Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister würdigt Projekt zum Erhalt des Niederwilds

Die „Allianz für Niederwild“ setzt sich für die Förderung von Rebhuhn, Feldhase und Fasan ein und wird dafür von der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Roigheim, 26. Juni 2020 – Ein Netzwerk aus Jägern, Kommunen, Naturschützern, Landwirten, Grundstückseigentümern, Behörden und Forschungseinrichtungen hat sich zusammengeschlossen, um die Lebensräume bedrohter Niederwildarten, wie Rebhuhn, Feldhase und Fasan, in der Agrarlandschaft Baden-Württembergs zu verbessern. Ökologische Maßnahmen werden entwickelt, Agrarförderprogramme überprüft und praktische Ansätze in vier Modellregionen und sechs Lokalprojekten erprobt. Für diesen Einsatz und die gute Kooperation der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zeichnet Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft in Baden-Württemberg, die Aktivitäten zum offiziellen UN-Dekade-Projekt aus.

Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung geraten viele der Niederwildarten in Bedrängnis. Um die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern, werden ein- und mehrjährige Blühbrachen gesät, natürliche Landschaftselemente geschaffen und eine fachgerechte Gehölzpflege gefördert. Wichtiger Faktor bei der Wahl der Maßnahmen ist neben der Wirksamkeit für den Artenschutz auch die Wirtschaftlichkeit für die Landwirte. Feldhase, Rebhuhn und Fasan dienen als Leitarten, weitere Tiere, insbesondere zahlreiche Insekten, profitieren von den Maßnahmen.

Die „Allianz für Niederwild“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Wildforschungsstelle des Landes und des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg. Es wird durch das Sonderprogramm Biologische Vielfalt des Landes gefördert.

Über die UN-Dekade Biologische Vielfalt

Mit der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft die Staatengemeinschaft die Weltöffentlichkeit auf, sich stärker für die biologische Vielfalt einzusetzen. Sie will die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben und Wirtschaften bewusster machen und persönliches Handeln zum Schutz und Erhalt der Vielfalt der Arten, Lebensräume und Gene anstoßen. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde.

In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Projekte und Beiträge ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Zusätzlich zum regulären Wettbewerb zeichnet die UN-Dekade seit 2017 im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ auch vorbildliche Projekte aus, die das soziale Miteinander fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

Weitere Informationen

Projektvorstellung auf der UN-Dekade-Webseite.

Projektträger

Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V.
Felix-Dahn-Straße 41
70597 Stuttgart

Wildforschungsstelle des Landes am LAZBW
Atzenberger Weg 99
88326 Aulendorf

Ansprechpartner

Frau Anne Wischemann: anne.wischemann@lazbw.bwl.de
René Greiner: greiner@landesjagdverband.de

Bunter Vogel - Der Fasan steht stellvertretend für viele Niederwild-Arten. Foto: Erich Marek

Bunter Vogel - Der Fasan steht stellvertretend für viele Niederwild-Arten. Foto: Erich Marek

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