UN-Dekade-Konferenz am 7. Juni im Livestream

Bundesumweltministerin Svenja Schulz erörtert mit hochrangigen Gästen die Ergebnisse der UN-Dekade Biologische Vielfalt und blickt auf die nächsten 10 Jahre.

Bonn/Hürth, 11. Mai 2021 – Die Konferenz „UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 in Deutschland: Was war, was bleibt, was kommt?“ bietet einen Rückblick auf die Ergebnisse der gerade vergangenen UN-Dekade und einen Ausblick auf die UN-Dekade Ecosystem Restoration 2021–2030. Die Veranstaltung findet am 7. Juni 2021, 13.00 Uhr –16.30 Uhr online mit Livestream statt. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2021. Alle Informationen zu Programm und Anmeldung finden sich unter: https://undekade-tagung.de

 

Mehr als 1.000 UN-Dekade Projekte öffentlich ausgezeichnet

Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt war es, in der Gesellschaft mehr Verständnis und Engagement für das Thema zu schaffen sowie bestehende Aktivitäten zu würdigen. Mehr als 1.000 Projekte sind ausgezeichnet worden: 773 Projekte im Bereich „Biologische Vielfalt“, 250 im Bereich „Soziale Natur – Natur für alle“. Dass sich die Auszeichnungen mit diesem Qualitätssiegel gelohnt haben, belegt die Befragung der Projektträger durch die UN-Dekade Geschäftsstelle. Für 76% der Projekte hat sich ihre öffentliche Bekanntheit und Wahrnehmung verbessert; bei 77% war ein zusätzlicher Motivationsschub im Projektteam zu verzeichnen; und bei 61% der Projekte haben sich neue Aktivitäten entwickelt oder sind neue Personen hinzugekommen. Mehr als 1.000 Laudator/innen – daruner viele Bürgermeister/innen, Landräte/innen und Minister/innen – haben sich für Biodiversitätsprojekte ausgesprochen und ein Zeichen gesetzt.

 

Große Vielfalt des Engagements in der Gesellschaft

Die Projekte demonstrieren, wie groß die Vielfalt des Engagements für die Biodiversität in Deutschland ist, auch hinsichtlich der gesellschaftlichen Gruppen. Neben staatlichem/nicht-staatlichem Naturschutz gehörten Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kommunen, Bildung und Wissenschaft sowie Sozialverbände und Gesundheit dazu.

 

Schnittstellen zwischen Biodiversität und sozialen Fragen

Mit dem Sonderthema „Soziale Natur – Natur für alle“ hat die UN-Dekade zudem zu einem neuen Verständnis für die Schnittstellen zwischen Biodiversität und sozialen Fragen beigetragen. Dabei standen vier Bereiche im Fokus: „Gemeinschaftsgrün“, „Naturerfahrungsräume und Naturerlebnisse für junge Menschen“, „Unterstützende Maßnahmen in der Lebenshilfe und Betreuung“ sowie „Inklusion und Teilhabe“.

 

Große Herausforderungen für die nächsten 10 Jahre

Der Rückgang der biologischen Vielfalt beschleunigt sich weiterhin durch Landnutzungsänderungen, Verschmutzungen und Klimawandel. Die neue EU-Biodiversitätsstrategie sieht u.a. vor:

·      30% des EU-Gebiets bis 2030 sollen aus Naturräumen bestehen

·      20 Mrd. Euro/Jahr sollen zur Verbesserung der Biodiversität eingesetzt werden

·      der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll um 50% reduziert werden

Das Ende der UN-Dekade 2011–2020 verbindet sich mit dem Beginn der UN-Dekade Ecosystem Restoration 2021–2030. In diesem neuen Jahrzehnt liegt der Fokus auf dem Erhalt und der Wiederherstellung der verschiedenen Ökosysteme. Die UN-Dekade Ecosystem Restoration hat das Ziel, die Verschlechterung und Zerstörung von Ökosysteme aufzuhalten und dieser Entwicklung entgegenzuwirken, zum Wohle von Mensch und Natur.

 

Wir freuen uns auf spannende Gespräche mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze und weiteren hochrangigen Personen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

 

Weitere Informationen zur Konferenz: http://undekade-tagung.de

 

Anmeldung zum Online-Stream: http://www.undekade-tagung.de/anmeldung

 

 

Kontakt

Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt
Arno Todt
02233 - 481452
geschaeftsstelle@undekade-biologischevielfalt.de

© iStock/Angelina Cecchetto

© iStock/Angelina Cecchetto

Aktuelles, Projekte und Termine in unserem Newsletter
*Pflichtfeld