Jugendliche untersuchen Klimawandel in der Region

Umweltbildungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wird von UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Heidelberg, 21.06.2017 – „ReKli:B“ steht für „Regionalen Klimawandel beurteilen lernen“. In diesem Umweltbildungsprojekt untersuchen Jugendliche die Folgen des Klimawandels und die Wechselwirkungen von Klimawandel und Biodiversität in ihrem unmittelbaren Umfeld. Für diesen praktischen Ansatz wird das Konzept heute zum Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ernannt. Robert Hennies, Referatsleiter Bildungsservice im Bundesumweltministerium, überreicht die Auszeichnung an Prof. Alexander Siegmund vom Geco-Lab der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Wechselwirkungen praktisch vermitteln

Das Projekt möchte dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Folgen des veränderten Klimas für Ökosysteme und die Wechselwirkungen von Klimawandel und Biodiversität in ihrem unmittelbaren Umfeld besser verstehen. 18 Lernmodule behandeln die regionalen Folgen des Klimawandels insbesondere auch für die Land- und Forstwirtschaft. Inhaltlich beschäftigen sie sich z. B. mit Bodenfruchtbarkeit, Baumwachstum und phänologischen Jahreszeiten, die sich mit Entwicklungserscheinungen in der Natur befassen. Ergebnisse aus Erhebungen im Gelände werden mit Labor-Analysen genauer untersucht und mit Experimenten und Modellen veranschaulicht.

Umweltbildungsprojekt mit bundesweiter Verbreitung

Ein mehrstufiges Fortbildungssystem sowie ein Material- und Methodenkoffer für Lehrkräfte ergänzen die Module. Um die Gelände-, Labor- und Modellarbeit vielfältig umzusetzen, kooperiert die Hochschule mit unterschiedlichen Schulen, einem Geopark und einem Museum. Inzwischen ist das umweltpädagogische Programm bereits dauerhaft in den Bildungsangeboten der schulischen und außerschulischen Projektpartner verankert und bundesweit verbreitet. Bisher wurden 2.000 Schüler/innen erreicht, Lehrkräfte im Rahmen von Weiterbildungen als Multiplikatoren gewonnen und ein Umweltkommunikations-Netzwerk aus Fachberatern und Umweltpädagogen aufgebaut.

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will damit die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen oder -initiativen als auch institutionelle Projektträger wie Verbände, Stiftungen, Unternehmen und staatliche Organisationen. Die Bewerbung erfolgt über die Webseite der UN-Dekade. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite

Website des Projekts

Ansprechpartner beim Projekt:

Prof. Alexander Siegmund
Tel.: 06221 477 771
siegmund(at)ph-heidelberg.de

Daniel Volz
volz(at)ph-heidelberg.de
Tel.: 06221 477 773

Svenja Brockmüller
brockmueller(at)ph-heidelberg.de
Tel.: 06221 477 795


Geco-Lab, Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung der Abteilung Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
Czernyring 22/11-12
69115 Heidelberg

 

 

 

Minister Robert Hennies vom BMUB überreicht die Auszeichnung an Prof. Dr. Alexander Siegmund und Rektor Prof. Dr. Hans-Werner Huneke der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (v. l. n. r.).

Minister Robert Hennies vom BMUB hat die Auszeichnung an Prof. Dr. Alexander Siegmund und Rektor Prof. Dr. Hans-Werner Huneke der Pädagogischen Hochschule Heidelberg überreicht (v. l. n. r.). Fotos: rgeo.| Kostenfreie Nutzung nur im Zusammenhang mit dieser Meldung.

„Wie stresst Klimawandel verschiedene Baumarten?“ ist eine Frage, die im Projekt ReKli:B untersucht wird. Fotos: rgeo. | Kostenfreie Nutzung nur im Zusammenhang mit dieser Meldung.

„Wie stresst Klimawandel verschiedene Baumarten?“ ist eine Frage, die im Projekt ReKli:B untersucht wird.

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