Gute Nachrichten für die Biodiversität Teil 2

Obwohl viele Tierarten vom Aussterben bedroht sind, werden immer wieder neue Arten entdeckt. Das ist sowohl neuen genetischen Methoden zu verdanken, als auch der Möglichkeit in immer entlegenere Gebiete vorzudringen. Wir haben die Funde der letzten Wochen zusammengefasst.

Auf der westindischen Insel Hispaniola haben Wissenschaftler des Senckenberg Instituts acht neue Arten der Saumfingerechse beschrieben. Nun gibt es statt vier gleich zwölf verschiedene Arten der Echsen mit den charakteristischen Kehlfahnen. Einen so großen Zuwachs gab es seit 100 Jahren nicht mehr!

Gute Nachrichten gibt es auch von der ostafrikanischen Insel Madagaskar. Dort entdeckten Wissenschaftler drei neue Arten von Mausmakis. Die kleinen, nachtaktiven Primaten leben in schwer zugänglichen Waldgebieten und nur auf Madagaskar. Waren vor 20 Jahren nur zwei Arten bekannt, sind es mittlerweile 24!

Ebenfalls nur in Afrika leben die Nilhechte (Mormyriden), eine Knochenfischfamilie, die mit schwachen, elektrischen Pulssignalen kommuniziert. Eine neue Art des zu dieser Familie gehörigen Bulldog-Fischs haben deutsche und südafrikanische Forscher jetzt im Kuene-Fluss entdeckt, der durch Namibia und Angola fließt.

Malayemys khoratensis frisst am liebsten Wasserschnecken. Die neue Schildkrötenart haben Forscher im Nordosten Thailands entdeckt und so herausgefunden, dass zur Gattung der Schneckenfresser-Schildkröten drei statt nur zwei Arten gehören.

Eine von vier neu entdeckten Arten: Anolis eladioi. | © Senckenberg

Microcebus ganzhorni, benannt nach dem Ökologen und Naturschützer Prof. Jörg Ganzhorn | © Deutsches Primatenzentrum

Ein Männchen der neu entdeckten thailändischen Schildkrötenart | © F. Ihlow

Der neue Bulldog-Fisch Marcusenius desertus. | © Prof. Dr. Bernd Kramer

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