Die Natur entdecken mit Hubert der Heuschrecke-ein Biodiversitätsprojekt für Kindertagesstätten

Weiterentwicklung:

Um den Erfolg des Projektes zu überprüfen, wurde im Rahmen einer Staatsexamensarbeit (T.-M. Triebus 2014) eine Evaluation durchgeführt. Diese hatte zum Ergebnis, dass die Materialien gut angenommen wurden und durch die Umsetzung der Projekte eine höhere Sensibilität in Bezug auf die heimische Natur erreicht werden konnte. Die Dauerhaftigkeit, mit der das Projekt angenommen wird zeigt sich auch darin, dass sich sowohl in 2014, als auch in 2016 KITAs mit Naturprojekten aus dem Repertoire der Naturforscherkiste für den Umweltschutzpreis beworben haben. Durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit konnten darüber hinaus weitere 20 KITAs für das Projekt gewonnen werden, die mit einem Begleitband und der Materialliste ausgestattet wurden. Die weiter fortgesetzten Rundbriefe zu neuen, attraktiven Naturthemen bieten darüber hinaus weitere Anregungen im Bereich der Förderung der biologischen Vielfalt. Eine Umsetzung der Vorschläge wird durch entsprechende Rückmeldungen bestätigt. Um die verschiedenen städtischen Projekte zur Stärkung der biologischen Vielfalt zu vernetzen, wurden zusätzlich alle KITAs über das Spatzenprojekt informiert und mit Erfolg zum Mitmachen animiert. In Zusammenarbeit mit dem außerschulischen Lernort Waldschule Köln wurden mit einer Förderschule einzelne Elemente aus der Kiste umgesetzt, und das Projekt so auch im Primarbereich verankert. Dabei wurde u.a. eine Futterstelle für Vögel und ein Winterquartier für Igel gebaut, sowie ein Spatzenlebensraum angelegt.

Ursprüngliche Bewerbung:

Um den Erhalt der Natur zu forcieren, ist es wichtig, schon in jungen Jahren die Kinder an dieses Element heranzuführen.
Da die Neugier und der Wissensdrang im Elementarbereich besonders stark ausgeprägt sind, hat das Umweltamt der Stadt Köln in Kooperation mit dem NABU Stadtverband Köln und der Universität zu Köln, Institut für Biologie und ihre Didaktik ein Projekt für Kindertagesstätten konzipiert.

Ziel ist es, mit Hilfe der Kinder das Interesse an der Natur zu wecken und gleichzeitig einer Reihe von heimischen Tierarten einen Lebensraum zu bieten. Über Natursafaris und Sinnesspiele soll darüber hinaus die motorische, kognitive und emotionale Entwicklung der Kinder gefördert werden. Um das Projektziel zu erreichen, war es erforderlich, Material zu entwickeln, das für die ErzieherInnen auch ohne ökologische Grundkenntnisse handhabbar ist. Das Material sollte ansprechend und leicht verständlich und die Ideen einfach umzusetzen sein. Als Ergebnis entstand die Naturforscherkiste. Kernstück des Projektes ist ein umfassendes Begleitbuch, in dem Hubert die Heuschrecke die Kinder und ErzieherInnen als Leitfigur durch die Jahreszeiten führt.
Die kleinen Geschichten um Hubert sollen die Kinder dabei inspirieren, auf Entdeckungstour in die Natur zu gehen und mit Hilfe der bebilderten Anleitungen und den in der Kiste enthaltenen Materialien ökologische Strukturen für die Flora und Fauna auf dem eigenen Gelände zu schaffen und zu erkunden. Die Aufwertung des Außengeländes der Kindertagesstätten soll dabei unter anderem durch die Anlage einer Wildwiese, das Bauen und Aufhängen von Nisthilfen für verschiedene Tiergruppen und die Anlage von Kräuterbeeten erreicht werden. Durch die Natursafaris, ausgerüstet wie kleine Forscher, mit z.B. Fernglas und Lupe soll das Naturinteresse bei Kindern geweckt werden. Denn nur über das Interesse an dieser Thematik kann ein gesellschaftliches Umdenken erzielt werden. Dabei sollen die Kinder durch die geweckte Begeisterung auch eine multiplikatorische Wirkung in ihrem eigenen Umfeld erzielen.
Um die ErzieherInnen bei der sachgerechten Anwendung des Kisteninhaltes zu unterstützen, erfolgt die Übergabe der Materialien durch ausgebildete Naturpädagogen, die eine mehrstündige Einführung vornehmen und dabei die Kernelemente des Projektes vermitteln. Weiterhin wird das Projekt über das Jahr hinweg mit Rundbriefen und Wettbewerben zu verschiedenen Themen begleitet. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Pilotprojekt, an dem zurzeit 42 Kindertagesstätten aus Köln teilnehmen. Weitere 7 Kisten wurden an Multiplikatoren (Außerschulische Lernorte, NABU), abgegeben. Über eine Evaluation wird ermittelt, ob die gewünschten Ziele erreicht werden. Um auch den nicht an der Pilotphase beteiligten KITAs ein Mitmachen zu ermöglichen, werden alle Informationen im Internet zur Verfügung gestellt und regelmäßig aktualisiert. Durch Veröffentlichungen in Fachzeitschriften (ua. KITA aktuell) soll das Projekt auch über die Grenzen von Köln hinaus bekannt gemacht werden.
Finanziert wure das Projekt mit Fördergeldern der HIT Umwelt- und Naturschutzstiftungs GmbH und der Sparkasse KölnBonn.

Bezug zur biologischen Vielfalt:

Durch die Anlage ökologisch hochwertiger Strukturen auf dem KITA-Gelände sollen neue Lebensräume und Trittsteinbiotope für heimische Arten geschaffen werden. Darüber hinaus sollen die Kinder durch die Beschäftigung mit der Natur für dieses wichtige Thema bereits in jungen Jahren sensibilisiert werden.


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Frau Betina Küchenhoff
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Weitere Infos

Betina Küchenhoff, Stadt Köln Amt für UmweltschutzWolfgang Kayser, Naturschutzbund Kreisgruppe KölnKirsten Schlüter, Universität zu Köln-Institut für Biologie und ihre Didaktik
Köln

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