Vielfalt News Nr. 59 | 23. Januar 2014

Begrüßung

Liebe Leserinnen und Leser,

die Wahl für den Publikumspreis des UN-Dekade-Fotowettbewerbs befindet sich im Endspurt. Noch bis zum 31. Januar können Sie hier Ihren Favoriten aus den 30 besten Bildern wählen.

Neue Studien zeigen, dass große und alte Bäume besonders wichtig für den Klimaschutz sind und dass der Pilz, der Amphibien weltweit bedroht, künftig durch Mikroorganismen bekämpft werden könnte. Es gibt ein deutsches Plädoyer und ein Schweizer Projekt für eine landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion, die weniger natürliche Ressourcen verbraucht. Wir gratulieren zwei neuen UN-Dekade-Projekten: In Hessen bringen die Jugendburg Hessenstein und die Naturschutzjugend Kindern die lebendige Vielfalt näher. Für die Fische, Amphibien und Reptilien in Deutschland und Brasilien haben Bremer Wissenschaftler einen digitalen Verbreitungsatlas entwickelt.

Heute machen wir Sie auf die Ausstellung "Human Footprint", den Welttag der Feuchtgebiete, den Jugendkongress Biodiversität 2014 und eine Publikation zu Konflikten um die Nutzung natürlicher Ressourcen aufmerksam. Wussten Sie, dass ein neues Faitrade-Label für Bekleidung geplant ist, das die gesamte Lieferkette umfasst? Dass Deutschland zu den "Klimasündern" gehört, unser persönliches Alltagsverhalten entscheidend für den Klimaschutz ist und wir dazu mehr Geschichten erzählen sollten?

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Herzliche Grüße,

Dr. Natalie Bergholz
für das UN-Dekade-Team

Neues zur biologischen Vielfalt

  • 16.01.2014. Bislang galt es als Tatsache, dass Bäume nach ihrer Lebensmitte weniger Kohlendioxid speichern und daher geringfügiger zum Klimaschutz beitragen. Das stellt eine neue Studie nun jedoch infrage: Ein internationales Team von Wissenschaftlern untersuchte rund 700.000 Bäume von mehr als 400 Arten. Dabei fanden sie heraus, dass 97 Prozent der Baumarten umso schneller wachsen, je größer sie werden. „Dabei haben wir Baumarten von allen Kontinenten und aus verschiedenen Klimazonen untersucht“, erläutert die Forscherin Nadja Rüger. „Die Ergebnisse sind eindeutig und haben große Bedeutung für das Verständnis und die Vorhersage der Zusammenhänge zwischen Vegetation, Kohlenstoffkreislauf und Klima.“ Entgegen der früheren Annahme bedeutet das kontinuierlich beschleunigte Wachstum, dass große, alte Bäume mehr von dem Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen als junge, kleine Bäume. So nimmt ein Baum mit rund einem Meter Durchmesser dreimal soviel an Biomasse zu wie ein nur halb so breiter Baum. Forscherkollege Adrian Das ist überzeugt: „Die großen und alten Bäume spielen nach unseren Ergebnissen eine überproportional wichtige Rolle in der Kohlenstoff-Dynamik eines Waldes.“ Mehr über die Studie lesen Sie hier.
  • 20.01.2014: Amphibien sind von einer Pandemie betroffen, die ihr weltweites Aussterben massiv beschleunigt. 30 Prozent der Amphibienarten stehen bereits auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN). Zu den stärksten Bedrohungen zählt neben dem Klimawandel und der Zerstörung ihrer Lebensräume die tödliche Pilzerkrankung Chytridiomykose. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse wecken nun die Hoffnung, die Chytridiomykose in Zukunft bekämpfen zu können. Ein internationales Forscherteam fand heraus, dass die gefährlichen Pilzsporen in einigen Seen von bestimmten Mikroorganismen vertilgt werden. Dies führt laut den Wissenschaftlern dazu, dass weniger Amphibien erkranken. „Der Hunger dieser winzigen Räuber lässt den Infektionsdruck für die gesamte Population sinken, weil weniger Kaulquappen infiziert werden“, erläutert Dr. Mark Blooi von der Universität Gent. Die Forscher vermuten, dass der Chytridpilz durch eine Ansiedlung der Mikroorganismen in infizierten Gebieten auf natürliche Weise bekämpft werden könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • 21.01.2014. Wie kann in Zeiten von Klimawandel und wachsender Weltbevölkerung die Ernährung gesichert werden? Trotz immer höherer Erträge der industriellen Landwirtschaft sind weltweit 870 Millionen Menschen unterernährt. Gleichzeitig werden Böden, Wasser, Klima und biologische Vielfalt durch die intensive Nutzung zunehmend belastet. Dr. Wilfried Bommert vom Institut für Welternährung fordert: „Wir müssen weg von dieser ressourcenfressenden Landwirtschaft. Weiter wie bisher ist keine Option“. Die für die intensive Landwirtschaft benötigten Ressourcen würden immer knapper. Derzeit verbrauche die Herstellung einer Nahrungskalorie zehn fossile Kalorien. Da die Preise für Energie immer weiter steigen, würde diese Form der Landwirtschaft ökonomisch immer ungünstiger. „Wir müssen hin zu Low-Input-Systemen“, bekräftigt der Agrarwissenschaftler. „Auch die Zivilgesellschaft will eine Agrar-Ernährungswende.“ Die Zahlen der Demonstration „Wir haben es satt“ parallel zur "Internationalen Grünen Woche" in Berlin geben ihm recht: 30. 000 Teilnehmer protestierten gegen die industrielle Landwirtschaft und für einen ökologischen Landbau. Um diese Agrar- und Ernährungswende voranzubringen, haben die Vereinten Nationen 2014 zum „Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe“ erklärt. Die landwirtschaftlichen Familienbetriebe produzieren weltweit 70 Prozent aller Lebensmittel. Um ihren Hof mit intakten natürlichen und finanziellen Ressourcen weitergeben zu können, wirtschaften sie oft nachhaltig (Quelle: NeFo-Interview von Verena Müller). In der Schweiz startete nun ein neues Forschungsprogramm für gesunde und umweltverträglich hergestellte Lebensmittel, um sowohl die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern als auch die natürlichen Ressourcen zu schonen. Fred Paccaud, der Leiter des Programms, beschreibt diese Herausforderung: „Es gilt, die Nahrungsmittelproduktion neu zu erfinden. Sie soll mit weniger Wasser und Boden auskommen, um gesunde und weiterhin erschwingliche Kost herzustellen.“

UN-Dekade-Projekte

  • Naturentdecker auf Tour – Forschungsreise zur biologischen Vielfalt“ wurde am 14. November 2013 in Vöhl von Landrat Dr. Reinhard Kubat als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet. Dabei lobte er das vorbildliche Bildungsprogramm der Jugendburg Hessenstein und der Naturschutzjugend (NAJU) Hessen: „Der Schutz von Tier- und Pflanzenarten, Lebensräumen und genetischer Vielfalt ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Ich freue mich, die Jugendburg und die NAJU als erstes UN-Dekade-Projekt im Landkreis Waldeck-Frankenberg auszeichnen zu dürfen“, erklärte Kubat. Auch die UN-Dekade-Jurorin Pia Zimmermann zeigte sich begeistert: „Auf der Jugendburg Hessenstein können Schülerinnen und Schüler auf eine spannende Forschungsreise in die Lebensräume Wasser, Wiese und Boden gehen. Dabei lernen sie eigenständig die lebendige Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenarten und deren Bedeutung für uns Menschen kennen“, so die Redakteurin beim Hessischen Rundfunk. „Die jungen Naturentdecker bestimmen dazu beispielsweise die Artenvielfalt und Gewässergüte in Flüssen oder sammeln Wiesenpflanzen für die eigene Herstellung von Heilsalben. Ich wünsche dem Projekt, an dem schon über 600 Kinder und Jugendliche teilgenommen haben, weiterhin viel Erfolg und gratuliere zu der Auszeichnung!“ Mehr zu dem ausgezeichneten Projekt erfahren Sie hier.
  • Oftmals fehlen umfassende Daten zu der Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten, um diese Arten effizient schützen oder erforschen zu können. Diesen Missstand will das Projekt "Digitaler Biodiversitätsatlas - Open Access Darstellung faunistischer Daten im Internet" beheben. Ein interdisziplinäres Forscherteam an der Hochschule Bremen entwickelte ein Internetportal, über das Ehrenamtliche ihre regionalen Beobachtungen zu einzelnen Arten eingeben können. Diese Daten werden anschließend durch Wissenschaftler geprüft, ausgewertet und veröffentlicht. Umgesetzt wird diese neue Anwendung bereits auf "Fischfauna-online", einem digitalen Atlas für Fischarten in Deutschland und Österreich. Weitere Anwendungen sind geplant, beispielsweise für einen Atlas zu Fischen, Amphibien und Reptilien in dem Bundesstaat Pernambuco in Brasilien. Angela Krumme von der UN-Dekade-Geschäftsstelle begrüßte die Auszeichnung des Projekts am 21. November 2013 in Bremen: „Der Digitale Biodiversitätsatlas vereinigt viele Beteiligte in einem Vorhaben - Wissenschaftler, akademisch gebildete Experten und engagierte Bürger können nun im Internet ihre Tierbeobachtungen eingeben“ beschreibt die Mitarbeiterin. „Die Geschäftsstelle der UN-Dekade gratuliert herzlich zur Auszeichnung und wünscht weiterhin viel Erfolg!“. Mehr Informationen zu dem vorbildlichen Projekt finden Sie hier.

Termine und Publikationen

  • Die Ausstellung "Human Footprint - Menschliches Handeln im Satellitenbild" ist vom 18. Januar bis 16. März 2014 in Bonn zu sehen. 33 großformatige Satellitenbilder gewähren faszinierende Blicke auf den Planeten Erde und zeigen, wie stark der Mensch natürliche Landschaften durch sein Wirken verändert. Viele Gebiete, in denen intensiv Bergbau oder Landwirtschaft betrieben werden, sehen aus großer Höhe wie abstrakte Kunstwerke aus. Gigantische Städte, Flughäfen und Verkehrsnetze wirken wie graphische Muster oder Aquarelle. Auf den ersten Blick sind die Bilder daher ästhetisch und fesselnd. Doch bei näherer Betrachtung werden die beklemmenden Auswirkungen einer stetig wachsenden Bevölkerung mit steigendem Lebensstandard deutlich. Prof. Dr. Wolfgang Wägele, der Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums (ZFMK), in dem die Ausstellung gezeigt wird, bekräftigt: "Die Lebensraumzerstörung ist ein ganz wichtiges Thema eines großen Naturkundemuseums". Mehr zu der Ausstellung lesen Sie hier. Ein Video zu dem Begriff "ökologischer Fußabdruck" finden Sie hier. Es beschreibt, wie dieser Indikator gemessen wird und welche Belastung die menschlichen Bedürfnisse für verschiedene Ökosysteme darstellen.
  • Am 2. Februar 2014 ist Welttag der Feuchtgebiete: Seit 1971 wird an diesem Tag auf die Bedeutung der feuchten Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, wie Biber, Fischotter, Frösche und seltene Orchideen, aufmerksam gemacht. So lebt in den Auen beispielsweise die Blume des Jahres 2014, die bedrohte Schwanenblume (Butomus umbellatus). Früher als Heilpflanze genutzt, ist sie inzwischen oft als Zierpflanze in Gartenteichen zu sehen. Feuchtgebiete sind aber nicht nur wertvolle Lebensräume, sie stellen auch Wasser als natürliche Ressource bereit, dienen als Erholungsräume, schützen Küstenlinien und tragen zum Klimaschutz bei. Eine Vielzahl der Feuchtgebiete weltweit ist jedoch massiv bedroht, insbesondere von dem zunehmenden Flächen- und Wasserverbrauch durch die Landwirtschaft. Neben Trockenlegung, überhöhter Nährstoffzufuhr und der Zerstörung von Uferzonen, leiden Feuchtgebiete und ihre Bewohner auch stark unter der Verschmutzung durch Abwässer und Chemikalien. Doch hier können Sie in Ihrem Alltag aktiv etwas dazu beitragen, die wertvollen Lebensräume zu entlasten. Helfen Sie mit, indem Sie phosphatfreie, umweltfreundliche Reinigungsmittel nutzen und diese sparsam einsetzen. Und am besten entsorgen Sie alte Medikamente nicht im Hausmüll oder Abwasser, denn viele der Inhaltsstoffe werden nicht oder nicht ausreichend in den Kläranlagen abgebaut.
  • Bis zum 23. April 2014 können sich junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren für den Jugendkongress Biodiversität 2014 auf Rügen anmelden. Der Kongress bietet ihnen vom 18. bis 21. September 2014 die Möglichkeit, sich mit bis zu 160 Gleichgesinnten zu eigenen Ideen und Projekten für den Schutz der biologischen Vielfalt auszutauschen. Praxisworkshops, Fachvorträge, eine Podiumsdiskussion oder Exkursionen bieten einen Einblick in das Thema. Bei der Programmgestaltung sind neben Experten auch ganz besonders die Beiträge der jungen Menschen gefragt. Bereits an den Planungen des Kongresses sind zehn engagierte Jugendliche beteiligt. Für die Teilnahme gibt es keine besondere fachliche Voraussetzung, aber Engagement oder Kreativität sind für das Einreichen eigener Projektideen gefragt. Die besten Ideen zum Thema Nachhaltigkeit und biologische Vielfalt haben eine Chance auf finanzielle Unterstützung. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Neu Erschienen ist im Oekom-Verlag der Sammelband "Wettstreit um Ressourcen. Konflikte um Klima, Wasser und Boden". Die natürlichen Ressourcen der Erde sind gefährdet und zugleich unverzichtbar für die Menschheit. Aus der Konkurrenz um ihre Nutzung können verschiedene Konflikte entstehen. International renommierte Experten aus verschiedenen Fachrichtungen beschreiben in der Publikation, wie sich diese Konflikte auf innerstaatlicher und globaler Ebene auswirken und welche Kooperationen und Lösungen möglich sind. Die Beiträge umfassen politikwissenschaftliche, wirtschafts- und sozialgeographische, völkerrechtliche, regionalwissenschaftliche und theologisch-normative Aspekte. Mehr dazu lesen Sie hier.

„Wussten Sie schon, dass…?“

  • ... Fairtrade ein neues Label für Bekleidung entwickeln will? Es gibt es zwar bereits Textilien aus fair angebauter Baumwolle, aber bei der Weiterarbeitung der Baumwolle gilt noch kein fairer Standard. Künftig soll daher die gesamte Lieferkette zertifiziert werden, also auch die Situation der Arbeiter und Näherinnen in den Fabriken berücksichtigt werden. Die ersten Kleidungsstücke mit einem solchen Label kommen laut Fairtrade vermutlich in drei Jahren auf den Markt. Das Interesse der Medien und Konsumenten an fair produzierter Kleidung ist groß, das Angebot dagegen gering. Maren Sartory von Fairtrade Deutschland sieht hier die Unternehmen in der Pflicht, die dafür sorgen müssten, dass ihre gesamten Lieferketten fair sind. Sie beschreibt die Herausforderungen: "Wir wollen nicht einfach einen neuen Standard schaffen". Denn Zertifizierungen und Verhaltensnormen würden nicht immer gelebt. "Wir wollen, dass sich ein Unternehmen auch in eine bestimmte Richtung entwickelt. Es bringt nichts, nur eine Liste abzuhaken", so die Fairtrade-Mitarbeiterin. Immerhin hätten viele Bekleidungsketten Interesse an dem neuen Standard. Das gesamte Interview mit Maren Sartory finden Sie hier.
  • ... Deutschland zu den Ländern gehört, die am stärksten zum Klimawandel beitragen? Wissenschaftler haben berechnet, wie stark einzelne Länder in den vergangenen 200 Jahren zur Erderwärmung beigetragen haben. Auf der Rangliste der sieben Staaten, die mehr als 60 Prozent zu verantworten haben, steht Deutschland an sechster Stelle. Neben dem Treibhausgasausstoß liegen den neuen Berechnungen auch Veränderungen der Landschaft wie das Abholzen von Wäldern zugrunde. Berücksichtigt wurde auch der abkühlende Effekt von sogenannten Aerosolen in der Luft, beispielsweise durch Schwefelgase. Die neuen Zahlen zeigen laut den Forschern, wie schwierig es werde, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Gemäß der Studie trägt nach den USA besonders China durch seine Treibhausgase zu einem weltweiten Temperaturanstieg bei. Verantwortlich sind dafür jedoch auch die EU, die USA und andere Länder, die einen Teil ihrer Produktion nach China ausgelagert haben. Ein internationales Forscherteam hat berechnet, das rund ein Drittel des Schwefeldioxids und der Stickoxide und fast 20 Prozent des von China emittierten Rußes allein auf Kosten von Exportwaren gehen.
  • ... mehr als die Hälfte der Gesamtemissionen von elf Tonnen CO2 pro Peron und Jahr direkt oder indirekt durch private Haushalte verursacht werden? Weil das persönliche Alltagsverhalten eine solch entscheidende Rolle für den Klimaschutz spielt, zeigt das Forschungsprojekt "KlimaAlltag" Potenziale für CO2-arme Lebensstile auf. Laut dem Klimaexperten Immanuel Stieß ist Klimaschutz keinesfalls gleichbedeutend mit Verzicht an Lebensqualität: „Vielmehr können bereits mit moderaten Veränderungen im Alltag, beispielsweise durch Bezug von Ökostrom, Kauf von saisonalen und regionalen Lebensmitteln und häufigere Nutzung von Bus und Bahn 10 bis 15 Prozent an CO2 eingespart werden“. Die Forscher beobachteten, dass gerade Menschen, die auf ihr Geld achten müssen, eine gute CO2-Bilanz aufweisen. Die Studie zeigt aber auch, dass Wissen alleine nicht automatisch zu einem klimaschonenden Handeln führt. Ökologische Effekte seien am ehesten zu erwarten, wenn Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit bekommen, Klimaschutz "auszuprobieren", beispielsweise durch kostenlose Schnupper-Tickets für den ÖPNV.
  • ... Kurzgeschichten zu umweltfreundlicherem Verhalten anregen können? Was bereits lange vermutet wurde, ist jetzt bewiesen: Forscher der Universität Koblenz-Landau zeigten, dass eine unterhaltsame Geschichte mit Informationen zu Sprit sparendem Autofahren zu einer Einstellungsänderung führen kann. Nach der Lektüre waren die Leserinnen und Leser signifikant stärker bereit, die geschilderten Maßnahmen künftig selbst umzusetzen. Sie waren motiviert, sich umweltfreundlicher zu verhalten. Bei einer späteren Befragung zu ihrem tatsächlichen Fahrverhalten, zeigten sich allerdings weniger klare Effekte. Laut Prof. Dr. Markus Appel belegt die Studie dennoch, dass umweltrelevantes Handeln durch geeignete Geschichten gefördert werden kann. „Überzeugungsänderungen durch Spielfilme, Romane und Co. resultieren meist nicht aus genauen Überlegungen. Sie passieren ohne dass wir intensiv über eingebundene Argumente nachdenken“, so der Forscher. In der Studie wurde zudem deutlich, dass der Einfluss der Geschichte umso stärker ist, wenn die umweltrelevanten Inhalte von vertrauenswürdigen Figuren vermittelt werden. Dies bestätigt, wie sinnvoll beispielsweise der Einsatz der UN-Dekade-Botschafterinnen und Botschafter ist, die ihr Engagement für die biologische Vielfalt authentisch und anschaulich vermitteln.
Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass die größten Bäume die höchste Leistungsfähigkeit in Sachen Kohlendioxid-Speicherung aufweisen. © Schutzgemeinschaft Kyffhäuser-Unstrutlandschaft e.V.

Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass die größten Bäume die höchste Leistungsfähigkeit in Sachen Kohlendioxid-Speicherung aufweisen. © Schutzgemeinschaft Kyffhäuser-Unstrutlandschaft e.V.

Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in den Pyrenäen. Dass einige Populationen trotz Infektion mit dem Chytridpilz überlebten, brachte die Wissenschaftler auf die Spur. © Dirk S. Schmeller/UFZ

Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) in den Pyrenäen. Dass einige Populationen trotz Infektion mit dem Chytridpilz überlebten, brachte die Wissenschaftler auf die Spur. © Dirk S. Schmeller/UFZ

Die Vereinten Nationen haben 2014 zum "Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe" ernannt. © FAO

Die Vereinten Nationen haben 2014 zum "Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe" ernannt. © FAO

Elke Hochgesand und Andrea Garthe (Jugendburg Hessenstein), Landrat Reinhard Kubat, Berthold Langenhorst (Pressesprecher), Stefanie Huwald (Geschäftsführerin), Kai Bremmer (Kreishandwerkerschaft), Stephie Boley und Sebastian Weigand (Jugendburg), Gerd R

Elke Hochgesand und Andrea Garthe (Jugendburg Hessenstein), Landrat Reinhard Kubat, Berthold Langenhorst (Pressesprecher), Stefanie Huwald (Geschäftsführerin), Kai Bremmer (Kreishandwerkerschaft), Stephie Boley und Sebastian Weigand (Jugendburg), Gerd Rös und Jan Sachse (NAJU). © Bernert

Wassertag der Naturentdecker auf Tour: Bestimmung der Gewässergüte - Trinkwassertest. © Jugendburg Hessenstein gGmbH

Wassertag der Naturentdecker auf Tour: Bestimmung der Gewässergüte - Trinkwassertest. Download © Jugendburg Hessenstein gGmbH

Auszeichnung "Digitaler Biodiversitätsatlas": Prof. Dr. Glícia Calazans, Prof. Dr.-Ing. Heide-Rose Vatterott, B.Sc. Carl-Heinz Genzel, M.Sc. Martin Winkler und Prof. Dr. Heiko Brunken. © Michael Bahlo

Auszeichnung "Digitaler Biodiversitätsatlas": Prof. Dr. Glícia Calazans, Prof. Dr.-Ing. Heide-Rose Vatterott, B.Sc. Carl-Heinz Genzel, M.Sc. Martin Winkler und Prof. Dr. Heiko Brunken. © Michael Bahlo

Bild der Ausstellung "Human Footprint": In der Region um Beaumont im Südwesten Australiens sind weite Ackerflächen mit Salztümpeln durchsetzt. © eoVision/DigitalGlobe/e-GEOS 2011

Bild der Ausstellung "Human Footprint": In der Region um Beaumont im Südwesten Australiens sind weite Ackerflächen mit Salztümpeln durchsetzt. © eoVision/DigitalGlobe/e-GEOS 2011

„Jugend|Zukunft|Vielfalt“: Bis zum 23. April können sich Jugendliche unter www.jugend-zukunft-vielfalt.de mit einem Projekt oder einer Idee zum Thema Nachhaltigkeit und Biodiversität um eine Teilnahme am Jugendkongress Biodiversität 2014 bewerben.

„Jugend|Zukunft|Vielfalt“: Bis zum 23. April können sich Jugendliche unter www.jugend-zukunft-vielfalt.de mit einem Projekt oder einer Idee zum Thema Nachhaltigkeit und Biodiversität um eine Teilnahme am Jugendkongress Biodiversität 2014 bewerben. © BMUB, BfN, DBU

Konflikte um Klima, Wasser und Boden - Universität Osnabrück legt Sammelband vor © Oekom-Verlag

Konflikte um Klima, Wasser und Boden - Universität Osnabrück legt Sammelband vor © Oekom-Verlag

Smog über dem Osten Chinas. © NASA/GSFC, SeaWiFS Project, ORBIMAGE

Smog über dem Osten Chinas. © NASA/GSFC, SeaWiFS Project, ORBIMAGE

Die Köchin und UN-Dekade-Botschafterin Sarah Wiener setzt sich für eine gesunde und nachhaltige Ernährung ein. © Sarah Wiener

Die Köchin und UN-Dekade-Botschafterin Sarah Wiener setzt sich für eine gesunde und nachhaltige Ernährung ein. © Sarah Wiener

Peter Maffay möchte darauf aufmerksam machen, dass jeder etwas tun kann, um die natürlichen Lebensgrundlagen für Kinder weltweit zu erhalten. © Margaretha Olschewski

Peter Maffay möchte darauf aufmerksam machen, dass jeder etwas tun kann, um die natürlichen Lebensgrundlagen für Kinder weltweit zu erhalten. © Margaretha Olschewski

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