Vielfalt News Nr. 65 | 17. April 2014

Begrüßung

Liebe Leserinnen und Leser,

ab nächster Woche finden Sie weitere Informationen, das Programm und die Anmeldemöglichkeit für die UN-Dekade-Veranstaltungen auf unserer Webseite.

Heute stellen wir Ihnen wieder einen der jungen Autoren des UN-Dekade-Blogs vor: Gerrit Öhm, Student und Naturschützer. Er gibt in seinen Beiträgen Tipps, wie wir selbst für die biologische Vielfalt aktiv werden können. Wir berichten über den dritten Teil des Weltklimaberichtes, der vorbeugende Maßnahmen gegen den Klimawandel behandelt. Zwei Stiftungen setzen sich für die Aufnahme von Kriterien für den Schutz der biologischen Vielfalt in relevante Siegel und Standards der Lebensmittelbranche ein. Eine Studie zeigt, wie durch gemischte Landnutzung sowohl Erträge gesteigert als auch die biologische Vielfalt erhalten werden können.

Wir stellen den ersten ausgezeichneten UN-Dekade-Beitrag, ein Entdeckerheft für den Berliner Volkspark Hasenheide vor. Auch zwei neue Projekte wurden ausgezeichnet: Die Marke Günztal-Weidrind fördert die extensive Weidewirtschaft von Auengrünland mit einer stark gefährdeten, regionalen Rinderrasse. Und im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald wird der Feuersalamander umfassend geschützt.

Unter Termine und Publikationen machen wir Sie heute auf einen Kurzfilm zu Fleischkonsum und Nachhaltigkeit, eine Posterreihe zum Leben im Wattenmeer sowie Bildungmaterialien zur "Industrienatur" aufmerksam. Wussten Sie schon, dass Ohrwurmgeschwister sich gegenseitig versorgen? Dass Heuschrecken sich vor der Schwarmbildung verwandeln und Sie Mücken im Dienste der Wissenschaft fangen können? Und kennen Sie die heilenden Kräfte der Rhododendren?

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Herzliche Grüße,

Dr. Natalie Bergholz
für das UN-Dekade-Team

UN-Dekade-Blogger: Gerrit Öhm

Heute stellen wir Ihnen wieder einen der zwölf jungen Menschen vor, die auf dem Blog der UN-Dekade Biologische Vielfalt schreiben. Die Faszination für die Vielfalt der Lebewesen motivierte Gerrit Öhm, sich bereits in jungen Jahren für den Naturschutz einzusetzen. Schon während seiner Schulzeit engagierten sich Gerrit und sein jüngerer Bruder Hannes Öhm in einer Naturkunde-AG. Zusammen leiteten sie auch ein örtliches Team der Sielmanns Natur-Ranger in Menslage bei Quakenbrück. „Der Leitsatz der Natur-Ranger - Naturschutz als positive Lebensphilosophie - wurde bald auch zu dem meinigen“, so Gerrit Öhm. Seit 2009 erfassen er und sein Bruder die heimische Tier-, Pflanzen- und Pilzarten vor ihrer Haustür in einer umfassenden Artenkartei. Über die Naturkunde-AG und das Sielmann-Team ließen sie Gleichaltrige an ihren Kenntnissen teilhaben. Für dieses Engagement zur Erfassung und Vermittlung der heimischen Artenvielfalt wurden Gerrit und Hannes Öhm 2012 von der UN-Dekade ausgezeichnet. Der heute 21-jährige Gerrit Öhm studiert inzwischen Biologie in Tübingen. „In der Initiative "Bunte Wiese" der Universität Tübingen kann ich mich weiterhin für die Anlage von Wildblumenwiesen einsetzen, nachdem ich mich zu Schulzeiten mit dem Projekt "Meine Wilde Wiese" im Artland, meiner Heimat, für diese stark gemacht habe“, freut sich der Student. Er ist Mitglied des Deutschen Jugendbundes für Naturbeobachtung, des Deutschen Jungforschernetzwerkes und der Jungen Systematiker, um sich mit anderen interessierten Jugendlichen und Studenten auszutauschen. Auf die Frage, weshalb er für den neuen UN-Dekade-Blog schreibt, bekräftigt Gerrit Öhm: „Mir ist es wichtig, das Bewusstsein für die Umwelt in unserer heutigen Gesellschaft zu stärken.“ In einem seiner Beiträge erklärt er daher, wie wichtig Wildblumenwiesen für bestäubende Insekten sind und wie solche Wiesen angelegt werden können. Darüber hinaus stellt er die studentische Initiative "Papierpilz" vor, über die einseitig bedrucktes Papier kreativ wiederverwertet wird. Die Beiträge von Gerrit Öhm sowie die Posts der anderen Blogger finden Sie hier.

Spezial: Der dritte Teil des neuen Weltklimaberichtes

Der dritte und abschließende Teil des fünften Berichtes vom Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) wurde am 13. April 2014 in Berlin vorgestellt. Während der erste Teil die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels behandelte und sich der zweite Teil mit den Auswirkungen auf Natur und Mensch sowie möglichen Anpassungen befasste, zeigt der dritte Teil auf, wie weitere Treibhausgasemissionen vermieden werden können. Klimaforscher Dr. Hans-Joachim Schellnhuber empfiehlt, vor allem den dritten Band genau zu lesen, in dem es um Maßnahmen geht, die den Klimawandel mildern können. „Der hat es in sich“, so der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

Laut dem aktuellen Bericht sind die Treibhausgasemissionen im letzten Jahrzehnt mit durchschnittlich 2,2 Prozent pro Jahr stärker gestiegen als in den drei vorhergehenden Dekaden – allen bisherigen Anstrengungen für den Klimaschutz zum Trotz. Schuld daran ist neben dem Wachstum der Weltbevölkerung vor allem das Wirtschaftswachstum. Das Autorenteam mit dem Co-Vorsitzenden Prof. Dr. Ottmar Edenhofer meint, dass der Schwenk zu einer CO2-armen Wirtschaft in den kommenden 15 Jahren vollzogen werden muss. Je länger gewartet wird, bevor entschlossene Maßnahmen ergriffen werden, desto schwieriger wird es, den Klimawandel gemäß dem internationalen Ziel auf 2 °C zu begrenzen, so die Autorinnen und Autoren. Die Emissionen müssten dann später umso stärker und schneller reduziert werden. Stiegen die Emissionen bis 2030 oder darüber hinaus, werde es technisch unmöglich oder unbezahlbar, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Durch Erreichen des 2 °C-Zieles sollen Ereignisse wie das Absterben des Amazonas-Regenwaldes oder das Auftauen von Permafrostböden verhindert werden. Solche Ereignisse würden zu massiven Treibhausgasemissionen und damit kaum vorhersehbaren oder beherrschbaren Folgewirkungen führen.

Der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen müsse bis zur Mitte des Jahrhunderts um 40 bis 70 Prozent sinken. Maßnahmen zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs können laut dem Bericht eine wichtige Rolle bei der Begrenzung des Klimawandels spielen. Der Ressourcenverbrauch kann beispielsweise durch energieeffizientere Produktionsprozesse, bessere Wärmedämmung von Gebäuden, sparsame Elektrogeräte oder den Umstieg von Auto- bzw. Lkw-Verkehr auf öffentlichen Verkehr gesenkt werden. Der Anteil an CO2-armen Technologien zur Stromerzeugung müsse bis zum Jahr 2050 um den Faktor drei bis vier steigen. Weltweit entfällt zudem etwa ein Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen auf die Landnutzung, insbesondere die Land- und Forstwirtschaft. Dr. Helmut Haberl, Institutsleiter für Soziale Ökologie in Wien und einer der Autoren des Berichtes, meint: „Die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten in Richtung eines verringerten Konsums tierischer Produkte wie Fleisch, und die Verringerung von Lebensmittelabfällen, können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Beim Ausbau der Bioenergienutzung ist Vorsicht geboten: Manche Optionen können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, andere jedoch die Treibhausgasemissionen sogar erhöhen, etwa wenn sie zu einer Entwaldung beitragen.“

Bezüglich der Frage nach den Kosten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen lautet das Fazit von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer: „Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten.“ Klimaschutz und Wirtschaftswachstum seien gleichzeitig möglich, erklären die Forscher. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks meint dazu: „Wir müssen jetzt alles daran setzen, im Klimaschutz beherzt voran zu gehen. Deutschland kann dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn wir der Welt am praktischen Beispiel zeigen, dass Klimaschutz in einem Industrieland funktioniert.“ Sie betonte, Europa müsse „die Führung übernehmen“, wenn die Weichen für ein verbindliches, weltweites Klimaabkommen für die Zeit nach 2020 gestellt werden. „Darum wollen wir so schnell wie möglich ein EU-weites Klimaziel von mindestens 40 Prozent bis 2030 festlegen“, so die Ministerin. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Bis 2020 soll die Minderung mindestens 40 Prozent betragen.

Hitze, Starkregen und Stürme können künftig auch in Deutschland häufiger auftreten. Die Tatenbank sowie ein neues Handbuch des Umweltbundesamtes zeigen beispielhaft, wie sich Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger an den Klimawandel anpassen können. In der Tatenbank, einer Datenbank mit mehr als 100 Beispielen, finden sich erfolgreiche Maßnahmen, Kontaktdaten und Hinweise zu anfallenden Kosten. Das „Handbuch zur guten Praxis der Anpassung an den Klimawandel“ stellt sowohl Kriterien für gute Praxis als auch Stolpersteine vor. Erprobte Empfehlungen ergänzen die detaillierte Darstellung von Beispielen wie das „Hitzetelefon Sonnenschirm“ in Kassel, den Waldumbau in den Thüringer Wäldern oder auch den Hochwasserschutz in Dresden. Ferner können sich Kommunen und Unternehmen mit Hilfe des „Klimalotsen“ eine eigene Anpassungsstrategie erarbeiten.

Quellen: idw - Informationsdienst Wissenschaft - Katharina Banfield, Rat für Nachhaltigkeit - 10.04.2014, Spiegel online - Christoph Seidler, Artikel 1 und Artikel 2 , Gemeinsame Pressemitteilung des BMBF und BMUB, Umweltbundesamt - KomPass-Newsletter-Nr. 30. Die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (Englisch) finden Sie hier.

Neues zur biologischen Vielfalt

  • 05.03.2014: Die Bodensee-Stiftung und der Global Nature Fund wollen Kriterien zum Schutz der biologischen Vielfalt in die Nachhaltigkeitsstandards der Lebensmittelbranche integrieren. Dazu prüften sie zunächst, inwieweit die vorhandenen Kriterien in den Zertifizierungssystemen und Lieferantenvorgaben der Lebensmittelindustrie bereits an kritischen Punkten ansetzen. 19 nationale und internationale Standards und Labels, darunter auch regionale Siegel und Eigenmarken von Unternehmen, wurden untersucht. Die Ergebnisse zeigen auf, an welcher Stelle Handlungsbedarf für die Weiterentwicklung besteht. So sind etwa die von den Standards der Lebensmittelbranche verwendeten Fachbegriffe zur biologischen Vielfalt oft nur vage oder gar nicht definiert. Bei der Erarbeitung der Handlungsempfehlungen werden die Stiftungen auch von Unternehmen der Lebensmittelbranche untestützt. Im Juli 2014 soll die Endfassung in einer deutschen und englischen Version zur Verfügung stehen. Die Handlungsempfehlungen und Kriterien sollen anschließend über die Branchenverbände und die Präsenz auf Messen und Veranstaltungen kommuniziert werden. Ziel der Stiftungen ist es, dass die Kriterien für den Schutz der biologischen Vielfalt bis zum März 2015 in relevante Siegel und Standards der Lebensmittelbranche aufgenommen werden bzw. bei der nächsten Überarbeitung berücksichtigt werden.
  • 08.04.2014: Landwirtschaftliche Erträge steigern und gleichzeitig die biologische Vielfalt erhalten: Laut einer aktuellen Studie ist das beispielsweise auf den Kaffeeplantagen in Jamaika möglich. Forscher nutzten Daten aus Feldstudien, um am Computer zu simulieren, wie sich zwei verschiedene Naturschutzkonzepte auf die dort lebenden Vögel sowie auf die Kaffeeernte auswirken. Sie verglichen ein Mosaik aus naturbelassenem Wald und Anbauflächen mit strikt voneinander getrennten Schutzarealen und Anbauflächen. Die in der Simulation betrachteten Vögel gehören zu den sogenannten Waldsängern (Parulidae) und ernähren sich von Insekten, darunter auch der Kaffeebeerenkäfer (Hypothenemus hampei). Indem die Vögel diesen Schädling vertilgen, leisten sie wertvolle Dienste für die Kaffeebauer, die dadurch auch ihren Insektizideinsatz zurückfahren können. Bei ihrer Simulation fanden die Forscher heraus, dass dieser positive Effekt der Vögel besonders bei der gemischten Landnutzung zum Tragen kommt. Bei der getrennten Landnutzung bevorzugen die Vögel dagegen das Naturschutzareal gegenüber den baumlosen Plantagen, wodurch sich dort der Schädlingsbefall erhöhte. Die Forscher empfehlen den Kaffeebauern daher einen Mix aus Plantage und Naturwald und zugleich den Einsatz von weniger Insektiziden. Dies biete sowohl einen ökologischen als auch ökonomischen Vorteil, der ausreiche, um die geringere Ernteausbeute zu kompensieren, die durch den Flächenverbrauch der Bäume entstehe. Aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung für viele tropische Länder spiele der Kaffeestrauch eine Schlüsselrolle für eine solche nachhaltige Kultivierung von tropischen Nutzpflanzen.

UN-Dekade-Projekte und -Beiträge

Seit April 2014 werden neben den langfristig angelegten Projekten auch wertvolle Beiträge für die biologische Vielfalt ausgezeichnet. Bei den neuen Beiträgen handelt es sich um Publikationen oder einzelne Aktionen, die zu dem Schutz, der Erforschung, Vermittlung oder nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt beitragen. Mehr dazu lesen Sie in unserer Pressemitteilung. Heute stellen wir Ihnen einen dieser neu ausgezeichneten Beiträge vor.

  • Viele Kinder in Großstädten haben nur wenige Kenntnisse über die heimische Artenvielfalt. Sie erkennen zwar Spatzen, Enten und Schwäne, aber bereits Meisen, Amseln und Elstern stellen oft eine Herausforderung für sie dar. Mit ihrem gemeinnützigen Verein Pindactica leisten Nadja Israel und Anke Geyer hier Abhilfe im Berliner Kiez Neukölln. Der UN-Dekade-Beitrag "Entdeckerreise durch die Hasenheide" verbindet Wissenszuwachs mit Spaß. Das kostenlose Heft für Kinder und Familien lädt dazu ein, den Berliner Volkspark Hasenheide eigenständig zu erkunden. Rätsel regen dazu an, sich Einsichten in Naturphänomene durch Suchen, Forschen und Ausprobieren spielerisch zu erarbeiten. Auch mitten in der Stadt kann man sich auf Käfersuche begeben, Bäume bestimmen, Kartographieren üben oder einfach mal still sitzen und den Vögeln zuhören. Dabei lernen die Kinder den Park und seine Bewohner näher kennen und schätzen. „Wer einmal selbst eine Feuerwanze gesucht, gefunden und bestimmt hat, vergisst sie so schnell nicht mehr. Das Heft zeigt auf, dass der Stadtpark eine große biologische Vielfalt birgt und die Kinder lieben insbesondere die Tier- und Insektensuche“, erklären Nadja Israel und Anke Geyer. In Neukölln leben Menschen aus vielen verschiedenen Nationen, der Bezirk ist geprägt von Zuwanderung. Für die Rallye in der Hasenheide wurden deshalb auch speziell kulturübergreifende Fragen entwickelt. „Mehrsprachig und mit unterschiedlichen Kulturen aufwachsende Kinder können auf diese Weise eigene Erfahrungen als besonderen Wissensschatz einbringen“, so Nadja Israel. Die Auszeichnung der UN-Dekade sei für die Autorinnen eine wunderbare Anerkennung und ein Anreiz, diese Arbeit fortzuführen. Erschienen ist beispielsweise auch ein Entdecker-Heft für den Volkspark Friedrichshain. Mehr über diesen Beitrag erfahren Sie hier.
  • Genuss zugunsten der Natur greift das neue UN-Dekade-Projekt "Günztal-Weidrind" auf. Das Günztal erstreckt sich zwischen Obergünzburg im Allgäu und Günzburg im Donautal und ist eine der bedeutsamen Biotopverbundachsen in Bayern. Besonders wertvoll ist das Auengrünland entlang der Günz. Um die biologische Vielfalt dort zu erhalten und zu fördern, setzen die Stiftung Kulturlandschaft Günztal und ihre Partner auf eine ursprüngliche und naturnahe Nutzung. Die extensive Beweidung des Grünlandes, die sich beim Auenschutz bewährt hat, soll im Günztal erprobt und wieder eingeführt werden. Durch den Einsatz des "Original Braunvieh" wird zugleich eine stark gefährdete, regionale Rinderrasse gefördert. Die Stiftung arbeitet eng mit vier landwirtschaftlichen Weidebetrieben zusammen, die inzwischen neunzig "Original Braune"-Weidetiere im Einsatz haben. Durch eine gemeinsame Vermarktung wollen sie die Tiere wieder in eine wirtschaftlich tragfähige Wertschöpfungskette eingliedern. Verbraucherinnen und Verbraucher werden über Aktionstage, Messen, Informationsmaterial und die Marke "Günztal Weidrind" entsprechend informiert. Für dieses Engagement wurde der Stiftung und ihren Partnern am 30. Januar 2014 durch Regierungspräsident Michael Scheufele die Auszeichnung der UN-Dekade übergeben. Das Projekt fand sowohl bei der Fachjury als auch bei den Mitarbeiterinnen der UN-Dekade-Geschäftsstelle großen Anklang: „Ein wirklich gelungenes Projekt zur Förderung der extensiven Beweidung von wertvollem Auengrünland“, lobt Dr. Natalie Bergholz von der Geschäftsstelle. „Die Menschen in der Region werden vielseitig über die Zusammenhänge zwischen extensiver Landwirtschaft, gesunder Lebensmittelproduktion und Naturschutz informiert. Wir gratulieren allen Beteiligten herzlich zu der verdienten Auszeichnung und wünschen ihnen viel Erfolg bei der geplanten Ausweitung des Konzeptes!“ Mehr über dieses Projekt erfahren Sie hier.
  • Im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald setzt sich der Trägerverein für eine ganz besondere Tierart ein: den Feuersalamander. Durch regelmäßige Pflegemaßnahmen werden für ihn wichtige Strukturen sowie Laichmöglichkeiten entlang des Klingenbachs geschaffen. Um die Öffentlichkeit über die Bedeutung der Tiere und der durchgeführten Schutzmaßnahmen zu informieren, finden zudem Exkursionen für Schulklassen, Vorträge und Wanderausstellungen statt. Auch eine Infotafel zum Feuersalamander wurde am "Naturerlebnisweg Klingenbachtal" aufgestellt. UN-Dekade-Botschafterin Cassandra Steen begrüßt das vorbildliche Artenschutzprojekt: „Sein markantes gelb-schwarzes Muster macht den Feuersalamander zu einem faszinierenden Tier. Die am Klingenbachtal durchgeführten Landschaftspflegemaßnahmen garantieren ihm optimale Lebensbedingungen und stellen sicher, dass sich das ortstreue Tier dort wohl fühlt. Ich freue mich, dass dieser Einsatz nun mit der Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt gewürdigt wird und hoffe, dass noch viele weitere Salamander-Generationen das Klingenbachtal bevölkern werden“, so die Sängerin. Die Auszeichnung des Projektes "Rückkehr des Feuersalamanders im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald" erfolgte am 11. Februar 2014 im Landratsamt von Neustadt a.d. Waldnaab. Landrat Simon Wittmann bekräftigte: „Die Freude ist außerordentlich. Es gilt schließlich als bundesweites Qualitätssiegel und würdigt den Einsatz der beteiligten Organisationen. Bislang wurden bayernweit nur zehn Projekte, bundesweit 134 Projekte ausgezeichnet. Dem Projekt wird damit in den nächsten Jahren repräsentative Bedeutung zukommen. Es ist daher richtig und wichtig, weitere Arbeit und Gelder in diese Artenschutzmaßnahme zu investieren“, betonte der Naturparkvorsitzende und ergänzt: „Wir fühlen uns mit diesem Artenhilfsprojekt weiterhin verpflichtet, zum Erhalt der biologischen Vielfalt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, auch im Sinne der künftigen Generationen, beizutragen.“ Mehr über dieses Projekt erfahren Sie hier.

Termine und Publikationen

  • In der Reihe "WissensWerte" ist im April ein rund siebenminütiger Animationsfilm zum Thema Fleischkonsum und Nachhaltigkeit erschienen. In dem Video werden verschiedene lokale und globale Probleme der industriellen Fleischproduktion beleuchtet. Jede/r Deutsche konsumiert im Schnitt knapp 90 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Das ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Tierrechte, Umweltverschmutzung, Gesundheit, Flächenverbrauch, Klimawandel, Welternährung – die industrielle Produktion von Fleisch ist in vielen Bereichen nicht nachhaltig. Der neue Animationsfilm geht den Fragen nach, welche Probleme und globalen Auswirkungen es gibt und was dagegen getan werden kann. Der Film ist als Creative Commons (CC; englisch für schöpferisches Gemeingut) lizenziert und kann somit kostenfrei weiterverwendet und vervielfacht werden. Erstmals wird zu dem Film auch eine Unterrichtshandreichung für Lehrerinnen und Lehrer zum Download angeboten. Sie finden das Video und die Unterrichtsvorlage auf der Webseite des gemeinnützigen Vereins /e-politik.de/.
  • Eine neue Posterserie des WWF bringt die Vielfalt des Lebens im Weltnaturerbe und Nationalpark Wattenmeer ins Klassenzimmer: Die Poster zur Vogel-, Pflanzen- und Unterwasserwelt stellen neben den häufigsten und bekannten auch die seltenen und bedrohten Arten vor. Das Poster zu den Walen und Robben des Wattenmeeres gibt umfassende Einblicke in die Welt der heimischen Meeressäuger. Die Poster in DIN A1-Größe können in Einzelexemplaren bzw. als einzelne Serie für den Unterricht kostenlos bestellt werden unter husum@wwf.de. Bei der Bestellung sollen die gewünschten Motive angegeben werden, die Zusendung erfolgt auf A4 gefaltet. Größere Mengen (kostenpflichtig) können über info@idee.konzept.de bestellt werden. Alle Unterrichtsmaterialien des WWF zum Herunterladen finden Sie hier.
  • Besonders in den Innenstädten des Ruhrgebiets existieren nur wenige naturnahe Flächen, wo Kinder und Jugendliche sich ungestört aufhalten, spielen, toben oder Tiere und Pflanzen beobachten können. Dafür bietet sich die Wildnis von Industriebrachen in der Stadt geradezu an. Um die Kinder und Jugendlichen dabei pädagogisch begleiten zu können, hat die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet Arbeitsmaterialien für den Unterricht und die Umweltbildung entwickelt. Die 302 Seiten umfassende Materialmappe richtet sich an alle, die sich mit Kindern und Jugendlichen in der "Industrienatur" aufhalten, etwa Naturführer, Pädagogen oder Eltern. Ein einleitender Informationstext erleichtert jeweils die Einarbeitung in unterschiedliche Themen aus Biologie, Geographie und Sachunterricht. Es folgen Arbeitsblätter und Experimente mit praktischen Aufgaben im Gelände, die das Gelernte vertiefen und nachhaltig verankern. Die Inhalte basieren auf aktuelle Forschungsarbeiten und langjähriger Erfahrung mit "Industrienatur". Sie wurden im Rahmen verschiedener Umweltbildungsprojekte der Biologischen Station mit Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersstufen und Bildungsniveaus erprobt. Weitere Informationen sowie Bezugsmöglichkeiten für die Materialmappe finden Sie hier.

„Wussten Sie schon, dass…?“

  • ... sich Ohrwurm-Geschwister gegenseitig versorgen? Während die Konkurrenz um das von den Eltern gebrachte Futter bei Vögeln nicht selten einige der jüngeren Geschwister das Leben kostet, geht es bei Ohrwurm-Familien ganz anders zu. „Wir haben beobachtet, dass sich die Geschwister kooperativ verhalten und Futter teilen und dass dieses Verhalten noch massiver auftritt, wenn die Mutter nicht anwesend ist und die Tiere nicht selbst füttert“, so der Forscher Dr. Joël Meunier. Dies könnte laut den Wissenschaftlern mit erklären, weshalb die jungen, mobilen Ohrwürmer, die sich eigentlich schon selbst versorgen könnten, in den Familiengruppen bleiben. Weibliche Ohrwürmer legen im Herbst durchschnittlich 40 bis 45 Eier und überwintern mit ihnen. Die Mütter passen auf die Eier auf, halten sie sauber und tragen sie im Nest hin und her. Wenn die Jungen geschlüpft sind, brauchen sie die Mutter nicht mehr zwingend für ihr Überleben. Mehr dazu lesen Sie hier)
  • ... Heuschrecken ihr Aussehen und ihr Verhalten ändern, um im Schwarm zu leben? Heuschreckenschwärme können ganze Landstriche kahl fressen, denn ein Schwarm kann aus bis zu einer Milliarde Insekten bestehen. Die wohl berüchtigtste Art dieser schwarmbildenden Tiere ist die Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria, die wegen ihres großen Verbreitungsgebietes immer wieder immense Schäden anrichtet. Dabei verhalten sich die Tiere die meiste Zeit als unscheinbare Einzelgänger vollkommen unauffällig. Erst wenn kräftige Regenfälle die Vegetation üppig sprießen lassen und sich die Heuschrecken kräftig vermehren können, ändert sich das. Wenn die Niederschläge enden und die Lebensbedingungen schlechter werden, drängen sich die Tiere in Massen in den immer kleiner werdenden Vegetationsflecken. Und dann sind die früheren Einzelgänger nicht mehr wiederzuerkennen. Die noch nicht flugfähigen Jungtiere tauschen ihre grüne Farbe gegen ein schwarz-gelbes Design und formieren sich zu langen, sich hüpfend fortbewegenden Kolonnen. Die Erwachsenen wechseln derweil von einem bräunlichen zu einem gelben oder roten Outfit und bilden riesige, fliegende Schwärme. Und nicht nur ihr Aussehen, auch ihr Essverhalten ändert sich. Während sie in ihrer einzelgängerischen Phase giftige Pflanzen mit unangenehmem Geschmack meiden, haben sie im Schwarm gegen solche Nahrung keine Einwände mehr. Ökologisch gesehen ist das sinnvoll, denn die Mitglieder eines millionenköpfigen Heeres können in Sachen Futter nicht mehr allzu wählerisch sein. Und während einzelgängerische Heuschrecken auf Tarnung setzen, versuchen Schwarmmitglieder, ihre Fraßfeinde mit Hilfe von pflanzlichen Giften aus ihrer Nahrung abzuschrecken. Das Erstaunliche ist, dass die Wüstenheuschrecken nur etwa vier Stunden brauchen, um sich die für das Schwarmleben typischen Verhaltensweisen anzueignen. (Quelle: spektrum. de - Kerstin Viering).
  • ... Sie jetzt Mücken im Dienste der Wissenschaft fangen können? Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. möchte einen bundesweiten Mückenatlas erstellen. Mithilfe der Forschung soll letztlich auch die Übertragung von Krankheitserregern durch Stechmücken vermieden werden. Für die Kartierung bitten die Forscher nun Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bzw. die Zusendung von eingefangenen Mücken.  Weil die Forscher intakte Exemplare benötigen, um die Mückenart zu bestimmen, empfehlen sie für Fang und Transport der Tiere kleine Gefäße. Darin können die Mücken auch über Nacht eingefroren werden, um sie zu abzutöten. Anschließend sollen sie gemeinsam mit einem ausgefüllten Formular an das Institut geschickt werden. Als Gegenleistung bieten die Forscher an, den Unterstützern die identifizierte Mückenart mitzuteilen. Mehr dazu erfahren Sie hier.
  • ... Rhododendren heilende Kräfte haben? Sie zählen zu den beliebtesten Pflanzen in den einheimischen Gärten. Allein im Rhododendronpark in Bremen wachsen rund 600 Wildarten und über 3.000 Züchtungen des "Rosenbaumes", die im Frühjahr ein prächtiges Farbenmeer bilden. Doch die ursprünglich aus dem Himalaja stammende Pflanze kann noch mehr. Extrakte aus ihren Blättern und Wurzeln wurden bereits in der traditionellen Medizin in Indien, der Türkei oder Indonesien zur Behandlung von Infektionen, zur Senkung von Fieber oder zur Linderung von Unwohlsein eingesetzt. Und nach ersten Analysen sind Forscher der Jacobs University in Bremen überzeugt, dass in der Pflanze auch Wirkstoffe für ein neues Antibiotikum stecken. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Ersatzquartier Gießkanne © Desiree Schwers
Ersatzquartier Gießkanne © Desiree Schwers
Gerrit Öhm beim Fotografieren von Wildblumen. © Gerrit Öhm
Gerrit Öhm beim Fotografieren von Wildblumen. © Gerrit Öhm
Gerrit und Hannes Öhm bei einer Wiesen-Entdeckungstour mit einer Kindergruppe. Auf der selbst angelegten Wildblumenwiese sind jedes Jahr viele Insekten zu finden, aber auch die Entwicklung der Pflanzenzusammensetzung ist spannend. © Gerrit und Hannes Ö
Gerrit und Hannes Öhm bei einer Wiesen-Entdeckungstour mit einer Kindergruppe. Auf der selbst angelegten Wildblumenwiese sind jedes Jahr viele Insekten zu finden, aber auch die Entwicklung der Pflanzenzusammensetzung ist spannend. © Gerrit und Hannes Öhm
Deckblatt der IPCC-Präsentation zum dritten Teil des Weltklimaberichts (IPCC) © IPCC
Deckblatt der IPCC-Präsentation zum dritten Teil des Weltklimaberichts (IPCC) © IPCC
Laut IPCC-Bericht muss der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen bis zur Mitte des Jahrhunderts um 40 bis 70 Prozent sinken, wenn die Menschheit die Folgen des Klimawandels auch nur halbwegs im Griff behalten will. © Rainer Döring
Laut IPCC-Bericht muss der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen bis zur Mitte des Jahrhunderts um 40 bis 70 Prozent sinken, wenn die Menschheit die Folgen des Klimawandels auch nur halbwegs im Griff behalten will. © Rainer Döring
Um die negativen Folgen des Klimawandels weltweit noch abzuwenden, sind laut dem Weltklimarat auch Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten in Richtung eines verringerten Konsums tierischer Produkte wichtig. © Rat für Nachhaltige Entwicklung. Foto: An
Um die negativen Folgen des Klimawandels weltweit noch abzuwenden, sind laut dem Weltklimarat auch Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten in Richtung eines verringerten Konsums tierischer Produkte wichtig.
© Rat für Nachhaltige Entwicklung. Foto: André Wagenzik
Bisher wurden die Standards im Lebensmittelbereich noch nicht systematisch dahingehend untersucht, ob und mit welchen Vorgaben die biologische Vielfalt beim Anbau von Rohstoffen und Nahrung oder in der Tierhaltung berücksichtigt wird. © Michael Dienelt
Bisher wurden die Standards im Lebensmittelbereich noch nicht systematisch dahingehend untersucht, ob und mit welchen Vorgaben die biologische Vielfalt beim Anbau von Rohstoffen und Nahrung oder in der Tierhaltung berücksichtigt wird. © Michael Dienelt
Die sogenannten Kaffeekirschen. © eltfoto - fotolia.com
Die sogenannten Kaffeekirschen. © eltfoto - fotolia.com
Kinder auf Käfersuche bei der Entdeckerreise durch die Hasenheide. © Pindactica
Kinder auf Käfersuche bei der Entdeckerreise durch die Hasenheide. © Pindactica
Ein Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt: Das Entdeckerheft Hasenheide des Vereins Pindactica. © Pindactica
Ein Beitrag zur UN-Dekade Biologische Vielfalt: Das Entdeckerheft Hasenheide des Vereins Pindactica. © Pindactica
Naturnahe Weidelandschaft an der Westlichen Günz. © Susanne Mölle, Kempten
Naturnahe Weidelandschaft an der Westlichen Günz. © Susanne Mölle, Kempten
Regierungspräsident Michael Scheufele (2. v. r.) überreichte die Auszeichnung im Kreis der Stiftungsräte, Landwirte, Unternehmer und Beamten an den Vorstand der Stiftung KulturLandschaft Günztal Michael Nett (3. v. r.). © Peter Guggenberger-Waibel
Regierungspräsident Michael Scheufele (2. v. r.) überreichte die Auszeichnung im Kreis der Stiftungsräte, Landwirte, Unternehmer und Beamten an den Vorstand der Stiftung KulturLandschaft Günztal Michael Nett (3. v. r.). © Peter Guggenberger-Waibel
Feuersalamander im Klingenbachtal. © Bernd Bauer
Feuersalamander im Klingenbachtal. © Bernd Bauer
Auszeichnung für Rückkehr des Feuersalamanders: Adolf Küblböck (LBV), Bernd Bauer (OWV), Simon Wittmann (Naturpark), Mathilde Müllner, Martin Koppmann (Naturpark), Albert Butscher, Rudolf Götz (Bürgermeister) und Ulrich Scheumann. © Naturpark Nör
Auszeichnung für Rückkehr des Feuersalamanders: Adolf Küblböck (LBV), Bernd Bauer (OWV), Simon Wittmann (Naturpark), Mathilde Müllner, Martin Koppmann (Naturpark), Albert Butscher, Rudolf Götz (Bürgermeister) und Ulrich Scheumann. © Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald
Screenshot aus dem Animationsfilm zu Fleisch und Nachhaltigkeit der Reihe WissensWerte. © /e-politik.de/
Screenshot aus dem Animationsfilm zu Fleisch und Nachhaltigkeit der Reihe WissensWerte. © /e-politik.de/
Der "Fleischatlas 2014" zeigt Tendenzen der globalen Fleischproduktion auf © BUND, Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde Diplomatique
Der "Fleischatlas 2014" zeigt Tendenzen der globalen Fleischproduktion auf
© BUND, Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde Diplomatique
Cover der Materialmappe zur Industrienatur © Biologische Station Westliches Ruhrgebiet
Cover der Materialmappe zur Industrienatur
© Biologische Station Westliches Ruhrgebiet
Ein entfernter Verwandter der berüchtigten Wüstenheuschrecke: Die punktierte Zartschrecke, fotografiert auf einer Wildwiese in Niedersachsen. © Anne Rollero
Ein entfernter Verwandter der berüchtigten Wüstenheuschrecke: Die punktierte Zartschrecke, fotografiert auf einer Wildwiese in Niedersachsen. © Anne Rollero
Achtung: Mücken im Anflug! © Deutsche Wildtier Stiftung
Achtung: Mücken im Anflug! © Deutsche Wildtier Stiftung
Infografik: Vom Rhododendron zur Medizin © Jacobs University
Infografik: Vom Rhododendron zur Medizin © Jacobs University
Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld