Umweltrat: Schutz der biologischen Vielfalt muss stärker ins Bewusstsein der Politik rücken

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) übergab diese Woche das Umweltgutachten 2016 an Bundesumweltministerin Hendricks. Er fordert vor allem neue Ansätze und strukturelle Veränderungen in den Bereichen Landwirtschaft, Energie und Wohnen.

Der SRU plädiert für eine ministerienübergreifende Zusammenarbeit und eine integrative Umweltpolitik. In Bezug auf die Biodiversität setzt das Gutachten zwei Schwerpunkte: Zum einen empfiehlt der Rat eine Abgabe auf Pflanzenschutzmittel und die Ausweitung von Flächen, die gar nicht mit selbigen behandelt werden. Durch die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft könnte der Rückgang der Biodiversität in der Agrarlandschaft gesenkt werden. Zum anderen schlägt der SRU vor, mehr Flächen bereitzustellen, auf denen sich wieder Wildnis entwickeln kann. Solche Gebiete sind Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Darüber hinaus erfüllen sie wichtige Aufgaben beim Klima- und Hochwasserschutz. 

 

Zum Download des Gutachtens als 16-seitige Kurzfassung auf der Website des SRU.

Titel des Umweltgutachtens | © SRU

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