In der Pilzsaison die biologische Vielfalt genießen

Weltweit existieren 3 bis 5,1 Mio. Pilzarten, darunter auch klassische Speisepilze wie Pfifferling, Täubling, Steinpilz und Champignon, die jetzt Hochsaison haben. Die einen sind schmackhaft für uns, andere sind bedeutend für die Biodiversität.

Pilze sind wichtig für das Ökosystem Wald, denn sie zersetzen beispielsweise abgestorbene Pflanzen sowie Totholz und versorgen den Waldboden mit wertvollem Humus. Zudem dienen sie Tieren als wichtige Nahrungsquelle. Pilze stehen unter Artenschutz und dürfen nur auf Grund einer Ausnahmeregelung der Bundes-Artenschutzverordnung in geringen Mengen für den persönlichen Gebrauch gesammelt werden. Eine Sammelbeschränkung gibt es etwa für den Steinpilz, für Pfifferlings- und alle Morchelarten (siehe: pilzschule.de).

Pilze sammeln, aber nachhaltig

Wie Maria Herzger in ihrem Umwelt- und Naturblog schreibt, lautet die oberste Regel beim Pilzsammeln, nur diese mitzunehmen, die man auch wirklich kennt. Denn so können beispielsweise die hochgiftigen Knollenblätterpilze leicht mit Champignons verwechselt werden. Pilz-Laien empfiehlt sie daher, sich einer sachkundigen Pilzführung anzuschließen, die zahlreiche Umwelt- und Naturschutzverbände wie die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. (DGfM) anbieten. Hat man einen bekannten und essbaren Pilz entdeckt, sollte man ihn vorsichtig mit einem scharfen Messer abschneiden.

Kochen mit Pilzen

Als Suppe, Gemüsebeilage zu Fleischgerichten oder als rein vegetarische Variante: Pilze sind gesund! Denn sie sind kalorienarm, enthalten jedoch viele B-Vitamine, Eiweiß und auch Ballaststoffe. Die passenden Rezeptideen finden sich auf der Seite des BUND.

Pilz des Jahres 2016

Lieber komplett von seinem Speiseplan streichen sollte man den Lilastiel-Rötelritterling. Für den Erhalt des in Europa vorkommenden Lepista personata – er ist Pilz des Jahres 2016 – hat Deutschland eine besondere Verantwortung. Mit seinem kräftigen, 5–25 cm großen, hellockergrauen Hut und dem bei jungen Pilzen kräftig violetten Stiel ist er ein attraktiver Wiesenpilz. Mehr über diesen Pilz und Aktuelles über die Erforschung der Biodiversität sowie die Verbreitung von heimischen Arten hält die Internetseite der DGfM bereit.

Pilzkorb mit Kiefernsteinpilzen, Boletus pinicola © Tarabalu, fotolia.com

Pilzkorb mit Kiefernsteinpilzen, Boletus pinicola © Tarabalu, fotolia.com

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