„Pferde fördern Vielfalt“ wird Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, und UN-Dekade-Botschafterin Nina Ruge überreichen die Urkunde.

Stuttgart, 16. November 2017 –  Im direkten Umfeld von Pferden liegt ein besonderes Potenzial zur Förderung biologischer Vielfalt. Denn Pferde brauchen Ställe, Heu und Stroh, Wiesen und Weiden – ideale Lebensräume für viele Arten. Damit Reiterhöfe und Pferdevereine dieses Potenzial noch besser nutzen, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern das Projekt „Pferde fördern Vielfalt“ ins Leben gerufen. Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, und UN-Dekade-Botschafterin Nina Ruge überreichen die Auszeichnung im Rahmen des internationalen Hallenreitturniers STUTTGART GERMAN MASTERS.

Rauchschwalben und Fledermäuse im Stall, Insekten und Vögel auf Wiesen und in Hecken – die Pferdehaltung bietet zahlreichen, teils gefährdeten Arten Nistplätze, Nahrung und Lebensraum. Trotz der guten Ausgangssituation bleiben noch viele Möglichkeiten ungenutzt, um die Biodiversität auf Reiterhöfen zu verbessern. Deswegen unterstützt die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) in Kooperation mit dem Pferdesportverband Baden-Württemberg und dem Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsberater Dr. Stefan Rösler (oecoach) Pferdehalter dabei, mehr Vielfalt auf ihrem Gelände zu ermöglichen. Im Rahmen des Projekts „Pferde fördern Vielfalt“ haben die Kooperationspartner einen „Biodiversitäts-Quick-Check“ und einen praxisorientierten Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dieser Ansatz überzeugte die Fachjury der UN-Dekade.
 
Der Biodiversitäts-Quick-Check ermöglicht einen ersten schnellen Überblick über die vorhandenen Strukturen und zeigt Pferdevereinen und -betrieben ihre individuellen Möglichkeiten zur Verbesserung der Artenvielfalt auf ihrem Gelände auf. Leben dort geschützte Arten, auf die Rücksicht genommen werden muss? Gibt es Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Wildbienen? Welchen Stellenwert hat Biodiversität in der Pferdeausbildung und unter den Vereinsmitgliedern? Ergänzend listet der Maßnahmenkatalog konkrete und vergleichsweise einfach umsetzbare Handlungsempfehlungen auf, die zur Förderung der Biodiversität an den Gebäuden sowie auf Sport- und Weideflächen beitragen. Dazu zählen zum Beispiel der Bau von Brut- und Nisthilfen, das Pflanzen von Bäumen, Sträuchern und Hecken oder die Anlage von Feuchtbiotopen.

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. 


In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Zusätzlich zum regulären Wettbewerb zeichnet die UN-Dekade seit 2017 im Rahmen des Sonderwettbewerbs "Soziale Natur – Natur für alle" auch vorbildliche Projekte aus, die das soziale Miteinander fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

Bewerben können sich Einzelpersonen oder -initiativen, institutionelle Projektträger wie Verbände, Stiftungen und Unternehmen sowie staatliche und nicht-staatliche Organisationen. Die Bewerbung erfolgt über die Webseite der UN-Dekade. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Website
Website des Projekts

Ansprechpartner beim Projekt

Gerlinde Hoffmann
Tel.: 02581 6362 131
ghoffmann(at)fn-dokr.de   

Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. FN
Freiherr-von-Langen-Straße 13
48231 Warendorf

Rund ums Pferd ist viel Raum für biologische Vielfalt. | Foto: Projektträger

Rund ums Pferd ist viel Raum für biologische Vielfalt. | Foto: Projektträger

Auszeichnung des Projekts im Rahmen der Stuttgart German Masters 2017. Im Bild von links: Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, Haupt und Landgestüt Marbach Landoberstallmeisterin; Gerlinde Hoffmann, Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V., Abteilungsleiterin Umwelt & Pferdehaltung; Stefan Rösler, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsberater/oecoach; Gerhard Ziegler, Präsidium Deutsche Reiterliche Vereinigung und Präsident des Pferdesportverbands Baden-Württemberg; Peter Hauk Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg; Nina Ruge, Botschafterin UN-Dekade; Stephan Abel, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbunds. Foto: www.sportfotos-lafrentz.de

Auszeichnung des Projekts im Rahmen der Stuttgart German Masters 2017. Im Bild von links: Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, Haupt und Landgestüt Marbach Landoberstallmeisterin; Gerlinde Hoffmann, Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V., Abteilungsleiterin Umwelt & Pferdehaltung; Stefan Rösler, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsberater/oecoach; Gerhard Ziegler, Präsidium Deutsche Reiterliche Vereinigung und Präsident des Pferdesportverbands Baden-Württemberg; Peter Hauk Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg; Nina Ruge, Botschafterin UN-Dekade; Stephan Abel, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbunds. Foto: www.sportfotos-lafrentz.de

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