„Die Igel sind los! Punks in unseren Gärten“

Wie ein igelfreundlicher Garten aussieht und in welcher Umgebung die Igel bevorzugt ihre nächtlichen Streifzüge unternehmen, untersucht die Universität für Bodenkultur Wien. Für das Projekt hat sie zur Volkszählung der Wildtiere aufgerufen. Noch bis zum 30. September können Gartenbesitzer mitmachen. Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie in Marburg stellte Landschaftsplanerin Kristina Plenk die ersten Zwischenergebnisse vor.

Wer ein Loch im Zaun und Hecken, Laubhaufen oder ein ungemähtes Wiesenstück in seinem Garten gedeihen lässt, hat gute Chancen einen Igel zu treffen: Dort finden die stacheligen Wildtiere einen Unterschlupf zum Ausruhen, einen Nistplatz für den Winterschlaf und Nahrung. Das zeigt das Citizen Science Projekt deutlich.

 

„Eine der wichtigsten Empfehlungen für einen igelfreundlichen Garten ist die Zugänglichkeit“, erklärt Kristina Plenk von der Uni Wien auf der Jahrestagung. „Eine Lücke in der Umzäunung kann entscheidend sein.“ Denn Igel können nicht springen und überwinden Hindernisse kletternd nur bis etwa 20 Zentimeter. Für die Gartenplanung gibt die Landschaftsplanerin noch einen Tipp: „Ein nur selten gemähtes, ‚wildes Eck‘ bietet den Igeln einen idealen Platz für die Suche nach Insekten, Würmern und Schnecken.“ Wo sie sich gut ausruhen und stärken können, merken sich die kleinen Punks: Dann schauen sie regelmäßig vorbei und bleiben einem Gebiet nicht selten lebenslang treu.

 

Nähere Informationen rund um den Igel, seine Lebensweise und Tipps zum Schutz des Wildtiers bietet auch der NABU auf seiner Seite. Darunter finden Sie auch den kostenlosen Ratgeber „Igel und Igelschutz“, der in Kurzform wichtige Infos gibt.


Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung der Gesellschaft für Ökologie.

Igel sind häufige Besucher in unseren Gärten | © M. Kropf, Universität für Bodenkultur Wien

Igel sind häufige Besucher in unseren Gärten | © M. Kropf, Universität für Bodenkultur Wien

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