Vielfalt News Nr. 60 | 6. Februar 2014

Begrüßung

Liebe Leserinnen und Leser,

Forscher haben das erste Korallenriff vor Grönland entdeckt. Eine Studie belegt, dass wenige Konzerne den Markt für europäisches Saatgut beherrschen. Der internationale Ressourcenrat gibt Empfehlungen für ein nachhaltiges Management.

Wir gratulieren dem ersten UN-Dekade-Monatsprojekt des Jahres 2014, der Beweidung eines Reliktwaldes mit alten, regionalen Tierrassen. Ausgezeichnet wurden zudem die folgenden Projekte: In Hamburg informiert das Science Center Wald über die verschiedenen Funktionen des Waldes. In Schleswig-Holstein entstanden wichtige Trittsteinbiotope für Haselmaus und Rotwild.

Wir stellen Ihnen heute den Online-Atlas zur Biodiversität in Binnengewässern und den Verbreitungsatlas der Pflanzen in Deutschland vor. Es gibt ein neues Medienforum für grüne Themen und Kurzfilme mit individuellen Lösungen für globale Probleme. Wussten Sie schon, dass heimische und zugewanderte Fledermäuse gemeinsam überwintern? Dass "Eilige" und "Relaxer" gerne öffentliche Verkehrsmittel nutzen? Wieviel Fleisch wir weltweit konsumieren und dass es Spinnen gibt, die sich teilweise von Pollen ernähren?

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Herzliche Grüße,

Dr. Natalie Bergholz
für das UN-Dekade-Team

Neues zur biologischen Vielfalt

  • 31.01.2014: Durch einen Zufall haben kanadische Forscher das erste Korallenriff vor der Küste von Grönland entdeckt. Eigentlich wollten sie nur Wasserproben in den südwestlichen Gewässern des Eilands nehmen. Doch als sie ihre Probenbehälter aus 900 Metern Tiefe wieder emporzogen, hingen zerbrochene Korallenäste an den Instrumenten. Daraufhin ließen sie eine ferngesteuerte Kamera in die Tiefe hinab, um das Riff zu erkunden. Fotos und Proben enthüllten, dass es vorwiegend aus Steinkorallen der Gattung Lophelia besteht. Diese Korallen benötigen kein Sonnenlicht, sondern decken ihren Nährstoffbedarf durch die aus dem Wasser filtrierte Nahrung. Die Forscher hoffen nun, in weiteren Expeditionen mehr über das tief liegende grönländische Korallenriff herauszufinden. Während seit Jahren bekannt ist, dass es Korallenriffe vor Norwegen und Island gibt, wurden sie vor Grönland bislang nur vermutet. Die Westküste des riesigen Eilands wird von Ausläufern des Golfstroms erreicht, wodurch die Meerestemperatur dort fast ganzjährig bei rund vier Grad Celsius liegt. Das genügt den Kaltwasserkorallen, um zu überleben. Mehr über die Neuentdeckung lesen Sie hier. Neben ihrer ökologischen Bedeutung - ihre Riffe beherbergen fast ein Viertel des Artenreichtums der Ozeane - sind Korallen auch wichtige Bioindikatoren für den Klimawandel. Weil sie ihren Aufenthaltsort nicht wechseln und abwandern können, reagieren sie empfindlich auf Veränderungen an ihrem Standort, beispielsweise wärmere Temperaturen.
  • 29.01.2014: Eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie belegt, dass sich die Marktmacht auf dem europäischen Saatgut-Markt auf wenige Konzerne konzentriert. Der Europaabgeordnete Martin Häusling erläuterte die Ergebnisse: "Zum Beispiel entfallen beim Maismarkt rund 75% des Marktanteils auf nur fünf Saatgut-Unternehmen. Oder das Beispiel Gemüsesaatgutsektor: Er macht 11% des EU- Saatgutmarktes aus und ist hochgradig konzentriert. So liegen etwa 95% des EU-Marktes in den Händen von nur fünf Unternehmen." Die Folgen dieser Marktkonzentrationen sind laut Martin Häusling verheerend. Sie führen zu einem Verlust an genetischer Vielfalt von Kulturpflanzen. Heutzutage liefern nur etwa 30 Kulturen den Großteil der Kalorien für die menschliche Ernährung. Nur drei Arten (Reis, Weizen, Mais) sind für rund die Hälfte dieser Kalorienzufuhr verantwortlich. Ginge es so weiter, dann würde etwa ein Drittel der heutigen Vielfalt bis 2050 verschwinden. Dieser Verlust würde sich drastisch auf die Möglichkeiten heutiger und künftiger Generationen auswirken, auf Veränderungen des Klimas und der Umwelt reagieren zu können. Denn die Saatgut-Konzerne entwickeln Hochertragssorten, die weder robust noch regional oder an den Klimawandel angepasst sind. Auch eignen sie sich nicht für eine ressourcenschonende Landwirtschaft. Die auf Englisch verfasste Studie sowie eine deutsche Zusammenfassung finden Sie hier.
  • 24.01.2014: Natürliche Flächen geraten durch den menschlichen Bedarf an Nahrung, Biokraftstoffen und nachwachsenden Rohstoffen weltweit unter Druck. Der Internationale Ressourcenrat befürchtet, dass sich die Ackerflächen bis zum Jahr 2050 um 320 bis 850 Millionen Hektar ausdehnen, wenn nicht gegengesteuert wird. Laut dem globalen Landnutzungsbericht des Rates ginge diese Ausdehnung vor allem zu Lasten von Grasländern, Savannen und Wäldern in den Tropen. Die Folgen seien zusätzliche Treibhausgasemissionen und erhebliche Verluste an biologischer Vielfalt. Damit werde laut dem Bericht letztlich auch die weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln gefährdet. Als Ausweg schlagen die Experten eine doppelte Strategie vor. Erstens müsse mit jedem Hektar fruchtbaren Bodens sorgsamer umgegangen werden. Dazu seien bessere landwirtschaftliche Praktiken und die Erhaltung von produktiven Anbauflächen erforderlich. Zweitens müsse der Bedarf an Agrarflächen auf ein Maß beschränkt werden, das eine nachhaltige Produktion erlaubt. Dazu sollten zum einen die Biomasseverluste bei Ernte, Lagerung, Verarbeitung, Handel und Verbrauchern reduziert werden. Zum anderen empfiehlt der Rat, weniger Fleisch- und Milchprodukte zu konsumieren und weniger Energiepflanzen für Biokraftstoffe zu nutzen. Prof. Dr. Stefan Bringezu, unter dessen Leitung der Bericht erstellt wurde, bekräftigt: "Ohne eine Veränderung unseres Verbrauchs wird eine nachhaltige Landnutzung nicht möglich sein. Ein Wandel ist aber möglich, der Nahrungsmittelsicherheit international gerechter und risikoärmer gewährleistet." Mehr über den Landnutzungsbericht lesen Sie hier.

UN-Dekade-Projekte

  • Sie haben entschieden: "Alter Hutewald neu errichtet!" ist Sieger der Online-Abstimmung und damit das erste UN-Dekade-Projekt des Monats des Jahres 2014! Von insgesamt 1.009 Stimmen wurden 589 für die Wiederaufnahme der Beweidung eines Reliktwaldes mit alten, regionalen Tierrassen abgegeben. Wir gratulieren der Tierpark Nordhorn gGmbH zu diesem Erfolg! Durch das Projekt wird ein wertvoller Lebensraum für seltene Arten gesichert und seine Bedeutung über Wanderwege, Infotafeln und Führungen vermittelt. Dieses Engagement beeindruckte auch die Jurorin Dr. Elsa Nickel, Abteilungsleiterin im Bundesumweltministerium: „Faszinierende Natur gibt es nicht nur in fernen Ländern oder im Urlaub. Auch bei uns, quasi vor der Haustüre, lassen sich richtige Schätze entdecken und Arten mit spannendem Verhalten kennen lernen! Das Projekt weckt diese Freude an wildlebenden Tieren in Deutschland und stärkt das Bewusstsein dafür, dass wir Verantwortung für ihre Erhaltung haben“. Mehr Informationen zu dem am 6. Oktober 2013 in Nordhorn ausgezeichneten Projekt finden Sie hier.
  • Die Erlebnisausstellung "SCIENCE CENTER WALD" im WÄLDERHAUS der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) wurde am 23. November 2013 in Hamburg von Johannes Kahrs als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet. Dabei betonte der Bundestagsabgeordnete, dass die Ausstellung ein tolles Projekt der SDW zum Wald- und Naturverständnis, gerade für die Menschen in Wilhelmsburg sei. Auf 650 Quadratmetern werden die unterschiedlichen Aspekte des Waldes, seine ökologische Funktion, seine biologische Vielfalt und seine kulturelle Bedeutung vermittelt. Unter dem Motto „Wald anders denken“ setzen sich die Besucherinnen und Besucher mit dem Naturphänomen Wald auseinander. Dafür fand auch die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel, lobende Worte: „Das Projekt der SDW Hamburg fördert das Bewusstsein, dass Wald vielfältige Funktionen hat, darunter neben ökologischen auch kulturelle und wirtschaftliche. Durch seine Nähe zur Stadt ist das Projekt besonders wertvoll für eine breite Kommunikation dieser Aufgaben in die Bevölkerung. Denn dadurch bietet sich die Möglichkeit neben der Bedeutung des Ökosystems Wald die Aufmerksamkeit auch auf die Beziehung des Großstadt-Menschen zur Natur und die Bedeutung, die Naturerfahrung, für unser Wohlbefinden hat, zu lenken. Wir freuen uns, das SCIENCE CENTER Wald aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt zu fördern“. Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier.
  • Für die "Holsteiner Lebensraumkorridore für Haselmaus, Hirsch & Co" überreichte Staatsekretär Dr. Ulf Kämpfer am 28. November 2013 die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt an Projektleiter Dr. Björn Schulz und weitere Mitwirkende. Seit 2010 setzen sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und ihre Partner aus Landesbetrieben, Ämtern, Verbänden, Gemeinden und der Universität Kiel tatkräftig für die Vernetzung wertvoller Lebensräume in der regionalen Kulturlandschaft ein. Zu diesem Engagement gratulierte auch Dr. Ute Magiera von der UN-Dekade-Geschäftsstelle: „Die Holsteiner Landschaft ist vielfältig und einzigartig. Der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gelingt es auf vorbildliche Weise, zerschnittene Lebensräume mittels Grünbrücken, Tunnel und Trittsteinen wieder zu verbinden und neue Wege für Haselmaus, Rothirsch und Co. anzubieten. Die Vernetzung von Lebensräumen fördert die biologische Vielfalt und das Engagement hat die Jury beeindruckt. Wir gratulieren ganz herzlich zu der heutigen Auszeichnung“. Die neuen Korridore dienen der großräumigen Wiedervernetzung von Naturschutzflächen über die Barrieren einer Autobahn und regionaler Bundesstraßen hinweg. Die auf durchgängige Gehölzstrukturen angewiesene Haselmaus, das wandernde Rotwild und weitere Wald-, Heide- und Offenlandarten können nun Wanderwege aus Trittsteinbiotopen nutzen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Termine und Publikationen

  • Am 29. Januar 2014 wurde der erste Online-Atlas zur Biodiversität in Binnengewässern veröffentlicht. Die wissenschaftliche Informationsplattform soll den Schutz und das nachhaltige Management von Flüssen, Seen und Feuchtgebieten unterstützen. Der globale Atlas ist frei verfügbar und gibt interaktiv Auskunft zu geografischen Informationen und zu Daten über Lebensräume und die aquatische Artenvielfalt. Hintergrundinformationen ergänzen das Angebot. Beteiligt an der Entwicklung des Atlas waren Wissenschaftler aus zwölf europäischen Forschungsinstituten und zahlreiche internationale Nicht-Regierungsorganisationen. „Dieser Atlas stellt eine unschätzbar wichtige Grundlage dar, um Prioritäten im Management der Gewässer und zum Schutz ihrer einzigartigen Biodiversität zu setzen. So erfordert der globale Boom im Ausbau der Wasserkraft dringend zuverlässige Daten, um ökologisch und sozial verträgliche Lösungen für die Nutzung von Gewässern zu entwickeln“, erläutert Prof. Klement Tockner, der Koordinator des Projektes. Binnengewässer zählen zu den artenreichsten Lebensräumen weltweit. Obwohl sie weniger als ein Prozent der Erdoberfläche bedecken, beherbergen sie 35 Prozent aller Wirbeltierarten. Zugleich nimmt die biologische Vielfalt hier viel stärker ab als im Meer oder an Land. Eine Herausforderung ist der steigende Wasserbedarf der Energie-, Lebensmittel- und Entsorgungsindustrie. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Am 29. Januar 2014 wurde der neue „Verbreitungsatlas der Farn-und Blütenpflanzen Deutschlands“ veröffentlicht. Der Atlas zeigt erstmals in 3.000 Verbreitungskarten für ganz Deutschland, welche der etwa 3.900 einheimischen und wildwachsenden Pflanzenarten wo in der Natur vorkommen. Auch Neueinwanderer und „Gartenflüchtlinge“ wie Ambrosie oder Riesen-Bärenklau sind enthalten. Dieser Datenfundus kann genutzt werden, um den aktuellen Zustand der Natur sowie ihre Veränderung über die Zeit auszuwerten. So werden Ackerwildkräuter wie das Flammen-Adonisröschen durch die intensivere landwirtschaftliche Nutzung verdrängt, während andere Arten sich weiter ausbreiten, etwa das salzliebende Dänische Löffelkraut. Die Daten zeigen auch die Bedeutung der großen Städte wie Hamburg und Berlin als Einfalltor für gebietsfremde Arten. Als Basis für den Atlas wurden fast 30 Millionen Datensätze durch das „Netzwerk Phytodiversität Deutschland e. V.“ gesammelt. Erfasst wurden diese Daten von Tausenden, meist ehrenamtlich tätigen Experten in jahrelanger Arbeit in der freien Natur und in Siedlungsräumen. Mehr zu dem neuen Atlas lesen Sie hier.
  • Die Hochschule Darmstadt hat mit Unterstützung der Stiftung Forum für Verantwortung ein Medienforum für nachhaltige Entwicklung gestartet: Gruener-Journalismus.de. Das unabhängige und gemeinnützige Medienforum hilft Journalistinnen und Journalisten, den Überblick über die Fachdebatte rund um komplexe grüne Themen zu behalten. Es vermittelt neue Darstellungs- und Erzählideen für wichtige Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen und bietet Experten, Themenideen und einen verlinkten Quellenkatalog für die eigene Recherche. Das Portal berichtet über neue Studien, Fachdebatten oder Forschungsschwerpunkte und sensibilisiert für thematische Aspekte, die medial zu kurz kommen. Zum Start stehen die Themen Energie, Mobilität und Fischerei im Blickpunkt. Es werden weitere Dossiers folgen zu Feldern wie Klimawandel, Ernährung, Biodiversität, nachhaltige Wirtschaft oder Zeit. (Quelle: idw).
  • Vier Kurzfilme wurden im Rahmen des Projektes "Ideen.Transfair" erstellt. In den Filmen zeigen junge Menschen, die über das "weltwärts"-Freiwilligenprogramm im Ausland waren, wie das Leben hier und dort ein Stück besser gemacht werden kann. Es geht um globale Zusammenhänge und individuelle, zukunftsfähige Lösungen für gemeinsame Probleme. Dabei spielt die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen eine wichtige Rolle. Die Filme zeigen das Potenzial von nachhaltiger Solarlampennutzung und von traditionellem Handwerk in Afrika und Deutschland sowie ein beeindruckendes Waldschutzprojekt in Indien. Ziel der Filme ist es, Gedanken und Methoden zu verbreiten und Anreize für verschiedene Zielgruppen zu schaffen, diese Ideen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die Filme sind hier verfügbar.

„Wussten Sie schon, dass…?“

  • ... bei Fledermäusen Einheimische und Migranten gemeinsam abhängen? Das trifft zumindest auf den Großen Abendsegler zu, der in alten Baumhöhlen oder alternativ in Fledermauskästen überwintert. In seinen Winterquartieren befinden sich nicht nur einheimische Tiere, sondern auch Gäste aus Skandinavien und Osteuropa, die bei uns überwintern. So fanden Forscher heraus, dass sich beispielsweise im Berliner Raum tierische Wintergäste aus Polen aufhalten. Etwa 70 Prozent der nächtlichen Jäger in den untersuchten Fledermauskästen stammten aus der Region, während 30 Prozent einen Migrationshintergrund hatten. Da die alten Baumhöhlen als ursprüngliches Quartier der bedrohten Tiere immer seltener werden, kommt den Fledermauskästen eine immer größere Bedeutung zu. Der Forscher Dr. Christian Voigt betont: „Unsere Studie zeigt erstmals, wie wichtig die Fledermauskästen auch für den internationalen Fledermausbestand sind. Gerade der Große Abendsegler bedarf des besonderen Schutzes, da er häufig an Windkraftanlagen verunglückt – Grund dafür ist, dass er im Bereich der Rotorblätter fliegt, wenn er in den Süden wandert, aber auch bei der Nahrungssuche.“
  • ... wir bezüglich unserer Verkehrsmittelwahl vier Komfort-Typen zugeordnet werden können? Nach einer Befragung von Stuttgarter Verkehrsteilnehmern haben Forscher zumindest die folgenden Typen identifiziert: Die »Relaxer«, die sich während der Fahrt erholen oder beschäftigen möchten und deshalb häufig öffentliche Nahverkehrsmittel wählen. Auch die »Eiligen« nutzen oft den öffentlichen Nahverkehr, legen aber mehr Wert auf Schnelligkeit als auf Komfort. Für die »Anspruchsvollen« gibt es eigentlich keine Alternative zum privaten PKW, um ihre Ansprüche an Privatsphäre, Sitzplatzgarantie, direkte Fahrstrecke und kurze Fahrzeit zu befriedigen. Die »Sportlichen« wiederum genießen es, sich körperlich zu betätigen und benutzen deshalb auch am seltensten von allen Gruppen einen privaten PKW. Und, welcher Mobilitätstyp sind Sie?
  • ... in Deutschland jährlich 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und 3,2 Millionen Rinder geschlachtet werden? Damit sind wir leider Spitzenreiter in Europa. In den USA dagegen schlachtet alleine die Gesellschaft "Tyson Foods" mehr als 42 Millionen Tiere in einer Woche. Diese Zahlen nennt der "Fleischatlas 2014", der Tendenzen der globalen Fleischproduktion aufzeigt. Nach seinen Prognosen wird die weltweite Fleischerzeugung bis Mitte dieses Jahrhunderts von jetzt 300 Millionen Tonnen auf fast eine halbe Milliarde Tonnen steigen. Damit einhergehend wird sich die Sojaproduktion zur Mästung der Schlachttiere nahezu verdoppeln – von derzeit 260 auf über 500 Millionen Tonnen. Dieser expandierende Futtermittelanbau führt zu enormen Umweltbelastungen und negativen Auswirkungen auf die Menschen vor Ort. Wertvolle Regenwälder gehen verloren, Böden werden durch Pestizide verseucht und die Preise für Nahrungsmittel steigen aufgrund knapper werdender Agrarflächen. Eine erfreuliche Nachricht gibt es jedoch: In Deutschland ist der Fleischkonsum 2013 durchschnittlich um zwei Kilogramm pro Einwohner zurückgegangen. Weiter so! (Quelle: BUND).
  • ... es Spinnen gibt, die sich teilweise vegetarisch ernähren? Zumindest verschmähen Radnetzspinnen keine vegetarische Beilage zu ihrem Insekten-Hauptmenü. Wissenschaftler fanden heraus, dass die als raffinierte Insektenfresserinnen bekannten Tiere erstaunlicherweise nicht nur fleischliche Kost zu sich nehmen: Als Beilage zu Fliege, Motte und Co verspeisen sie offenbar auch Pollenkörner, die ebenfalls in ihren Netzen kleben bleiben. Diese vegetarische Kost macht beachtliche 25 Prozent ihrer Nahrung aus, zeigen die Analysen der Forscher. Dabei konnte ausgeschlossen werden, dass die Spinnen die Pollenkörner zufällig aufnehmen, da junge Spinnen die großen Pollen aktiv mit Verdauungsflüssigkeit benetzen müssen, um sie aufsaugen zu können. Der Forscher Dirk Sanders bekräftigt: „Wir haben gezeigt, dass Pollen ein wichtiger Bestandteil der Ernährung von Radnetzspinnen ist, selbst wenn sie zusätzlich mit Insektenfutter versorgt werden. Eigentlich gelten sie als reine Fleischfresser, das entspricht aber nicht den Tatsachen." Seiner Ansicht nach handelt es sich bei den Spinnen also nicht um Fleischfresser, sondern um Allesfresser. Möglich ist, dass die vegetarische Zusatznahrung in bestimmten Entwicklungsstadien der Tiere eine besondere Rolle spielt. (Quelle: bdw).

Morgenstimmung © Susann Albrecht

Morgenstimmung © Susann Albrecht

Eine vom Riff geborgene Steinkoralle an Bord des Forschungsschiffes © Technische Universität Dänemark (DTU)

Eine vom Riff geborgene Steinkoralle an Bord des Forschungsschiffes © Technische Universität Dänemark (DTU)

Titelbild der Studie zur Konzentration der Marktmacht auf dem europäischen Saatgut-Markt (englisch) © GREENS/EFA GROUP in the European Parliament

Titelbild der Studie zur Konzentration der Marktmacht auf dem europäischen Saatgut-Markt (englisch) © GREENS/EFA GROUP in the European Parliament

Titelbild des Landnutzungsberichtes "Assessing Global Land Use: Balancing Consumption with Sustainable Supply" © United Nations Environment Programme

Titelbild des Landnutzungsberichtes "Assessing Global Land Use: Balancing Consumption with Sustainable Supply" © United Nations Environment Programme

Gallowayrinder des Tierparks im Hutewald Bentheim. © Franz Frieling

Gallowayrinder des Tierparks im Hutewald Bentheim. © Franz Frieling

Auszeichnung des SCIENCE CENTER WALD (v.l.n.r.): Hartmut Eckert, Leiter des WÄLDERHAUS, Cordula Wellmann, Umweltpädagogin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundestagsabgeordneter Johannes Kahrs. © Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Auszeichnung des SCIENCE CENTER WALD (v.l.n.r.): Hartmut Eckert, Leiter des WÄLDERHAUS, Cordula Wellmann, Umweltpädagogin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundestagsabgeordneter Johannes Kahrs. © Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Die Mitglieder des ausgezeichneten Projekts Holsteiner Lebensraumkorridore (v.l.n.r.): Torsten Conradt und Volker Seifert (Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, LBV-SH), Dr. Björn Schulz (Stiftung Naturschutz, StN), Ulrike Schmidt (LBV-SH), Henning Niss

Die Mitglieder des ausgezeichneten Projekts Holsteiner Lebensraumkorridore (v.l.n.r.): Torsten Conradt und Volker Seifert (Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, LBV-SH), Dr. Björn Schulz (Stiftung Naturschutz, StN), Ulrike Schmidt (LBV-SH), Henning Nissen (Uni Kiel), Christiane Herty (Schleswig-Holsteinische Landesforsten), Christian Lange (StN), Marita Böttcher (Bundesamt für Naturschutz), Heinrich Reck (Uni Kiel), Armin Winter (Deutscher Jagdverband), Staatssekretär Dr. Ulf Kämpfer, Kerrin Müller (Uni Kiel), Frank Buhs (Wildpark Eekholt). © Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Bild zu: Erster globaler Atlas der Biodiversität in Binnengewässern online © IGB

Bild zu: Erster globaler Atlas der Biodiversität in Binnengewässern online © IGB

Für den Schutz von Ackerwildkräutern setzt sich beispielsweise das UN-Dekade-Projekt "Netzwerk Blühender Bodensee" ein. © Bodensee-Stiftung

Für den Schutz von Ackerwildkräutern setzt sich beispielsweise das UN-Dekade-Projekt "Netzwerk Blühender Bodensee" ein. © Bodensee-Stiftung

Das neue Medienforum gruener-journalismus.de bietet beispielsweise wichtige Quellen zur Überfischung und speziell der EU-Fischereipolitik und ihrer jüngsten Reform zusammengefasst und kurz kommentiert. © Florian Möllers, www.florianmoellers.com

Das neue Medienforum gruener-journalismus.de bietet beispielsweise wichtige Quellen zur Überfischung und speziell der EU-Fischereipolitik und ihrer jüngsten Reform zusammengefasst und kurz kommentiert. © Florian Möllers, www.florianmoellers.com

Logo des Filmprojektes "Ideen.Transfair" © Arbeitsstelle Weltbilder e.V.

Logo des Filmprojektes "Ideen.Transfair" © Arbeitsstelle Weltbilder e.V.

Über 100 Große Abendsegler überwintern in einem Fledermauskasten. © IZW

Über 100 Große Abendsegler überwintern in einem Fledermauskasten. © IZW

Mobilität: Welcher Komfort-Typ sind Sie? © angizz, rukanoga, Olexiy Voloshyn - Fotalia.com

Mobilität: Welcher Komfort-Typ sind Sie? © angizz, rukanoga, Olexiy Voloshyn - Fotalia.com

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Mobilität: Welcher Komfort-Typ sind Sie? © angizz, rukanoga, Olexiy Voloshyn - Fotalia.com

Radnetzspinne mit Pollen im Netz. © Dirk Sanders

Radnetzspinne mit Pollen im Netz. © Dirk Sanders

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