Die rheinland-pfälzische Umweltminiterin Ulrike Höfken würdigt die Erweiterung des Naturschutzgebiets "Kalksteinbrüche Rosengarten".

Drei Hektar Ackerfläche wurden zur Umwandlung in artenreiches Dauergrünland und Integration ins Schutzgebiet erworben. Dafür erhält das Projekt die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Gundersheim, 25. September 2020 – Das Naturschutzgebiet Kalksteinbrüche Rosengarten gehört zu den besonders artenreichen Arealen im Landkreis Alzey-Worms und dient dem Erhalt von Kalkmagerrasen und Trockengebüschen. Es wird seit 1978 von der BUND Kreisgruppe Wonnegau gepflegt. Um die biologische Vielfalt weiter zu stärken, hat der Landkreis über die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz eine angrenzende Ackerfläche von drei Hektar erworben. Nach Umwandlung in ökologisch wertvolles Dauergrünland wird die Fläche in das Naturschutzgebiet eingegliedert. Damit wird zugleich der Biotopverbund zum Vogelschutzgebiet „Höllenbrand“ gestärkt.

Ulrike Höfken, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz, würdigt die „Erweiterung des Rosengartens“ und übergibt dem Landkreis Alzey-Worms und dem BUND-Wonnegau heute vor Ort den Vielfalts-Baum der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Die Fläche wird in den nächsten vier Jahren von einer Intensivackerfläche in Dauergrünland mit vielfältigen Lebensräumen für Flora und Fauna entwickelt. Dabei wird der oberflächennah anstehende Kalkstein freigestellt. Dies soll dazu führen, dass sich geschützte Arten aus dem NSG Rosengarten auf der Fläche etablieren. Nach einem elfjährigen Übergangszeitraum der Pflege wird das Areal in den „Rosengarten“ eingegliedert. Das Projekt wird von der BUND Kreisgruppe Wonnegau geplant und umgesetzt. Neben naturschutzfachlichen Aspekten werden auch soziale Ziele verfolgt: Menschen aus dem evangelischen Diakoniewerk ZOAR wirken bei den ökologischen Aufwertungsmaßnahmen mit.

Zur Projektbeschreibung

Projektträger

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Landesverband Rheinland-Pfalz, Kreisgruppe Wonnegau
Hindenburgplatz 3
55118 Mainz

Ansprechpartner

Herr Daniel Steffen
daniel.steffen(at)bund-rlp.de
Tel.: 0176 31650762

BUND-Aktive übertragen Heu aus dem Naturschutzgebiet Rosengarten auf die ehemaligen Ackerflächen, um die Ansiedlung standortgerechter Pflanzen zu fördern. Foto: BUND

BUND-Aktive übertragen Heu aus dem Naturschutzgebiet Rosengarten auf die ehemaligen Ackerflächen, um die Ansiedlung standortgerechter Pflanzen zu fördern. Foto: BUND

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