Universität Lüneburg für Forschungsprojekt zu Kulturlandschaften von UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Dr. Josef Tumbrinck, Unterabteilungsleiter des Bundesumweltministeriums, würdigt „ÖkoKult“ für die wertvollen Ergebnisse zur Pflege und zum Erhalt nährstoffarmer Lebensräume.

Lüneburg, 11. August 2020 – Die Leuphana Universität Lüneburg entwickelt im Rahmen des Projekts „ÖkoKult“ adaptive Pflegemaßen zum Erhalt ökologisch wertvoller Heide- und Magerrasen sowie extensiv bewirtschafteter Wald- und Ackerflächen. Die Arbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. Ziel von ÖkoKult ist, wertvolle Ökosystemleistungen historisch gewachsenen Kulturlandschaften zu sichern und ihre charakteristische Biodiversität langfristig zu erhalten. In einer Videobotschaft würdigt Dr. Josef Tumbrinck, Leiter der Unterabteilung Naturschutz im Bundesumweltministerium und Mitglieder UN-Dekade Fachjury, das Projekt und bedankt sich für das Engagement.

 

Die für das norddeutsche Tiefland charakteristischen Kulturlandschaften zeichnen sich durch eine große Tier- und Pflanzenvielfalt und wichtige Ökosystemleistungen aus, wie Grundwasserneubildung aber auch kulturelle Identität und gesellschaftliche Wohlfahrtswirkungen. Lebensraumverluste und Fragmentierung durch Landnutzungswandel und Klimawandel sind wesentliche Gefährdungsursachen. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, untersucht Ökokult, welche Möglichkeiten der langfristigen Sicherung mittels Pflege- und Managementverfahren bestehen und wie diese rechtlich abzusichern und zu finanzieren sind. Analysiert wird unter anderem, wie sich Ökosystemleistungen in charakteristischen Lebensräumen der Kulturlandschaft Lüneburger Heide in Folge konventioneller und neuer Verfahren zur Heidepflege (Spitzenmahd, Entfernung der Moosschicht) verändern.

 

Das Verbund-Vorhaben „Sicherung der Ökosystemdienstleistungen und Biodiversität von extensiv bewirtschafteten Kulturlandschaften (ÖkoKult)” wird im Rahmen der gemeinsamen Förderinitiative “Forschung zur Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie” (F&U NBS) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit einer Summe in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Euro gefördert.

Zum Video-Statement: https://www.youtube.com/watch?v=fyyXpRBItgQ

Zur Projektbeschreibung

 

Projektträger

Leuphana Universität Lüneburg
Universitätsallee 1
21335 Lüneburg

Ansprechpartnerin

Herr Dr. David Walmsley
Tel.: 04131 677 2083
walmsley(at)leuphana.de

Versuchsfläche zur Restitution artenreicher Sandmagerrasen auf ehemaligen Dreesch-Äckern. Im Vordergrund der Kontrollstreifen ohne Mahdgutausbringung. | © David Walmsley

Versuchsfläche zur Restitution artenreicher Sandmagerrasen auf ehemaligen Dreesch-Äckern. Im Vordergrund der Kontrollstreifen ohne Mahdgutausbringung. | © David Walmsley

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