaus Meyenberg und Eckhardt Joecks (Langenholtensen) sowie Karl-Heinz Hagerodt (Landkreis Northeim). © Institut für allgemeine und angewandte Ökologie e. V.
Auszeichnung des Arbeitskreises Brunnengraben Mengen (v.l.n.r.): Bürgermeister Jörg Czybulka, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Leonhard Siegwolf, einer der beiden Leiter des Arbeitskreises. © Arbeitskreis Brunnengraben Mengen
Auszeichnung des Arbeitskreises Brunnengraben Mengen (v.l.n.r.): Bürgermeister Jörg Czybulka, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Leonhard Siegwolf, einer der beiden Leiter des Arbeitskreises. © Arbeitskreis Brunnengraben Mengen
Das Poster "Dings...Maja" kann unter www.bund.net/dingsmaja kostenlos bestellt werden. © BUND
Das Poster "Dings...Maja" kann unter www.bund.net/dingsmaja kostenlos bestellt werden. © BUND
Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): UN-Dekade-Botschafterin Sarah Wiener, Dr. Thomas Hövelmann (UN-Dekade-Projekt "Artenreiche Feldflur") und Henning Osmers (Nachhaltigkeitsbeauftragter der Ulrich Walter GmbH, Lebensbaum). © Michael Münch
Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): UN-Dekade-Botschafterin Sarah Wiener, Dr. Thomas Hövelmann (UN-Dekade-Projekt "Artenreiche Feldflur") und Henning Osmers (Nachhaltigkeitsbeauftragter der Ulrich Walter GmbH, Lebensbaum). © Michael Münch
Angeregt tauschten sich die Teilnehmenden der UN-Dekade-Konferenz auf der Ausstellungsmesse „Markt der Vielfalt“ über ihre Projekte aus. © Michael Münch
Angeregt tauschten sich die Teilnehmenden der UN-Dekade-Konferenz auf der Ausstellungsmesse „Markt der Vielfalt“ über ihre Projekte aus. © Michael Münch
Auszeichnung der Kölner GartenClubs (v.l.n.r. Sarah Wiener, Stephan Weinand und Patricia Hoepp von den Kölner GartenClubs, Dr. Christiane Schell). © Michael Münch
Auszeichnung der Kölner GartenClubs (v.l.n.r. Sarah Wiener, Stephan Weinand und Patricia Hoepp von den Kölner GartenClubs, Dr. Christiane Schell). © Michael Münch
Auszeichnung der Hagener Kirschensortenvielfalt (v.l.n.r. Dr. Christiane Schell, Felizitas Wöhrmann, Dr. Anja Oetmann-Mennen, Bürgermeister Peter Gausmann, Jenny Menkhaus, Sarah Wiener). © Michael Münch
Auszeichnung der Hagener Kirschensortenvielfalt (v.l.n.r. Dr. Christiane Schell, Felizitas Wöhrmann, Dr. Anja Oetmann-Mennen, Bürgermeister Peter Gausmann, Jenny Menkhaus, Sarah Wiener). © Michael Münch
Faltblatt "Vielfalt nutzen - die Angebote der Natur" © UN-Dekade Biologische Vielfalt
Faltblatt "Vielfalt nutzen - die Angebote der Natur" © UN-Dekade Biologische Vielfalt
Primäres und sekundäres Mikroplastik landet über die Nahrungskette wieder auf unserem Teller. © Fraunhofer UMSICHT/Matthias Holländer
Primäres und sekundäres Mikroplastik landet über die Nahrungskette wieder auf unserem Teller. © Fraunhofer UMSICHT/Matthias Holländer
Der Genfer See - Idylle mit viel Plastikmüll. © Zacharie Grossen/ CC-by-sa 3.0
Der Genfer See - Idylle mit viel Plastikmüll.
© Zacharie Grossen/ CC-by-sa 3.0
Das Fleisch von Weiderindern hat einen sehr hohen Gehalt an langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die als aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr positiv bewertet werden. Durch die Beweidung kann zudem naturnahes Grünland erhalten werden, beispielsweise in
Das Fleisch von Weiderindern hat einen sehr hohen Gehalt an langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die als aus ernährungsphysiologischer Sicht sehr positiv bewertet werden. Durch die Beweidung kann zudem naturnahes Grünland erhalten werden, beispielsweise in dem UN-Dekade-Projekt "Günztal Weiderind". © Susanne Mölle, Kempten
Gehörnte Mauerbiene auf Krokus. Für die Wildbienen setzt sich beispielsweise der UN-Dekade Beitrag "Dings... Maja Vergiss die Bienen nicht – wir brauchen sie" ein. © S. Mösch/naturimdetail.de
Gehörnte Mauerbiene auf Krokus. Für die Wildbienen setzt sich beispielsweise der UN-Dekade Beitrag "Dings... Maja Vergiss die Bienen nicht – wir brauchen sie" ein. © S. Mösch/naturimdetail.de
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