UN-Dekade Biologische Vielfalt zeichnet „Einzigartige Vielfalt im Allerbachtal“ aus

Seit 2008 setzt sich der Landschaftspflegeverband Harz e.V. für den Schutz der Artenvielfalt in der Bachaue des Allerbachs ein. Prof. Dr. Claudia Dalbert, Umweltministerin von Sachsen-Anhalt, würdigt das neue UN-Dekade-Projekt.

Hasselfelde, 24. Juli 2020 – Die Bachauen des Allerbachs zwischen den Orten Tanne und Trautenstein beheimaten eine Vielzahl seltener und gefährdeter Pflanzenarten. Seit mehr als zehn Jahren pflegt und revitalisiert hier der Landschaftspflegeverband Harz e.V. Berg- und Feuchtwiesen und sichert so wichtige Lebensräume bedrohter Pflanzenarten wie der Floh-Segge und dem Sumpf-Läusekraut. In einer Videobotschaft würdigt Prof. Dr. Claudia Dalbert, Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt, das Projekt und dankt dem Landschaftspflegeverband für sein langjähriges Engagement für die biologische Vielfalt.

Seit den 1990er-Jahren wurde das Projektgebiet im Allerbachtal nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Die Folge: Artenreiche, extensiv genutzte Wiesen wurden zunehmend von Büschen und Sträuchern überwachsen. Mit gezielter Wiesenpflege sichert das Projekt seit 2008 auf einer Fläche von rund 13 Hektar ökologisch besonders wertvolle und geschützte Biotoptypen wie Bergwiesen, Sümpfe und Röhrichte. Unerwünschte Gehölze wurden von den Wiesen entfernt und eine jährliche Mahd wurde durchgeführt. Der Forstbetrieb Oberharz unterstützt die Pflegemaßnahmen.

Regelmäßige Vegetationsaufnahmen dokumentieren die Erfolge des Projekts: Die Vielfalt an Pflanzen im Projektgebiet steigerte sich innerhalb von zehn Jahren von 203 auf 285 Arten. Gleichzeitig erhöhte sich auch die Artenzahl an Schmetterlingen – ein weiterer Indikator für den ökologisch verbesserten Zustand der Lebensräume.

Weitere Informationen

Zur Projektbeschreibung

Projektträger

Landschaftspflegeverband Harz e.V.
Rosentalstr. 12b
38899 Hasselfelde

Ansprechpartnerin

Frau Kerstin Rieche
Tel.: 039459 71607
lpv-harz@t-online.de

Aus den Wiesenbrachen entwickeln sich artenreiche Bergwiesen und Borstgrasrasen. Hier fühlt sich die Arnika wieder wohl (Foto: Kerstin Rieche).

Aus den Wiesenbrachen entwickeln sich artenreiche Bergwiesen und Borstgrasrasen. Hier fühlt sich die Arnika wieder wohl (Foto: Kerstin Rieche).

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