Erhalt der Auenlandschaft rund um Leipzig und Schkeuditz – UN-Dekade Biologische Vielfalt zeichnet Projekt „Lebendige Luppe“ aus

Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Leipziger Zoos, überreicht die Urkunde am 25. Mai 2018 im Rahmen der Präsentation des Projekts im Neuen Rathaus Leipzig.

Leipzig, 25. Mai 2018 – Der Leipziger Auwald ist nicht nur ein wichtiger Erholungs- und Rückzugsraum für die Leipziger Bevölkerung. Er beherbergt auch eine große Tier- und Pflanzenvielfalt. In den vergangenen Jahrhunderten ist der Auwald durch Flussregulierungen, Eindeichungen oder Verschüttungen weitgehend ausgetrocknet. Das Projekt „Lebendige Luppe“ setzt sich dafür ein, die ehemaligen Wasserläufe in der Auenlandschaft von Leipzig und Schkeuditz zu revitalisieren, damit die Aue wieder mit Wasser versorgt wird. Ziel ist, die ehemalige Arten- und Lebensraumvielfalt im Leipziger Auwald wiederherzustellen.

Zu den Projektpartnern gehören die Stadt Leipzig, die Stadt Schkeuditz, der NABU-Landesverband Sachsen, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und die Universität Leipzig. Nach Auffassung der Jury der UN-Dekade demonstriert das Projekt in vorbildlicher Weise, wie sich wertvolle Auenlandschaften durch Kooperation von Naturschutz und Wasserwirtschaft und unter Einbezug der Bevölkerung renaturieren und erhalten lassen.

Besonders einschneidend für die Leipziger Auenlandschaft war der Bau des Kanals „Neue Luppe“ zwischen den 1930er und 1950er Jahren. Der Kanal zerschnitt ehemalige Flussbette und trennte den Wald von seiner wichtigsten Wasserversorgung ab. Zugleich entzog er dem Gebiet sein Grundwasser und trocknete den Auwald aus. Im Rahmen des Projekts „Lebendige Luppe“ werden der Grundwasserspiegel angehoben, die trocken gefallenen Flussbetten wiederbelebt und die Aue wieder an die natürliche Dynamik angeschlossen.

Der Renaturierungs-Prozess wird im Rahmen einer umfangreichen Begleitforschung durch die Universität und das UFZ Leipzig wissenschaftlich evaluiert. Maßgeblich für das Gelingen des Projekts ist darüber hinaus die Kommunikation mit den Menschen vor Ort: Verschiedene Veranstaltungen informieren die Bevölkerung über den aktuellen Fortschritt der Maßnahmen und die Gründe, warum der Erhalt des Auwalds so wichtig ist. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU) sowie durch den Naturschutzfonds der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite

Projektträger

Kontaktbüro „Lebendige Luppe“
Michael-Kazmierczak-Straße 25
04157 Leipzig

 

 

Einige Flüsse, wie der in den 1990er Jahren angelegte Burgauenbach, durchziehen den Leipziger Auwald noch heute und vermitteln eine Atmosphäre von Ruhe und Entspannung. | Foto: Maria Vitzthum

Einige Flüsse, wie der in den 1990er Jahren angelegte Burgauenbach, durchziehen den Leipziger Auwald noch heute und vermitteln eine Atmosphäre von Ruhe und Entspannung. | Foto: Maria Vitzthum

Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Leipziger Zoos (mit Urkunde), überreicht die Urkunde an Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (mit Vielfaltsbaum), der die Urkunde stellvertretend für die Projektpartner entgegennahm.

Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Leipziger Zoos (mit Urkunde), überreicht die Urkunde an Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (mit Vielfaltsbaum), der die Urkunde stellvertretend für die Projektpartner entgegennahm.

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