Soziale Natur – Natur für alle

 

Vielfältige Natur ist auch Raum für Begegnung, Erholung und Erlebnis. Mit dem Sonderthema „Soziale Natur – Natur für alle“ lenkt die UN-Dekade den Blick auf die Chancen, die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet.

Natur bringt Menschen zusammen und bietet viele Möglichkeiten für mehr offenes Miteinander. Dabei werden soziale Grenzen und Hindernisse überwunden.

Die Naturschutz-Offensive 2020 des Bundesumweltministeriums vom Oktober 2015 zielt darauf, auch stärker auf die sozialen Dimensionen von Natur und biologischer Vielfalt einzugehen. Die UN-Dekade hat sich zum Ziel gesetzt, bestehendes Engagement zur Sozialen Natur bekannter zu machen und neue Aktivitäten anzuregen. Es geht außerdem darum, Know-how zu sammeln, zu verbreiten sowie Netzwerke aus- und aufzubauen. Dabei haben wir drei Themenfelder besonders im Blick:

 

Grüne Orte

In der Stadt und auf dem Land machen sich verschiedene Akteure für Orte der Begegnung in und mit der Natur stark: Vereine, Verbände, Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften oder auch kleinere Initiativen schaffen grüne Orte, an denen Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und Schichten oder auch einfach Nachbarn zusammenkommen und gemeinsam aktiv sind.

 

Naturerlebnisse und Aktionen

Sport- und Aktions- sowie Freizeit- und Urlaubsangebote in der Natur mit ihrer biologischen Vielfalt ermöglichen positive (Gemeinschafts-)Erlebnisse und helfen, soziale Grenzen und Hindernisse zu überwinden. Sie geben oft wichtige Impulse für Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung und schaffen einen persönlichen Zugang zur Natur. Neben unterschiedlichen Sozial- und Naturschutzverbänden sind hier auch Organisationen der Jugend-, Familien und Altenhilfe sowie Jugendorganisationen aktiv.

 

Kontaktpunkte mit Natur

Viele Einrichtungen wie Zoos, Freilichtmuseen oder Erlebnisbauernhöfe helfen bereits heute dabei, das Thema biologische Vielfalt in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen nehmen die Angebote in Anspruch und kommen ganz einfach mit Natur und biologischer Vielfalt in Kontakt. Die Einrichtungen vermitteln Freude an der Begegnung von Mensch und Tier und wecken Interesse für die Vielfalt der Natur. Sie stärken das Naturbewusstsein in der Gesellschaft.

 

Weitere Aktivitäten rund um das Sonderthema

Neben dem Sonderwettbewerb gibt es weitere Aktivitäten-Bausteine zum Sonderthema „Sozial Natur – Natur für alle“. Ein Kompetenzteam aus Multiplikatoren und Fachexperten soll das Themenfeld bekannter gemacht und über weitere mögliche Aktivitäten beraten. Ebenfalls neu ist das Kontaktnetzwerk aus Praxisakteuren und Projektträgern, die darin unterstützt werden, sich weiter zu vernetzen und miteinander zu kooperieren. Eine Best-Practice-Broschüre wird das Thema erläutern und mit inspirierenden Leuchtturmprojekten praxisnah verdeutlichen.