Internationale Erfolge für die Biodiversität

Mit diversen Projekten und Initiativen fördert die Bundesregierung direkt und indirekt die Biodiversität – auch über Kontinentgrenzen hinaus. Mitte August gab es neue Entwicklungen in Zentral- und Südamerika sowie in Afrika.

Artenreichen Lebensraum erhalten – Brasilien und Deutschland kooperieren

Ergebnis der ersten deutsch-brasilianischen Klimakonsultation ist eine Übereinkunft der beiden Länder zum Klimaschutz, die auch der biologischen Vielfalt zugute kommt. Neben erneuerbaren Energien liegt der Schwerpunkt auf dem Waldschutz. Das Roden am Amazonas soll reduziert, die Schutzgebiete auf 60 Mio. Hektar ausgeweitet werden. Zudem soll es 12 Mio. Hektar neuen Wald geben. Mit dem Schutz und der Ausweitung der Wälder wird CO2 gebunden und wertvoller Lebensraum für die zahlreichen Arten erhalten, die am Amazonas heimisch sind. Das Gebiet gilt als eines der artenreichsten der Erde.

Waldaufbau in Zentralamerika: gut für Klima und Biodiversität

Parallel dazu haben sich Länder in Mittel- und Südamerika auf einer Konferenz darauf verständigt, gemeinsam den Wiederaufbau der Wälder in Zentralamerika voranzutreiben. Insgesamt geht es um 5 Mio. Hektar Wald. Die Konferenz fand im Rahmen der Bonn Challenge statt, einer internationalen Initiative zum Wiederaufbau von Wäldern. Die Biodiversität in den zentralamerikanischen Wäldern ist besonders ausgeprägt, u. a. durch die Übergangsfunktion zwischen Nord- und Südamerika. 

Lebensader Nil – Schutz der Feuchtgebiete soll Ökosystemleistungen sichern

Grenzübergreifend findet auch der Schutz der Feuchtgebiete im Nilbecken statt, der nun für viereinhalb Jahre von Bundesumweltministerium gefördert wird. Die 6 Mio. Euro stammen aus den Fördermitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) und sollen vornehmlich genutzt werden, um die Ökosystemleistungen dieser Landschaft zu sichern. Dazu gehören die Regulation des Wasserstandes, die Gewässerqualität, das Bereitstellen von Lebensmitteln und vieles mehr. Die Bedeutung des Nils und seiner Nebenflüsse wird deutlich, wenn man sich deren Ausbreitung vor Augen führt: Elf afrikanische Staaten liegen an diesem Fluss; er ist das wichtigste Süßwasserreservoir für diesen Teil des schwarzen Kontinents.

Zu den Pressemitteilungen beim Bundesumweltministerium: deutsch-brasilianische Kooperation, Schutz der Wälder in Zentralamerika sowie Feuchtgebiete im Nilbecken.

Das Leben am Nil, Aswan, Ägypten | © manuela_kral, fotolia

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