„DorfBioTop!“ wird Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt – Mit Bürgerbeteiligung zur Erhaltung der Biodiversität in den Dörfern der Eifel

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, überreicht den Projektträgern die Urkunde in Schleiden-Gemünd.

Schleiden, 29. Mai 2018 – Die Biodiversität in Eifeldörfern durch eine aktive Beteiligung der Bürger zu erhalten und zu fördern – das ist das Ziel des bis Ende 2019 laufenden Projekts „DorfBioTop!“. Die Bewohner werden motiviert, eigene und möglichst nachhaltige Maßnahmen zum Schutz der regionaltypischen biologischen Vielfalt in ihren Dörfern umzusetzen. Fachlich und finanziell werden sie dabei durch die Projektträger und zahlreiche Kooperationspartner unterstützt.

 

Über Informationsveranstaltungen und vielfältige Aktionen wie Pflanzentauschbörsen und Dorfspaziergänge lernen Dorfbewohner ihre heimische Flora und Fauna kennen und schätzen. Wissensvermittlung und beispielhafte Maßnahmen wie das Anbringen von Nisthilfen für Schwalben oder die Anlage einer Wildblumenwiese sollen anregen, eigene Ideen zu entwickeln und aktiv zu werden. Das können beispielsweise naturnahe Gärten oder die Anlage von Blühstreifen an Straßenrändern sein. Die Projektträger beraten die Bevölkerung auch zu Themen wie Artenschutz an Gebäuden, Pflege und Inwertsetzung von Dorfteichen und Streuobstwiesen sowie zur biodiversitätsfreundlichen Grünflächenpflege. 

 

Träger des Projekts sind die Biologischen Stationen des Kreises Euskirchen, des Kreises Düren und der Städteregion Aachen. Unterstützt wird das Vorhaben von zahlreichen regionalen Kooperationspartnern wie dem LVR-Freilichtmuseum Kommern, verschiedenen Naturschutzverbänden sowie Heimat- und Imkervereinen.

 

Die umfangreiche Zusammenarbeit zwischen Projektträgern, Kooperationspartnern und Bevölkerung vor Ort erfolgt im Sinne des sogenannten bottom-up Ansatzes, bei dem die gesellschaftlichen Gruppen in die Entwicklung ihrer ländlichen Region einbezogen werden.

 

Aus Sicht der UN-Dekade Fachjury mobilisiert „DorfBioTop!“ die Bevölkerung auf vorbildliche Weise, sich für die Lebensraum- und Artenvielfalt zu engagieren. Impulse und Informationen zur eigenständigen Entwicklung ökologischer Maßnahmen an die Dorfbewohner einer ländlichen Region zu geben, sei innovativ und nachhaltig.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite

Projektträger

Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.
Steinfelder Straße 10
53947 Nettersheim

 

 

Im Schnittkurs lernen die Teilnehmenden, wie sie Obstbäume fachgerecht pflegen. Schließlich bilden Streuobstwiesen einen wichtigen Lebensraum für über 3000 Tierarten. | Foto: Projektträger

Im Schnittkurs lernen die Teilnehmenden, wie sie Obstbäume fachgerecht pflegen. Schließlich bilden Streuobstwiesen einen wichtigen Lebensraum für über 3000 Tierarten. | Foto: Projektträger

Prof.Dr. Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (1. v.l.), überreicht die Urkunde an (v.l.n.r.) Jennifer Thelen (Projektleiterin DorfBioTop! für den Bereich Kreis Euskirchen), Maria Hinz (Projektleiterin DorfBioTop! für den Bereich Kreis Düren) und Dr. Henrike Körber (Projektleiterin DorfBioTop! für den Bereich StädteRegion Aachen) in Schleiden-Gemünd. | Foto: Projektträger

Prof.Dr. Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (1. v.l.), überreicht die Urkunde an (v.l.n.r.) Jennifer Thelen (Projektleiterin DorfBioTop! für den Bereich Kreis Euskirchen), Maria Hinz (Projektleiterin DorfBioTop! für den Bereich Kreis Düren) und Dr. Henrike Körber (Projektleiterin DorfBioTop! für den Bereich StädteRegion Aachen) in Schleiden-Gemünd. | Foto: Projektträger

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