Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel ausgezeichnet

Am 8. Dezember wurde in Simmerath das Wildnis-Trail-Angebot im Nationalpark Eifel als neues UN-Dekade Biologische Vielfalt-Projekt ausgezeichnet. Der 85 Kilometer lange Wanderweg führt einmal quer durch die entstehende Wildnis im Nationalpark Eifel. In vier Tagesetappen können Wanderer die Vielfalt der Landschaften und Lebensräume im Nationalpark erleben. Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann vom Bundesamt für Naturschutz übergab die Auszeichnung im Heilsteinhaus Simmerath-Einruhr an die Nationalparkverwaltung Eifel.

Im Nationalpark Eifel soll sich die Natur frei und möglichst ohne den aktiven Eingriff des Menschen als Wildnis entwickeln können. Zugleich soll das Schutzgebiet aber auch attraktive Naturerlebnisse ermöglichen und Besucher anlocken. Der Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel macht durch eine geschickte Streckenführung deutlich, wie der Erhalt ökologisch sensibler Bereiche und Naturerlebnis zusammengehen können. Von Monschau-Höfen im Süden bis zur nördlichen Spitze bei Hürtgenwald-Zerkall können Besucher auf teils sehr anspruchsvollen Strecken sämtliche Landschaften und Lebensräume sowie die beeindruckende biologische Vielfalt des Nationalparks erleben. Der stilisierte Wildkatzenkopf weist Ihnen den Weg. 

Das Projekt
In den Jahren 2004 bis 2007 wurde das Wanderangebot Wildnis-Trail entwickelt. Initiatorin war die Nationalparkverwaltung Eifel. An der Konzeption und Umsetzung waren verschiedene Partner aus der Region beteiligt, wie die Eifel Tourismus GmbH, lokale Tourismusorganisationen, Nationalpark-Gastgeber und Nationalpark-Waldführer, der Naturpark Nordeifel, der Eifelverein und der ÖPNV.


Heute führt der Weg einmal quer durch den Nationalpark Eifel. Auf vier Tagesetappen mit 18 bis 25 Kilometern Länge können ambitionierte Wanderer sämtliche Landschaften des Nationalparks erleben: Von den Narzissen-Wiesen und Nadelwäldern im Süden, der Seenlandschaft im Herzen des Großschutzgebietes, weitem Grasland auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang bis zu den naturnahen Buchen- und Eichenmischwäldern im Norden des Nationalparks. Zahlreiche Angebote zur Umweltbildung auf dem Weg vermitteln Wissen über die biologische Vielfalt und fördern das Verständnis für ihren Schutz.

„Mit dem „Wildnis-Trail“ hat die Nationalparkverwaltung Eifel ein professionelles und modernes Angebot im Bereich Naturerlebnistourismus geschaffen. Es verbindet Naturschutz und Tourismus in vorbildlicher Art und Weise und trägt dazu bei, in dieser ländlichen Region zusätzliche wirtschaftliche Impulse zu setzen. Ich freue mich, dieses Vorhaben als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt auszeichnen zu können“, so Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, Fachgebietsleiter im Bundesamt für Naturschutz und Mitglied der UN-Dekade Fachjury.   


Besucher können den „Wildnis-Trail“ auf eigene Faust bewandern oder ein Arrangement, wahlweise mit Gepäckservice, in Anspruch nehmen. Und: Die Wanderung kann sogar als Bildungsurlaub geltend gemacht werden.  

Prof. Karl-Heinz Erdmann vom Bundesamt für Naturschutz (r) übergibt die Auszeichnung an (v. r.): Michael Lammertz, Initiator des Wildnis-Trails, Cornelia Freuen und Annika Semmler (Monschauer and Touristik), Marion Müller und Karin Birkhoff (Nationalpark-Gastgeber), Gotthard Kirch (Rureifel-Tourismus). Foto: Nationalparkverwaltung Eifel / A. Simantke

Prof. Karl-Heinz Erdmann vom Bundesamt für Naturschutz (r) übergibt die Auszeichnung an (v. r.): Michael Lammertz, Initiator des Wildnis-Trails, Cornelia Freuen und Annika Semmler (Monschauer and Touristik), Marion Müller und Karin Birkhoff (Nationalpark-Gastgeber), Gotthard Kirch (Rureifel-Tourismus). Foto: Nationalparkverwaltung Eifel / A. Simantke

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