"BlütenMeer 2020": Projekt zum Erhalt bedrohter Wildpflanzen von UN-Dekade ausgezeichnet

Schleswig-Holsteins Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann und Polarforscher Arved Fuchs überreichen die Urkunde in Neumünster

Neumünster, 09. November 2017 –  Arnika, Heidenelke, Klappertopf und Co – Jahrhundertelang gehörten bunte Wildblumenwiesen zum Landschaftsbild Schleswig-Holsteins. Heute sind sie nur noch selten zu finden. Mit dem Projekt "BlütenMeer 2020" setzt sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein dafür ein, dass sich die heimischen Wildpflanzen wieder ausbreiten können. Für dieses Engagement wird das Projekt heute von der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Anke Erdmann, Umweltstaatssekretärin in Schleswig-Holstein, und UN-Dekade-Botschafter und Polarforscher Arved Fuchs überreichen die Urkunde im Rahmen des 23. Naturschutztages Schleswig-Holstein 2017.

 

Die UN-Dekade-Jury würdigt den Ansatz des Projekts, gezielt seltene und bedrohte heimische Wildpflanzen in Schleswig-Holstein zu erhalten und damit zugleich neuen Lebensraum für viele andere Pflanzen- und Tierarten zu schaffen. Bis zum Jahr 2020 sollen etwa 2500 Hektar verarmter Grün- und Offenlandflächen in artenreiche Wildblumenwiesen umgewandelt werden. Durch gezielte Vermehrung, Ansaat und Pflanzung greift das siebenköpfige "BlütenMeer 2020"-Team der Natur dort unter die Arme, wo den gefährdeten Wildpflanzen eine Verbreitung aus eigener Kraft nicht mehr gelingt.

 

Die selbsternannten "Entwicklungshelfer" kombinieren dabei verschiedene Methoden miteinander. So vermehren sie die seltenen Pflanzen zum einen in der projekteigenen "Archegärtnerei", um sie anschließend auszusäen oder anzupflanzen. Zum anderen übertragen sie saatreiches frisches Mahdgut von artenreichen Spender-Wiesen auf artenarme oder neu angelegte Empfänger-Flächen. Ergänzt wird das Artenspektrum meist noch durch gezielte Aussaat regionaler Wildgräser und -kräuter. In wenigen Jahren sollen sich auf diese Weise neue blütenreiche Wiesen entwickeln, die auch vielen Tieren wie Insekten und Vögeln zugute kommen.

 

Neben offenen Flächen bepflanzt das "BlütenMeer2020-Team" auch öffentliche Plätze und Schulgärten mit den bedrohten Wildpflanzen und verstärkt damit das Bewusstsein für die Bedeutung biologischer Vielfalt in der Öffentlichkeit. Das Projekt wird aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet.

 

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Website

Website des Projekts

Ansprechpartner beim Projekt

Dr. Christian Dolnik
Tel.: 0431 210 904 12
christian.dolnik(at)stiftungsland.de

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Eschenbrook 4
24113 Molfsee

UN-Dekade-Botschafter Arved Fuchs (li.) und Staatssekretärin Anke Erdmann (re.) übergaben die Auszeichnung der UN-Dekade an Walter Hemmerling von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein (2.v.l.), Projektleiter Christian Dolnik (3.v.l.) und das Projektteam. Foto: Projektträger

UN-Dekade-Botschafter Arved Fuchs (li.) und Staatssekretärin Anke Erdmann (re.) übergaben die Auszeichnung der UN-Dekade an Walter Hemmerling von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein (2.v.l.), Projektleiter Christian Dolnik (3.v.l.) und das Projektteam. Foto: Projektträger

Eine bunte Wildblumenwiese inmitten von Schleswig-Holstein. So soll es bald an vielen Stellen des nördlichsten Bundeslandes wieder aussehen. | Foto: Björn Rickert

Eine bunte Wildblumenwiese inmitten von Schleswig-Holstein. So soll es bald an vielen Stellen des nördlichsten Bundeslandes wieder aussehen. | Foto: Björn Rickert

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