Blick nach Mexiko: COP13 2016 in Cancún

„Ohne grundlegende Änderungen in der Landwirtschaft oder der Fischerei können wir die biologische Vielfalt auf unserem Planeten nicht erhalten“, so Bundesumweltministerin Hendricks zur Cancún-Erklärung. Diese wurde am Samstag zum Auftakt der Weltbiodiversitätskonferenz verabschiedet.

Eine kürzlich erschienene Studie der TU München bestätigte die Nachteile intensiver Landwirtschaft. Über 300 Wissenschaftler untersuchten erstmals deren Auswirkungen auf alle Artengruppen entlang der Nahrungskette. Durch intensive Bewirtschaftung wird Grünland artenärmer und eintöniger. Die Folge: Ökosystemleistungen wie Bodenbildung und Nahrungsproduktion nehmen ab. Neu ist die Erkenntnis, dass die „Gleichschaltung“ den Artenreichtum nicht nur regional, sondern auch auf nationaler Ebene deutlich senkt. Das kann die Abläufe ganzer Ökosysteme verändern.

 

Die 13. Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitäts-Konvention beschäftigt sich diesmal vor allem mit dem Erhalt biologischer Vielfalt in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Tourismus. In Deutschland legt das Bundesumweltministerium in der Naturschutzoffensive ebenfalls einen Handlungsschwerpunkt auf den Erhalt biologischer Vielfalt in der Kulturlandschaft. Wie die gemeinsame Umsetzung gelingen kann, erklärt Dr. Elsa Nickel aus dem Bundesumweltministerium im Interview mit dem Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo). Vom NeFo gibt’s auch eine Zusammenfassung zur COP13 und einen Blog, der die aktuellen Entwicklungen in Cancún beobachtet und darüber berichtet.  

Die COP13 läuft noch bis zum 17.12.2016. Schwerpunktthema ist der Erhalt biologischer Vielfalt in Agrar-, Forstwirtschaft, Fischerei und Tourismus. | © COP13

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