Arche Warder wird Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das Zentrum für alte Haus- und Nutztierrassen e. V. setzt sich in vorbildlicher Weise für gefährdete Tierrassen ein. Auf 40 Hektar leben unter der Obhut der Arche über 1.200 Tiere von 86 gefährdeten Rassen. Sie werden hier gezielt gezüchtet und erforscht. Als Erhaltungszuchtstation und als Bildungs- und Freizeiteinrichtung leistet die Arche Warder einen herausragenden Beitrag für den Erhalt der Nutztierrassenvielfalt. Für dieses vorbildliche Engagement wird sie heute zum Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ernannt. Anke Erdmann, Staatsekretärin im schleswig-holsteinischen Umweltministerium, und Claudia Sewig, Journalistin und UN-Dekade-Jurymitglied, übergaben die Auszeichnung.

Fast alle Tiere, die in der Arche Warder leben, stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen und sind teilweise vom Aussterben bedroht. Dazu gehören etwa die Pommernente, das Angler Rind, das Bunte Bentheimer Schwein und die Tadschikische Wollziege. Der Verlust dieser Arten bedeutet auch den Verlust wertvoller Gen-Ressourcen für die Zucht. Die Arche hat sich daher zum Ziel gesetzt, diese Arten zu erhalten und damit die genetische Vielfalt der Haus- und Nutztierrassen zu sichern.


Neben der Zucht gehören auch wissenschaftliche Forschung und Bildungsarbeit zu den Aufgaben der Arche. So untersuchen Wissenschaftler zusammen mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen die physiologischen Besonderheiten der einzelnen Rassen. Zu den pädagogischen Zielen des Parks gehört, Menschen die Möglichkeit zu geben, den Tieren nahe zu kommen und so biologische Vielfalt hautnah zu erleben. Das Bildungskonzept ist inklusiv und schließt alle Altersgruppen und auch Menschen mit Beeinträchtigungen ein. Jährlich nutzen durchschnittlich rund 78.000 Besucher das vielfältige Angebot des Tier- und Landschaftsparks. Bei Rundgängen, Aktionstagen und Ferienprogrammen lernen sie die charakteristischen Eigenschaften der verschiedenen Tierrassen kennen und erfahren wie sie artgerecht gehalten werden.


Die Tiere in Warder leben nicht nur im Park selbst, sondern auch auf gepachteten Flächen außerhalb des Parks. Die räumlich getrennte Haltung verschiedener Gruppen hat den Vorteil, dass bei Seuchen nicht der gesamte Bestand betroffen ist und ausgewählte Tiere in die landwirtschaftliche Nutzung eingegliedert werden können.

 

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Eingangsbereich der Arche Warder. Foto: Projektträger

Eingangsbereich der Arche Warder. Foto: Projektträger

Von links: Claudia Sewig, Prof. Dr. Dr. Kai Frölich (Arche Warder), Anke Erdmann, Staatsekretärin im schleswig-holsteinischen Umweltministerium. Foto: Arche Warder

Von links: Claudia Sewig, Prof. Dr. Dr. Kai Frölich (Arche Warder), Anke Erdmann, Staatsekretärin im schleswig-holsteinischen Umweltministerium. Foto: Arche Warder

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